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Blutsfreunde Thriller von Ohlsson, Kristina (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.09.2020
  • Verlag: Limes
eBook (ePUB)
12,99 €
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Blutsfreunde

Ein Antiquitätengeschäft voller Kostbarkeiten. Ein toter Freund mit einem fragwürdigen Testament. Und eine Ermittlung, die sich gewaschen hat ... Martin Benners neuer Fall!
Anwalt Martin Benner liebt Kostbarkeiten, allen voran Frauen, Wein und Antiquitäten. Als sein Freund Henry stirbt, hinterlässt er Martin eine Überraschung - seinen Anteil an Henrys Antiquitätengeschäft in New York. Doch Martins Freude ist kurzlebig: Ein Mann sucht ihn auf, der behauptet, Henry sei nicht an einer Krankheit gestorben, sondern wurde Opfer eines Mordes. Bald wird Martin in eine fiebrige Jagd verwickelt, in der es die Wahrheit zu finden gilt. Wer war Henry Schiller? Und was ist an dem Tag geschehen, als er starb?

Alle Bücher der Serie:
Schwesterherz. Martin Benner 1
Bruderlüge. Martin Benner 2
Blutsfreunde. Martin Benner 3


Kristina Ohlsson, Jahrgang 1979, arbeitete im schwedischen Außen- und Verteidigungsministerium als Expertin für EU-Außenpolitik und Nahostfragen, bei der nationalen schwedischen Polizeibehörde in Stockholm und als Terrorismusexpertin bei der OSZE in Wien. Mit ihrem Debütroman »Aschenputtel« gelang ihr der internationale Durchbruch und der Auftakt zu einer hoch gelobten Thrillerreihe um die Ermittler Fredrika Bergman und Alex Recht, die mit »Sündengräber« spektakulär ausklingt. Neben der Veröffentlichung zahlreicher Jugendbücher schuf Kristina Ohlsson außerdem einen neuen Ermittler: Anwalt Martin Benner, der in den Bestsellern »Schwesterherz«, »Bruderlüge« und »Blutsfreunde« die Herzen von Ohlssons Lesern weltweit im Sturm erobert hat.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 496
    Erscheinungsdatum: 28.09.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641261696
    Verlag: Limes
    Serie: Martin Benner 3
    Originaltitel: Henrys Hemlighet (Martin Benner 3)
    Größe: 1708 kBytes
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Blutsfreunde

1

Der Schnee war es, der den Tod mit sich brachte. Pflaumengroße Schneeflocken fielen über Stockholm, und es sah herrlich winterlich aus. Seit Neujahr war es ununterbrochen kalt gewesen und hatte geschneit; inzwischen hatten wir Ende April. Sämtliche Züge des öffentlichen Nahverkehrs, die eine noch so kurze Fahrtstrecke überirdisch fuhren, standen stunden-, ja tagelang still. Die Fernzüge sowieso. Draußen in den Schären war das Eis so dick, dass die Inselbewohner der Inseln vom Festland abgeschnitten waren. Zu allem Übel zog ein Schneesturm über die Hauptstadt und brachte den Flugverkehr in Arlanda zum Erliegen.

Der Mensch braucht seine Prüfungen und Widerstände, doch auf ebendiesen Schneesturm hätte ich gut verzichten können. Ich erwartete nämlich Besuch aus New York, und jetzt sah es ganz so aus, als würden meine Besucher nicht wie geplant in Stockholm landen können. Das war ungeschickt; wir sollten einer Trauerfeier beiwohnen, und dergleichen Veranstaltungen kann man nun mal nicht verschieben. Das sagte die Frau zu mir, die die Feier ausrichten sollte, die Bestatterin, wie sie sich offiziell nannte. Ich fand, sie klang gelangweilt und teilnahmslos.

»Natürlich ist es schade, wenn nicht alle dabei sein können«, sagte sie. »Aber so ein Termin lässt sich nicht einfach kurzfristig verlegen.«

»Gilt das auch, wenn einer von denen, die nicht erscheinen können, der Verstorbene ist?«, fragte ich.

»Wie bitte?«

Ich konnte ihre Verwunderung nachvollziehen. Es ist eher selten, dass Verstorbene per Flugzeug zu ihrer eigenen Beerdigung anreisen. Aber Henry Schiller war nicht wie andere, das war er schon im Leben nicht gewesen. Das kann ich, ebenso wie seine Ehefrau Magda, bestätigen.

Ich hatte Magda und Henry einige Jahre zuvor auf einer Auktion in London kennengelernt. Es war meine allererste gewesen, und ich war dort, um ein Puppenhaus für meine Tochter Belle zu kaufen. Ich weiß nicht mehr genau, wie wir ins Gespräch kamen, aber das Ehepaar Schiller war es, das mich zu der nachfolgenden Weinauktion mitnahm, und ohne die beiden hätte ich nie ernsthaft angefangen, mich für Antiquitäten zu interessieren. Die Begegnung mit Magda und Henry sollte mein Leben verändern.

Und jetzt war Henry tot.

Kurz nach seinem siebzigsten Geburtstag war er in einem Krankenhaus in New York gestorben. Er und Magda hatten seit Jahrzehnten in New York ihr gemeinsames Zuhause gehabt. Beide stammten ursprünglich aus Europa, aber das war wie ausradiert. Magda erwähnte ihre Kindheit in Spanien nur in Ausnahmefällen, und noch viel seltener sprach Henry von seiner französischen Mutter und dem schwedischen Vater. Das meiste war wie ausgelöscht, in ihrem Leben zählte nur noch, was ihnen als Erwachsenen widerfahren war. Doch dann starb Henry, und es veränderte sich etwas. Magda beschloss, sämtliche Freunde zu einer weltlichen Trauerfeier in Schweden einzuladen und ihren Mann dort kremieren zu lassen. Ich war erstaunt. Warum nicht in New York?

»Das wollte Henry nicht«, erklärte Magda, als ich sie fragte. »Und ich wollte seinen Tod nicht erst bekannt machen, wenn er schon begraben worden wäre. Besser, wir tun so, als wären Henrys Wurzeln in Schweden tiefer gewesen, als man es sich vorstellen kann. Ich meine, es werden doch sowieso nur wenige wegen einer Trauerfeier nach Stockholm reisen.«

Grundsätzlich ein kluger Plan, allerdings hatte sie nicht die heftigen Schneestürme in Betracht gezogen.

»Es wird schon gut gehen, Martin«, sagte Magda, als sie mich vom Flughafen in New York anrief.

Und das tat es auch - in gewisser Weise. Der Schneesturm zog weiter, Arlanda öffnete wieder. Magdas und Henrys Flugzeug landete bloß mit acht Stunden Verspätung.

»Das hätte ins Auge gehen können«, sagte Magda, als ich sie in Arlanda abholte.

Wir sprechen Englisch miteinander, so ist es schon seit unserer ersten Begegnung. Magda hat zwar mal in Schweden gearbeitet, a

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