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Blutige Mondscheinsonate Ein Baccus-Borg-Krimi von Schwab, Elke (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 06.05.2014
  • Verlag: Solibro Verlag
eBook (ePUB)
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Blutige Mondscheinsonate

Er war Phönix. Von nun an zählten Stärke, Klugheit und Mut zu seinen Eigenschaften. Und er hatte eine Aufgabe. Ihm oblag es, über Leben und Tod zu bestimmen. Eine Aufgabe, die er sich selbst auferlegt hatte, weil nur er dazu in der Lage war, über die Schicksale derer zu bestimmen, die es verdienten. Mit langsamen Schritten schlenderte er die von Gräbern gesäumte Allee entlang und suchte nach einem geeigneten Platz. Denn er wusste genau, welche immensen Emotionen die Musik hervorrufen konnte, die er beabsichtigte, durch die Finsternis schallen zu lassen. Begleiten sollte ihn ein Werk, das nicht nur seine Fantasie zu beflügeln vermochte, sondern auch die Einbildungskräfte seiner Auserwählten! Es sollte das Letzte sein, was sie in ihrem Leben zu hören bekam: Die Mondscheinsonate. Eine tote Frau im Deutsch-Französischen Garten in Saarbrücken sorgt für Aufsehen. Weitere Morde an jungen Frauen lassen auf einen äußerst raffinierten Ritualmörder schließen, der die Kommissare Baccus und Borg bei ihren verdeckten Ermittlungen in Atem hält, denn der Täter scheint auf alles vorbereitet zu sein ... Von mittlerweile insgesamt neunzehn Krimis der Saarländerin Elke Schwab ist 'Blutige Mondscheinsonate' der vierte Teil der bislang sechsbändigen Krimireihe mit Lukas Baccus und Theo Borg (Prequel'Gewagter Einsatz', 'Mörderisches Puzzle', 'Eisige Rache', 'Blutige Mondscheinsonate', 'Tödliche Besessenheit', 'Tickende Zeitbombe'). Die beiden übermütigen Kriminalkommissare klären mit lockeren Sprüchen spektakuläre Fälle auf. Im Nordosten von Frankreich in einem alten elsässischen Bauernhaus entstehen die spannenden Krimis der gebürtigen Saarländerin Elke Schwab. In der Nähe zur saarländischen Grenze schreibt und lebt sie zusammen mit Lebensgefährte samt Pferden, Esel und Katzen. Elke Schwab wurde 1964 in Saarbrücken geboren und ist im Saarland aufgewachsen. Nach dem Gymnasium in Saarlouis arbeitete sie über zwanzig Jahre im Saarländischen Sozialministerium, Abteilung Altenpolitik. Schon als Kind schrieb sie über Abenteuer, als Jugendliche natürlich über Romanzen. Später entschied sie sich für Kriminalromane. 2001 brachte sie ihr erstes Buch auf den Markt. Seitdem sind dreizehn Krimis und sechs Kurzgeschichten von ihr veröffentlicht worden. Ihre Krimis sind Polizeiromane in bester 'Whodunit'-Tradition. Neben Baccus und Borg ist Hauptkommissar Kullmann eine ihrer Hauptfiguren. 2013 erhielt sie den Saarländischen Autorenpreis der 'HomBuch' in der Kategorie 'Krimi'. Im selben Jahr folge der Kulturpreis des Landkreises Saarlouis für literarische Arbeit mit regionalem Bezug. Bibliografie: Blutige Mondscheinsonate - Solibro Verlag, 2014 Urlaub mit Kullmann - Ub-Verlag, 2013 Eisige Rache - Solibro Verlag, 2013 Blutige Seilfahrt im Warndt - Conte Verlag 2012 Mörderisches Puzzle - Solibro Verlag, 2011 Galgentod auf dem Teufelsberg - Conte Verlag, 2011 Das Skelett vom Bliesgau - Conte Verlag, 2010 Hetzjagd am Grünen See - Conte Verlag, 2009 Kullmanns letzter Fall - Conte Verlag, 2008 Tod am Litermont - Conte Verlag, 2008 Angstfalle - Gmeiner Verlag, 2006 Grosseinsatz - Gmeiner Verlag, 2005 Ein ganz klarer Fall - Eigenverlag, 2004

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 384
    Erscheinungsdatum: 06.05.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783932927867
    Verlag: Solibro Verlag
    Serie: Subkutan 5
    Größe: 3187 kBytes
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Blutige Mondscheinsonate

Prolog

Er war Phönix!

Aus der Asche seines bisherigen Lebens neu erstanden, war er heute ein anderer. Von nun an zählten Stärke, Klugheit und Mut zu seinen Eigenschaften. Und er hatte eine Aufgabe. Ihm oblag es, über Leben und Tod zu bestimmen. Eine Aufgabe, die er sich selbst auferlegt hatte, weil nur er dazu in der Lage war, über die Schicksale derer zu bestimmen, die es verdienten .

Er hielt inne und schaute sich um .

Der Vollmond leuchtete am nachtschwarzen Himmel und tauchte die Erde in ein geheimnisvolles Licht. Leise knirschten die Schottersteine unter seinen Schuhen. Ein schwacher Wind wehte – setzte die Bäume und Sträucher in Bewegung, womit ein leises Rauschen erzeugt wurde – einem Seufzen gleich .

Wie Stalagmiten ragten die Grabsteine aus dem Boden hervor. Finster hoben sie sich vom silbrig-grauen Hintergrund ab .

Es war eine warme Sommernacht. Fledermäuse flatterten dicht an seinem Kopf vorbei – machten dabei knackende Geräusche, die er zum ersten Mal wahrnahm. Sie klangen so lebendig .

Mit langsamen Schritten schlenderte er die schmale, von Gräbern gesäumte Allee entlang undschaute sich um. Nichts sollte diese faszinierende Atmosphäre stören. Dieser Augenblick war nicht zufällig gewählt. Er wusste genau, welche Auswirkung der Vollmond auf seine Wirkungsstätte haben würde. Seine Augen erfassten ein großes, steinernes Kreuz am Scheitelpunkt des Schotterweges. Auf dem Sockel stand eine Widmung an die gefallenen Soldaten aus dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/1871 in französischer und lateinischer Sprache .

Er lächelte. Dieser Ort war besser, als er es sich in seiner Fantasie hätte vorstellen können. Er schaute sich um und erkannte, dass der Gedenkstein alles bot, was er für sein perfektes Szenario brauchte, auch wenn der dichte Wuchs der Bäume und Sträucher die Sicht ein wenig versperrte. Aber das schmälerte die Bedeutung seiner Arbeit keineswegs. Im Gegenteil: So hatte er noch den Vorteil der Überraschung auf seiner Seite, weil der Blick erst auf den letzten Metern frei wurde .

Nun galt es nur noch, die richtige Anordnung für sein Arrangement zu finden. Denn er wusste genau, welche immensen Emotionen die Musik hervorrufen konnte, die er beabsichtigte, durch die Finsternis schallen zu lassen. Leise summte er die Töne, die ihm inzwischen in Fleisch und Blut übergegangen waren. Es war die Musik, die er einst für seine Bestimmung gehalten hatte, die ihm jedoch verwehrt geblieben war. Heute hatte er dafür eine andere Verwendung – eine viel bessere. Für diesen besonderen Anlass hatte er das große iPad mitgenommen, weil die Akustik dieses Gerätes deutlich besser war als auf allen anderen Geräten – wenn auch nicht perfekt. Das war der einzige Kritikpunkt an seiner Planung. Nichts, aber auch gar nichts hatte er finden können, was seinen Vorstellungen von guter Klangqualität gerecht geworden wäre. Alle transportablen Geräte neigten dazu, die hohen Töne zu verzerren. Damit zerstörten sie den Musikgenuss – seinen Musikgenuss, den er heute mit einem besonderen Ereignis paaren wollte. Begleiten sollte ihn ein "Nachtstück, voll dunkler Stimmungen" – ein Werk, das nicht nur seine Fantasie zu beflügeln vermochte, sondern auch die Einbildungskräfte seiner Auserwählten!

Es sollte das Letzte sein, was sie in ihrem Leben zu hören bekam: Die Mondscheinsonate!

Er schaltete das Gerät ein – Klaviert

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