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Blackout von Kellerman, Jonathan (eBook)

  • Erschienen: 11.08.2014
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
7,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Online verfügbar

Blackout

Die Kultserie um Alex Delaware jetzt komplett im E-Book erhältlich.

Ein Selbstmord und ein Doppelmord schrecken die Bewohner von Los Angeles auf. Ein kleines Mädchen könnte die Fäden zusammenknüpfen, doch nur wenn der Psychologe Alex Delaware ihm helfen kann, sich an die schrecklichen Dinge zu erinnern, die es gesehen hat. Als Delaware sein Ziel endlich erreicht, zeigt sich die Polizei merkwürdig desinteressiert, und der sensible Psychologe gerät in ein Netzwerk des Bösen ...

Jonathan Kellerman ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Kriminalautoren. Nach dem Studium arbeitete er zunächst als Kinderpsychologe. Seine Reihe mit dem Psychologen Dr. Alex Delaware ist berühmt für höchst einfühlsam entwickelte Figuren und eine raffinierte Handlung: Hochspannung von der ersten bis zur letzen Seite. Dafür ist er unter anderem mit dem 'Edgar Allan Poe Award', Amerikas bedeutendstem Krimipreis, ausgezeichnet worden. Er lebt mit seiner Frau Faye in Los Angeles.

Produktinformationen

    Größe: 1114kBytes
    Herausgeber: Goldmann
    Übersetzer: Übersetzung: Hofschuster, Friedrich A.
    Untertitel: Ein Alex-Delaware-Roman 1.
    Sprache: Deutsch
    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Unterstützte Lesegerätegruppen: PC/MAC/eReader/Tablet
    ISBN: 9783641149307
    Erschienen: 11.08.2014
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Blackout

1

Es sah ganz so aus, als ob es ein schöner Tag werden würde. Ich dachte an alles andere, nur nicht an Mord.

Ein kühler Wind vom Pazifik wischte schon seit achtundvierzig Stunden an der Küste entlang und wirbelte den Dreck und die Abgase hinauf nach Pasadena. Mein Haus liegt in den Hügeln, direkt nördlich von Bel Air, am höchsten Punkt eines alten Saumpfads, der sich um den Beverly Glen windet – dort, wo höchster Luxus und Reichtum einem eher selbstbewussten Schick weichen. Es ist eine Gegend mit Porsches und Kojoten, mit schlechter Kanalisation und zurückgezogen lebenden Erfolgsmenschen.

Das Haus ist aus silbergrauem Redwoodholz, insgesamt an die sechshundert Quadratmeter davon, mit verwitterten Dachschindeln und Rauchglasfenstern. Unten in den Vororten wäre es eine Hütte gewesen; hier oben in den Hügeln ist es ein rustikales Heim, eine Zuflucht – nichts Ausgefallenes, dafür mit vielen Terrassen, Sonnenplätzen, schönen Winkeln und optischen Überraschungen. Dieses Haus hatte sich ein ungarischer Künstler entworfen, der dann pleiteging, als er versuchte, übergroße polychromatische Dreiecke an die Galerien in der La Cienega zu verhökern. Der Schaden der Kunst war mein Gewinn, unter Mitwirkung des Vollstreckungsgerichts von Los Angeles. An einem schönen Tag – wie eben an diesem – hatte man von hier oben sogar Blick auf den Ozean: ein himmelblauer Fleck, der etwas schüchtern jenseits von Pacific Palisades hervorlugte.

Ich hatte allein geschlafen, bei offenen Fenstern – die Einbrecher und die neuen Irren in der Manson-Nachfolge sollten zum Teufel gehen –, und wachte gegen zehn Uhr vormittags auf, nackt, nachdem ich die Bettdecke, vermutlich in einem vergessenen Traum, auf den Boden geworfen hatte. Ich fühlte mich wohlig faul und ausgeschlafen, stützte mich auf die Ellbogen, zog die Decke wieder nach oben und starrte dann etwas benommen auf die karamellfarbenen Streifen des Sonnenlichts, das durch die Terrassentür hereindrang. Was mich schließlich doch aus dem Bett trieb, war die Invasion einer Fliege, die abwechslungsweise auf meiner Decke nach Nahrung suchte und meinen Kopf für Landemanöver benützte.

Ich schlurfte ins Bad und ließ mir eine Wanne einlaufen, dann ging ich in die Küche, um nach etwas Essbarem zu suchen, wobei mir die Fliege folgte. Ich setzte Kaffeewasser auf; dann teilte ich ein Zwiebelbrötchen mit der Fliege. Zehn Uhr zwanzig an einem Montagmorgen: Ich musste nirgends hin und hatte nichts zu tun. Gesegnete Dekadenz.

Es war nun schon fast ein halbes Jahr her, seit ich mein Frührentnerdasein begonnen hatte, und ich wunderte mich immer noch, wie leicht mir der Wechsel vom zwanghaften Erfolgsmenschen zum sich gehen lassenden Penner gefallen war. Aber vermutlich hatte das schon immer in mir gesteckt.

Ich ging zurück ins Badezimmer, setzte mich auf den Rand der Wanne, mampfte und überlegte mir einen alles andere als verbindlichen Plan für den Tag: ein ausgiebiges warmes Bad, ein oberflächlicher Blick in die Morgenzeitung, vielleicht ein bisschen Joggen den Canyon hinunter und wieder zurück, dann eine Dusche, und ein Besuch bei –

Die Haustürklingel riss mich aus meinen Träumen.

Ich wand mir ein Handtuch um die Blößen und ging zur Tür, gerade rechtzeitig, um Milo zu erblicken, der einfach hereinkam, ohne meine Antwort abzuwarten.

"Es war nicht abgesperrt", sagte er, zog die Tür zu und warf die Los Angeles Times auf das Sofa. Dann starrte er mich an, und ich band mein Handtuch etwas fester. "Guten Morgen, Naturkind."

Ich deutete mit einer Handbewegung an, dass er mir folgen sollte.

"Du musst wirklich nachts deine Bude

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