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Blutzahl Thriller - Der Nr.-1-Bestseller aus Norwegen von Enger, Thomas (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 21.09.2020
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Blutzahl

Drei, zwei, eins - wenn der Countdown-Mörder zählt, fließt Blut ... Der Auftakt einer neuen Thrillerreihe aus Norwegen.
An dem Tag, als die Autorin Sonja Nordstrøm verschwindet, sollte sie zur Premiere ihres Buches "Ewige Erste" erscheinen. Dass sie nicht auftaucht, veranlasst die Promi-Reporterin Emma Ramm, Nordstrøm zu Hause aufzusuchen. Die imposante Villa ist leer, doch eine am Fernseher angebrachte Zahl weckt Emmas Neugierde: die Nummer Eins. Alexander Blix vom Osloer Dezernats für Gewaltverbrechen ist der nächste, der eine Zahl findet: die Nummer Sieben, und zwar auf der Leiche eines Mannes, der in Sonja Nordstrøms Sommerhaus gefunden wird ... Was Emma und Alexander noch nicht wissen: Ein Countdown hat begonnen, und er wird in Blut enden.

Alle Bücher der Serie:
Blutzahl
Blutnebel
Band 3 in Vorbereitung (Herbst 21)

Thomas Enger, Jahrgang 1973, studierte Publizistik, Sport und Geschichte und arbeitete in einer Online-Redaktion. Nebenbei war er an verschiedenen Musical-Produktionen beteiligt. Sein Thrillerdebüt "Sterblich" war im deutschsprachigen Raum wie auch international ein sensationeller Erfolg, gefolgt von vier weiteren Fällen des Ermittlers Henning Juul. Aktuell schreibt er zusammen mit Bestsellerautor Jørn Lier Horst an einer neuen Thrillerreihe, deren Auftakt "Blutzahl" ist. Er lebt zusammen mit seiner Frau und zwei Kindern in Oslo.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 480
    Erscheinungsdatum: 21.09.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641254094
    Verlag: Blanvalet
    Originaltitel: Nullpunkt (Alexander Blix 1)
    Größe: 2191 kBytes
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Blutzahl

Sonntag, 9. Mai 1999

Es knackte im Funkgerät.

»0-1 erbittet Einsatz im Agmund Bolts vei 25 in Teisen. Wer ist in der Nähe und hat freie Kapazitäten

Alexander Blix warf rasch einen Blick zu Gard Fosse.

»Das ist hier ganz in der Nähe«, sagte er.

Fosse nahm das Mikrofon vom Armaturenbrett. Blix gab Gas.

»0-1, hier ist Fox 2-1«, meldete Fosse sich. »Wir sind im Tvetenveien, kaum eine Minute entfernt.«

Blix schaltete das Blaulicht und die Sirene ein, während das Knacken durch den Wagen schallte.

»Fox 2-1. Verstanden. Möglicher Schusswaffengebrauch. Die Adresse ist wegen häuslicher Gewalt bekannt.«

Häusliche Gewalt, dachte Blix. Er hatte ein paar solcher Einsätze hinter sich, aber dass Schüsse gefallen waren, war eine schlechte Nachricht.

Er bog vom Friedhof Østre Gravlund her in den Agmund Bolts vei ein, gab Gas und raste an den Stadthäusern vorbei, die so friedlich hinter den Birken und den am Straßenrand geparkten Autos lagen.

Genau dafür hatten sie trainiert. Genau darauf hatten sie gewartet.

Endlich einmal als Erste an einem Tatort zu sein, an einem richtigen Tatort. Ein ganzes Jahr lang hatten sie auf der Rückbank anderer Streifenwagen gesessen, bis ihnen am Ende genug Vertrauen geschenkt worden war. Gemeinsam. Blix umklammerte das Lenkrad.

»Scheint da vorne zu sein«, sagte Fosse und zeigte auf eine kleine Gruppe Menschen, die vor einem Haus zusammengelaufen war.

Blix bremste und blieb schräg auf der Straße stehen. Schaltete den Motor und die Sirene aus, ließ das Blaulicht aber an.

»Das ist aus dem Haus da gekommen«, erklärte eine Frau, als Blix und Fosse ausstiegen. Sie zeigte auf ein kleines, weißes Haus.

»Hat sich nach einem großen Kaliber angehört«, fügte ein Mann hinzu.

»Ist anschließend jemand rausgekommen?«, fragte Blix. »Oder ins Haus gegangen?«

Die Frau schüttelte den Kopf.

»Wie viele Menschen wohnen da?«, fragte Fosse.

»Vier«, antwortete eine andere Frau. »Sie haben zwei kleine Mädchen, aber ich glaube, es ist nur eins von ihnen zu Hause.«

Blix fluchte innerlich.

»Okay«, sagte er dann. »Gehen Sie nach Hause und bleiben Sie in Ihren Wohnungen. Schließen Sie ab.«

Die Gruppe der Schaulustigen löste sich auf. Blix ging durch das Gartentörchen. »Geh du auf die andere Seite, dann bleibe ich hier vorn«, sagte er und zeigte hinter das Haus.

»Du willst doch wohl nicht da rein?«, protestierte Fosse.

»Da ist ein Schuss abgefeuert worden«, antwortete Blix. »Und es kann noch ein kleines Kind im Haus sein.«

»Du musst an deine eigene Sicherheit denken«, sagte Fosse und wiederholte das Mantra der Ausbilder an der Polizeihochschule. »Wir müssen auf die Verstärkung warten.«

Blix kannte die Vorschriften. Die Situation erforderte, das Haus zu isolieren und zu beobachten und auf Verstärkung zu warten. Aber dieser Einsatz war keine Kursaufgabe.

»Es kann zehn Minuten dauern, bis die hier sind«, sagte er. »Und wir wissen nicht, ob wir zehn Minuten haben.«

Er ging zum Auto, öffnete den Kofferraum und schloss den Waffenkasten auf. Dann lud er seine Dienstwaffe mit sechs Patronen.

»Also ehrlich, wir ...«

»... müssen dem Kind helfen«, unterbrach Blix ihn und ging an seinem Kollegen vorbei. »Wenn es da drin ist.«

Er blieb vor der Haustür stehen und versuchte, durch das dicke Glasfenster, das von der Klinke bis zum oberen Türrahmen reichte, ins Haus zu sehen. Aber das Glas war zu trüb, er erkannte nichts.

Er drehte sich zu Fosse um.

»Willst du etwa da stehen bleiben?«

Fosse trat von einem Fuß auf den anderen.

»Die Sache gefällt mir gar nicht«, sagte er.

»Mir auch nicht«, sagte Blix. »Aber wir müssen was tun.«

Er ging auf der rechten Seite um das Haus herum und stellte sich auf die Zehenspitzen, um durch

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