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Blutsbande Stockholm-Krimi von Gerhardsen, Carin (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 31.07.2019
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Blutsbande

Keiner im Team von Kommissar Sjöberg konnte ahnen, dass die Meldung mehrerer getöteter Katzen sich zu einem solchen Albtraum entwickeln würde. Doch als den Ermittlern klar wird, dass derselbe Täter auch eine angesehene Stockholmer Psychologin ertränkt hat, ist dies erst der Anfang einer brutalen Mordserie. Ein Mann wird kurz darauf in den Tod gestoßen. Die Spur führt in beiden Fällen in die familiäre Vergangenheit der Opfer. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, denn der Mörder hat sein nächstes Opfer bereits im Visier. Carin Gerhardsen, geb. 1962, lebt mit ihrer Familie in Stockholm. Sie hat Mathematik studiert und mit großem Erfolg in der IT-Branche gearbeitet. BLUTSBANDE ist der siebte Band in der sogenannten 'Hammerby-Serie'. Alle ihre Romane standen nach Erscheinen auf Platz 1 der schwedischen Bestsellerliste. Auch in Deutschland hat sie inzwischen eine treue Fangemeinde, die auf jeden neuen Band der Serie warten.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 446
    Erscheinungsdatum: 31.07.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732572403
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Serie: Conny Sjöberg 7
    Originaltitel: Tjockare än vatten
    Größe: 2282 kBytes
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Blutsbande

Die Nacht von Montag auf Dienstag

"Kein Problem, ich bin auf dem Weg vom Training nach Hause ... Die haben rund um die Uhr geöffnet. Ich ... Na klar, ich kümmere mich drum ... Am Samstag? Das schaffe ich leider nicht. Ich arbeite den halben Tag, und dann bin ich eingeladen zum ... Aha? Nein, nicht diese Kajsa ... Tatsächlich? Wie lustig! Helena und ich haben ihn letzte Woche gesehen ... Nein, das war eher letztes Jahr zu Weihnachten ... Jeden zweiten Dienstag ..."

Sie drehte sich um, während sie weitersprach, und sah, dass der Mann verschwunden war. Er musste nach rechts in den Lotterivägen abgebogen sein, was ihr die Möglichkeit gab, einen Augenblick stehen zu bleiben. Erst als sie sich vergewissert hatte, dass sie nicht beobachtet wurde, hörte sie auf zu sprechen, stellte die Sporttasche auf den nassen Asphalt und steckte das Handy wieder in die Tasche. Sie erlaubte sich, eine Weile durchzuatmen, die Schleierwolken vor dem Halbmond über Hägerstensåsen zu betrachten und die Einsamkeit zu genießen. Ganz im Gegensatz zu den meisten Situationen in ihrem Leben war sie ihr in diesem Moment willkommen. Obwohl die Nacht kalt war, hing der Frühling in der Luft, und der Wind führte all die Düfte der Natur mit sich, die so lange geschlummert hatten. Aber zu dieser Jahreszeit erwachte nicht nur die Natur, sondern auch die Menschen fanden langsam aus ihrem Winterschlaf. Bald war es wieder Zeit für Verabredungen in sommerlichen Kleidern mitten in Stockholms unzähligen Straßenrestaurants. Aber für sie brachte dies nichts Gutes mit sich. Sie hatte ja niemanden, mit dem sie über einen Cafétisch hinweg in der Nachmittagssonne Vertraulichkeiten austauschen konnte.

Sie nahm einen neuen Anlauf, hängte sich die schwere Tasche über die andere Schulter und setzte sich in Bewegung. Sie überquerte den verlassenen Sparbanksvägen und ging wieder ein Stück zurück, bog nach rechts in den offensichtlich wohlhabenden Bezirk um den Förskottsvägen ab und betrachtete die dreistöckigen Häuser auf beiden Straßenseiten, während sie weiterging. Alte Mietshäuser, die in Eigentumswohnungen verwandelt worden waren, mit rot oder gelb verputzten Fassaden und abwechselnd grünen und roten Balkons. Die Lichter waren bereits überall gelöscht, mit Ausnahme der einen oder anderen Nachtlampe. Ungefähr wie erwartet also, wenn man bedachte, dass es drei Uhr nachts war, eine Zeit, zu der die meisten in einem solchen Wohngebiet angesichts des folgenden Arbeitstags im Bett lagen und schliefen. Wachsam ging sie zwischen zwei Häusern auf der linken Seite der Straße hindurch. Der Hof war hübsch und aufgeräumt mit einem geharkten Kiesgang zur Eingangstür hin, Tonnen für die Mülltrennung, Berberitzensträuchern und Rasenflächen. Sie schlich sich weiter zu der kleinen Waldpartie hinter den Häusern, sah sich um - nichts Lebendiges in Sicht. Und dort, an der Giebelseite eines der Häuser, fand sie, was sie gesucht hatte. Dicht an der Ecke, unter einem Fallrohr, das ein paar Meter über dem Boden endete, stand eine voluminöse Regentonne aus Plastik, die beinahe bis zum Rand mit schmutzigem Wasser gefüllt war. Sie stellte ihre Sporttasche ab und ließ ihren Blick ein letztes Mal nach rechts und links schweifen, bevor sie sich bückte und den Reißverschluss so weit aufzog wie möglich. Als sie die zwei Plastiktüten aufgeknotet hatte, steckte sie die Hände hinein, zog das Tier vorsichtig heraus und legte es neben der Tasche auf den Boden. Behutsam streichelte sie das schwarze Fell, bevor sie die Katze hochhob und sie vorsichtig über den Rand der Regentonne hängte, mit dem Gesicht und den weißen Vorderpfoten im Wasser.

"Vergib mir, kleine Miezekatze", flüsterte sie, "aber du wirst nichts spüren."

Gisela Bohn war wie gewohnt sehr früh aufgewacht. Es war schon viele Jahre her, dass sie einmal nach vier Uhr morgens aufgestanden war. Sie war sich nicht ganz im Klaren darüber, ob es an dem Schle

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