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Blutige Gnade Ein Mara Billinsky Thriller von Born, Leo (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 31.01.2020
  • Verlag: beTHRILLED
eBook (ePUB)
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Blutige Gnade

Ein Einbruch ohne Diebstahl. Eine Mordserie ohne Spuren. Ein toter Journalist, der kurz davor war, eine brisante Story zu enthüllen. Mara Billinsky sieht sich mit mehreren mysteriösen Verbrechen konfrontiert. Zugleich wird sie von einem Schatten aus der Vergangenheit verfolgt, der ihr ebenfalls Rätsel aufgibt. Als sie erkennt, dass alle Ereignisse in Verbindung stehen und wer im Hintergrund die Fäden zieht, ist es fast zu spät: Ab jetzt kämpft Mara um ihr Leben ... 'Extraklasse! Ein Thriller, der einem unter die Haut geht!' (Gina 1627, thalia.de über 'Lautlose Schreie') 'Achtung: Suchtgefahr!' ('Tweed, Lesejury über 'Lautlose Schreie') eBooks von beTHRILLED - mörderisch gute Unterhaltung! Leo Born ist das Pseudonym eines deutschen Krimi- und Thriller-Autors, der bereits zahlreiche Romane veröffentlicht hat. Der Autor lebt mit seiner Familie in Frankfurt am Main. Dort ermittelt auch Kommissarin Mara Billinsky, die unkonventionelle Heldin seiner Krimireihe.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 444
    Erscheinungsdatum: 31.01.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732568956
    Verlag: beTHRILLED
    Größe: 2214 kBytes
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Blutige Gnade

3

Sie bildeten ein eigenwilliges Duo. Die schwarz gekleidete Frau mit den stechenden dunklen Augen, dem hellen Teint und der aufsässigen Punk-Ausstrahlung - und der gutmütige, gemütlich wirkende Altachtundsechziger.

Weder vom Aussehen noch vom Alter her passten sie auch nur annähernd zusammen, aber es gab wohl kaum jemanden, in dessen Gesellschaft Kommissarin Mara Billinsky sich wohler fühlte. Hanno Linsenmeyer war für sie immer eine wichtige Stütze gewesen - die einzige. Ihr Halt in den harten Zeiten, als sie als Teenager, einsam, orientierungslos und rebellisch, beinahe auf die schiefe Bahn geraten wäre.

Hanno war inzwischen deutlich über fünfzig, mit zu langen, strähnigen mausgrauen Haaren, schlaffen, stoppelbärtigen Wangen und abgetragener Kleidung. Er war als Sozialarbeiter tätig, seit Urzeiten, wie es schien, und engagierte sich auch weit über den Feierabend hinaus, vor allem für straffällig gewordene Jugendliche. Ein Mensch mit Idealen und dem großen Herzen, sich für diese einzusetzen. Das Leben hatte sie beide in seiner Unvorhersehbarkeit nicht nur zusammengeführt, sondern regelrecht zusammengeschweißt.

Sie befanden sich in einem von Bornheims rustikalen Fachwerkkästen, dem Restaurant Sonne, gelegen im oberen Teil der Berger Straße, die den Stadtteil wie eine Lebensader durchzog. Schief aufgehängte Gemälde aus vergangenen Zeiten zierten die Wände. Eine tief hängende wuchtige Holzdecke drückte den Gastraum zusammen. Kerzen leuchteten auf roh gezimmerten Langtischen, die auch spät am Abend meistens voll besetzt waren. In jeder Ecke erschallte der breite hessische Zungenschlag. Echte Frankfurter kehrten hier ein, kaum Touristen. Es roch nach Sauerkraut, Rippchen und gekochter Ochsenbrust.

Mara und Hanno sprachen über den inzwischen fast achtzehnjährigen Rafael Makiadi. Noch so ein Teenager, der zunächst den falschen Weg eingeschlagen hatte: Wohnungseinbrüche und einiges mehr hatte er auf dem Kerbholz gehabt, als er im letzten Moment von Hanno und Mara vor einer trostlosen Zukunft bewahrt worden war. In einem Förderprogramm für jugendliche Straftäter, in das er dank Hannos Fürsprache aufgenommen worden war, erhielt er Unterricht, um die größtenteils verpasste Schulzeit nachzuholen. Und die kürzlich aufgrund der Einbrüche erfolgte Verurteilung war zum Glück auf Bewährung ausgesetzt worden.

"Also, was meinst du? Müssen wir uns Sorgen um Rafael machen?" Maras Stirn war nachdenklich gerunzelt.

Hanno lächelte schmal. "Hast du noch nie Liebeskummer gehabt?"

"Sprich mit mir nicht über Liebe, Hanno, das weißt du doch."

"Die Geschichte mit Shaqayeg setzt Rafael verdammt zu."

"Das ist mir auch klar. Aber deswegen stoppt doch nicht das ganze Leben."

"Für ihn fühlt es sich eben so an." Hanno musterte sie. "Du findest, ich sollte härter mit ihm umspringen, was?"

"Manchmal schon."

"Wäre ich härter, würde er sich noch mehr abkapseln." Schmunzelnd fügte er an: "Und wäre ich früher schon härter gewesen, dann würdest du heute bestimmt nicht mit mir essen gehen."

Natürlich verstand sie, wie er das meinte. "Touché."

"Lass ihn uns einfach im Auge behalten, Mara."

Shaqayeg war Rafaels erste Liebe, ein aus der iranischen Heimat geflüchtetes Mädchen, das in die Fänge einer Bande der Organmafia geraten, knapp mit dem Leben davongekommen war und nun nach einer längeren Zeit in quälender Ungewissheit Deutschland wieder verlassen musste.

Während des Gesprächs ertappte sich Mara dabei, wie sie beiläufig aus dem Fenster spähte. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite, im Schutz einer Hofeinfahrt, hielt sich jemand auf. Eine Gestalt, die an Ort und Stelle verharrte und aufgrund der dunklen Kleidung nahezu mit der Umgebung verschmolz. Lediglich der glühende Punkt einer Zigarette hatte Mara auf die Silhouette aufmerksam gemacht.

Daran war nichts Außergewöhnliches, jemand wartete eben dara

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