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Brandherz Nachtigalls neunter Fall von Steinhauer, Franziska (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.02.2015
  • Verlag: Gmeiner-Verlag
eBook (ePUB)
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Brandherz

Brandstiftungen in der Stadt Cottbus und dem Umland sorgen für Unruhe in der Bevölkerung. Niemand scheint vor dem Feuerteufel sicher. Als nach einem verheerenden Feuer eine Leiche in den Resten eines ausgebrannten Hauses gefunden wird, ist die Brandserie plötzlich ein Fall für die Mordermittler. Schon bald wird eine weitere Leiche entdeckt. Beiden Opfern fehlt das Herz. Peter Nachtigall kämpft sich durch einen Nebel aus Gerüchten und Spekulationen. Wird er weitere Opfer verhindern können?

Franziska Steinhauer ist verheiratet, hat drei erwachsene Kinder und lebt seit 1993 in Cottbus. Nach dem Abitur studierte sie Pädagogik. Seit 2004 arbeitet sie als freie Autorin. Die Schwerpunkte ihrer literarischen Tätigkeit sind Kriminalromane und Kurzgeschichten, in und um Cottbus und den Spreewald. 2014 hat sie außerdem ein Studium in Forensik (M.Sc.) an der Technischen Universität Cottbus abgeschlossen. Das hierdurch erworbene Wissen setzt sie ein, um die in ihren Krimis beschriebenen kriminaltechnischen Untersuchungen und die Rekonstruktion von Tathergängen realitätsgetreu darzustellen. Ihre psychologisch ausgefeilten Kriminalromane ermöglichen tiefe Einblicke in das pathologische Denken und Agieren des Täters. Mit Geschick verknüpft sie mörderisches Handeln mit Lokalkolorit und dem Blick auf aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 377
    Erscheinungsdatum: 04.02.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783839246580
    Verlag: Gmeiner-Verlag
    Serie: Peter Nachtigall Bd.9
    Größe: 1285 kBytes
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Brandherz

4. Kapitel

"Und nun?"

Nachtigall wollte gerade antworten, da störte sein Handy.

"Ja, Nachtigall!", meldete er sich nach einem kurzen Blick auf das Display.

"Kerbel noch mal. Einer meiner Männer hat eine Kette im Gras gefunden. Sieht nicht so aus, als läge sie dort schon lange. Goldkettchen mit Medaillon. Außen gibt es eine Gravur: 'Für meine liebe Tochter Lilli'. Vielleicht hilft das bei der Identifizierung des Opfers."

"Danke. Bitte geben Sie die Kette an unser Team weiter. Wir suchen mal, auf welche vermisste Person der Kosename Lilli passen könnte."

Wiener sah Nachtigall fragend an: "Lilli? Liliane, Liese, Lisbeth ...?"

"Na dann. Suchen wir in der Datensammlung."

Wiener steuerte den Wagen auf die Straße zurück.

"Was mag nur in der Kiste sein? Wenn sie dem Täter gehörte, finden wir vielleicht wichtige Hinweise auf ihn darin?"

Nachtigall meinte: "Wenn sie Hinweise auf ihn enthalten sollte, hätte er sie doch nach dem Inbrandsetzen mitgenommen. Ich fürchte, wir werden etwas ganz anderes darin finden. Er wollte, dass sie vom Feuer verschont bleibt, sonst wäre sie im Haus gefunden worden und nicht in sicherer Entfernung."

"Vielleicht war es notwendig, erst die Kiste und die Materialien für seinen Brand auszuladen, um dann die Leiche aus dem Kofferraum oder Anhänger zu hieven. Als das Feuer in Gang kam, musste er eilig verschwinden, möglicherweise ist ihm der Zeuge aufgefallen, der zu der Zeit unterwegs war. Er hat sich aus dem Staub gemacht und die Kiste vergessen", schlug Wiener ein anderes Szenario vor.

"Wozu den Brustkorb aufschlitzen?", grübelte Nachtigall. "Wenn er tatsächlich Organe entnommen hat - was wollte er damit?"

"Essen", schlug Wiener trocken vor.

Der Freund schüttelte sich. "Essen? Menschliche Innereien?"

"Wer weiß, wäre doch möglich, er glaubt, er müsse das tun. Kannst du dich noch an den Typen erinnern, der meinte, er müsse menschliches Fleisch verzehren, weil er sich sonst auflösen würde? Außerirdische sin au mit im Spiel gewese. Die händ ihm ein Zeichen gebe, wenn es so weit gewese isch un er nachlege musst."

"Ja, ich erinnere mich. Ein Beispiel aus der forensischen Psychiatrie, von dem man uns erzählt hat. Das war überhaupt ein sehr sonderbarer Fall, nicht nur dieses Kannibalen wegen. Seit dieser Zeit lebt Casanova bei mir."

Wiener grinste. "Der verwöhnte Kater, der dir beim Lösen der Fälle behilflich ist!"

Im Büro angekommen, stellte Nachtigall fest, dass sich auf seinem Schreibtisch bereits die Berichte der Feuerwehr zu den Brandeinsätzen der letzten Wochen türmten.

"Wenn wir den Täter nicht schnell finden, kann ich bald nicht mehr über den Stapel rübersehen", maulte der Hauptkommissar und schlug die erste Akte auf. "Hm."

Wiener loggte sich ein und suchte in der Liste der vermissten Personen nach jemandem, den die Eltern Lilli genannt haben könnten.

Er wurde rasch fündig.

"Elisabeth Schandtke, genannt Lilli. Die Kollegen haben einen detaillierten Bericht eingestellt. Also: Die Familie wohnt in der Pestalozzistraße. Die Tochter Elisabeth ist gerade volljährig geworden, ihre große Schwester lebt im Ausland. Die ältere Tochter der Familie war eine Woche nicht erreichbar, offenbar auf einem Survivaltrip, rief nach ihrer Rückkehr aber die kleine Schwester an. Konnte sie nicht erreichen, die aufgeregten Eltern wussten auch nicht, wo das Mädchen sein könnte. Alle Anrufe bei Bekannten und Freunden blieben ergebnislos. Die Eltern meldeten Elisabeth als vermisst. Unklar ist allerdings, seit wann genau sie nicht mehr nach Hause gekommen ist. Offenbar ist sie sehr selbstständig, meldet sich nicht ab und gibt nicht Bescheid, wenn sie wieder zurück ist. Gelegentlich übernachtet sie für ein paar Tage bei Freunden - man macht sich nicht gleich Sorgen, wenn sie nicht beim Frühstück auftaucht", fasste er die Informationen zusammen, drehte

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