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Blutzeit Das Böse wartet auf dich! von Litz, Doris (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.12.2020
  • Verlag: beTHRILLED
eBook (ePUB)
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Blutzeit

Die erfolgreiche Staatsanwältin Lina Saint-George fängt von vorne an: Sie trennt sich von ihrem Mann und kehrt zurück in ihre Heimat, den Westerwald. Doch kaum dort angekommen, erschüttert eine Reihe von bestialischen Morden die ländliche Region. Unter den Opfern sind auch alte Bekannte Linas. Eigenmächtig schaltet sie sich in die Ermittlungen des Teams um Kriminalhauptkommissar Manfred Neuer ein. Damit macht sie sich Feinde bei der Polizei - und gerät selbst ins Visier des Killers ... Der erste Fall für Staatsanwältin Lina Saint-George: ein spannender Thriller von Doris Litz! eBooks von beTHRILLED - mörderisch gute Unterhaltung.

Doris Litz wusste schon als Kind, dass sie Bücher schreiben will. Zuerst arbeitete sie allerdings viele Jahre als Journalistin, heute als Pressesprecherin. Dabei lernte sie viel über das Leben und die Menschen. Dieses Wissen und die Frage nach der Motivation menschlichen Handelns bilden die Grundlage für ihre Thriller. Auch ihre Heimat, der Westerwald, fließt in die Romane ein. Doris Litz ist verheiratet und lebt in Neuwied am Rhein.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 430
    Erscheinungsdatum: 01.12.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732598694
    Verlag: beTHRILLED
    Größe: 3179 kBytes
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Blutzeit

3

Der Anruf kam um kurz nach halb sieben. Lina war gerade aus dem Bad gekommen und hatte sich mit einer Tasse Tee an die Theke gesetzt, die Küche und Esszimmer voneinander trennte.

»Ja?«

Es war ihr Diensthandy. Die streng vertrauliche Nummer kannten nur wenige Menschen, die allesamt mit ihrer Arbeit zu tun hatten.

»Hier ist Melanie Weber.« Die junge Frau klang unsicher. »Ich hoffe, ich störe Sie nicht. Es ist etwas geschehen, und weil Sie ja über alles sofort informiert werden wollen ...«

»Schon gut, Frau Weber. Ich wollte ohnehin gleich losfahren. In einer knappen Stunde bin ich in Koblenz.«

»Deshalb rufe ich an. Es wurde ein Tötungsdelikt gemeldet. In Mudenbach. Ein Kollege vom K 11 ist bereits unterwegs. Falls Sie also lieber direkt dorthin fahren möchten ...«

»Haben die Kollegen vom K 11 Sie informiert?«

Melanie Weber zögerte. »Nein, nicht direkt. Ich kenne jemanden im Kriminaldauerdienst. Der hat mir den Tipp gegeben.«

Lina spürte einen Anflug von Zorn. Was hatte Kriminalrat Sommerfeld nicht verstanden, als sie ihm am Vortag erklärt hatte, dass sie über jeden ungewöhnlichen Todesfall sofort informiert werden wollte? Sich einen potenziellen Tatort persönlich anzuschauen, gehörte zu ihren Prinzipien. So hatte sie es schon in Köln gehalten. Dann fiel ihr ein, wie lange es in der Domstadt gedauert hatte, bis die Kripokollegen sich an diese Art staatsanwaltlicher Präsenz gewöhnt hatten. Ohne Harald wäre es zweifellos noch schwieriger gewesen. Und hier gab es keinen Harald. Vielleicht sollte sie also geduldiger sein.

»Das ist sehr umsichtig von Ihnen, Frau Weber. Ich werde direkt nach Mudenbach fahren. Können Sie mir die Adresse schicken?«

»Ist schon unterwegs.«

»Das haben Sie gut gemacht, Frau Weber.«

»Danke.« Melanie Weber hatte offenkundig etwas auf dem Herzen.

»Was gibt es sonst noch?«

Ihre Sekretärin zögerte. »Ich denke, die Kollegen werden nicht begeistert sein, wenn die Oberstaatsanwältin am Tatort auftaucht. Das ist bei uns eigentlich nicht üblich ...«

»Natürlich sind sie nicht begeistert.« Lina musste schmunzeln. »Aber wissen Sie was, Frau Weber? Die werden sich daran gewöhnen.«

*

Das Haus lag fast schon außerhalb von Mudenbach am Ende einer kleinen asphaltierten Straße, die jenseits der imposanten Auffahrt zur riesigen Garage in einen unbefestigten Feldweg überging. Beeindruckend war auch alles andere an dem Anwesen: das riesige, eineinhalbgeschossige Haus, der parkähnlich angelegte Garten, dessen hinteres Ende Lina nur ahnen konnte, und die schmiedeeiserne Zaunanlage, die die Front des Grundstücks prägte, jedoch eher Schmuck als Schutz zu sein schien. Das Baujahr des Gebäudes schätzte Lina auf Anfang der 1970er-Jahre. Augenscheinlich war das Haus stetig renoviert worden und machte wie alles andere auch einen mehr als gepflegten Eindruck. Zurzeit wurde der exklusive Anblick allerdings durch eine Vielzahl von Einsatzfahrzeugen und das typische rot-weiße Absperrband beeinträchtigt, das jeden Tatort prägte.

Ihren Dienstausweis hatte sie bereits an der Straßensperre vorzeigen müssen, die kurz hinter dem letzten Nachbargrundstück eingerichtet worden war. Zumindest war es relativ einfach, Journalisten und Schaulustige fernzuhalten. Die Tatsache, dass das nächste Gebäude rund 300 Meter entfernt war, ließ allerdings die Hoffnung schwinden, dass irgendjemandem etwas Ungewöhnliches aufgefallen sein könnte.

Sie fuhr durch eine schmale Lücke zwischen zwei Streifenwagen und parkte ihren dunkelgrünen Mini-Clubman unmittelbar vor der Garage. Sie war gerade ausgestiegen, als ein weiterer Wagen neben ihr zum Stehen kam. Der BMW war deutlich breiter als ihr Auto, weshalb Lina sich wunderte, dass der Fahrer es überhaupt an den Einsatzfahrzeugen vorbeigeschafft hatte. Der Fahrer entpuppte sich als eine überaus attraktive Frau in ihrem Alter, die sie beinahe um Haupteslän

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