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Blutroter Schatten von Walter, Patricia (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 21.12.2020
  • Verlag: beTHRILLED
eBook (ePUB)
6,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Ab 21.12.2020 per Download lieferbar

Online verfügbar

Blutroter Schatten

Deinem Schatten kannst du nicht entkommen Innerhalb weniger Tage werden in München mehrere Leichen gefunden, bei denen jeweils ein Zettel liegt: 'Mit den besten Empfehlungen von Thomas Rohde.' Die Polizei steht vor einem Rätsel. Denn der verurteilte Serienmörder Rohde sitzt seit Jahren im Hochsicherheitstrakt der Psychiatrie. Weiß er, wer der Täter ist? Rohde ist bereit zu sprechen - aber nur mit einer einzigen Person: seiner Tochter Sam. Obwohl sie den Kontakt zu ihrem Vater vor langer Zeit abgebrochen hat, willigt Sam ein - und gerät bald selbst ins Visier des Killers ... Der neue Psychothriller von Patricia Walter - jetzt als eBook bei beTHRILLED. Mörderisch gute Unterhaltung.

Patricia Walter, geboren 1974, studierte in München Statistik und arbeitet in der Versicherungsbranche. In ihrer Freizeit betreibt sie neben dem Schreiben Kampfsport, insbesondere Judo und Kung Fu. In Judo hat sie den zweiten Schwarzgurt und ist ehrenamtlich als Trainerin tätig. 'Blutroter Schatten' ist nach 'Kalte Erinnerung', 'Dunkle Vergangenheit' und 'Tote Asche' ihr vierter Psychothriller.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 405
    Erscheinungsdatum: 21.12.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732594160
    Verlag: beTHRILLED
    Größe: 1612 kBytes
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Blutroter Schatten

Kapitel 1

Zehn Jahre später

Sonntag, 24. November

Nadine Herfurth hielt an der Polizeiabsperrung, zeigte ihren Ausweis dem diensthabenden Beamten, der sie durchließ, und stellte ihren Dienstwagen, einen schwarzen 5er-BMW, am Straßenrand ab. Sie stieg aus und atmete die frische Novemberluft ein. Es war kalt geworden, die Temperaturen näherten sich allmählich dem Gefrierpunkt. Der dichte Nebel vom Morgen hatte sich mittlerweile gelichtet, wenngleich noch einzelne Schwaden in der Luft hingen.

Sie schaute zu dem Mehrfamilienhaus hinüber, dessen Eingang von zwei Beamten bewacht wurde. Direkt vor dem Haus parkte der weiße Van der Kriminaltechnik, daneben ein Krankenwagen, flankiert von mehreren Streifenwagen mit flackerndem Blaulicht. Hinter den Fenstern im Haus versuchten Anwohner, ihre Neugierde zu befriedigen. Einige hatten sich hinter den Vorhängen versteckt, andere hingegen die Fenster geöffnet, um besser sehen zu können. Nadine hatte sich im Laufe ihrer sechzehn Dienstjahre an derartige Anblicke gewöhnt, sodass es ihr nicht einmal mehr ein Augenrollen abrang.

Sie wollte gerade auf den Eingang zugehen, als jemand hinter ihr rief: »Nadine, auf ein Wort bitte.«

Beim Klang der Stimme griff sie sich automatisch ans linke Schlüsselbein, an die Stelle, an der damals die Kugel ein- und auf dem Rücken über dem Schulterblatt wieder ausgetreten war.

Christian Kehl. Dieser Schmierfink fehlt mir jetzt gerade noch!

Betont langsam drehte sie sich um und verschränkte die Arme vor der Brust. Der Mann war Anfang vierzig, mit kurzen hellbraunen Haaren und stahlblauen Augen, die sie selbst aus der Entfernung vor Sensationsgier blitzen sehen konnte.

Wie war der schon wieder durch die Absperrung gekommen?

»Für Sie Kriminalhauptkommissarin Herfurth«, sagte sie, als er sie erreicht hatte. »Ich glaube, das habe ich Ihnen schon öfter gesagt.«

»Und hab ich Ihnen schon gesagt, dass Sie schöne Augen haben?«

Nadine bedachte ihn mit einem gelangweilten Blick. Sie hatte die mandelförmigen Augen von ihrer Mutter, einer Thailänderin, geerbt, im Gegensatz zu ihren vier älteren Brüdern, die nach ihrem deutschen Vater kamen.

»Heute nur die Augen?«, fragte sie höhnisch. »Kein Kommentar zu meiner schicken Kurzhaarfrisur, die farblich perfekt zu meinen«, sie grinste übertrieben, »mokkabraunen Pupillen passt? Sie lassen nach, Herr Kehl.«

»Ich will ja nicht abgedroschen klingen.«

»Seit wann das?« Sie zog die Brauen hoch und sah ihn herausfordernd an.

Christian Kehl war Reporter beim Boulevardblatt Blitz, das sich in den letzten Jahren zur ernsthaften Konkurrenz der BILD-Zeitung entwickelt hatte. Er hatte ein Talent dafür, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein - oder vielmehr einen Informanten bei der Polizei, den er entsprechend bezahlte, vermutete Nadine. Was mitunter zu gefährlichen Situationen führen konnte, so wie vor drei Jahren.

Sie hatte damals in einem Doppelmord im rechten Milieu ermittelt. Zusammen mit ihrem Partner fuhr sie zu einem Zeugen, dem sie ein paar Fragen stellen wollten. Kehl traf kurz vor ihnen ein. Sie forderte ihn auf, sofort zu verschwinden.

Doch er filmte den Zeugen mit seinem Smartphone. »Ich weiß, dass Sie mit den Kessler-Morden in Verbindung stehen. Was können ...?«

Weiter kam er nicht, denn im nächsten Moment zog der Mann eine Waffe und schoss. Die Kugel traf Nadine über dem Schlüsselbein. Sie ging zu Boden, genau wie ihr Partner, der einen lebensgefährlichen Bauchschuss erlitt. Bevor der Mann auf Kehl zielen konnte, gab sie mehrere Schüsse auf ihn ab und traf ihn tödlich. Kehl hatte alles auf Video aufgenommen und die Dreistigkeit besessen, weiterhin zu filmen und ihr Fragen zu stellen, während sie, selbst stark blutend, ihre Jacke auf die Wunde ihres Partners gepresst und ihm damit das Leben gerettet hatte.

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