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Bruder Cadfael und die Entführung der Heiligen von Peters, Ellis (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 21.12.2018
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Bruder Cadfael und die Entführung der Heiligen

Die Kult-Krimi-Serie endlich als eBook! Die Abtei von Shrewsbury braucht eine Reliquie. Davon ist der ehrgeizige Prior Robert fest überzeugt. Und da die Gebeine von Heiligen nicht einfach auf der Straße liegen, leitet Robert höchstpersönlich eine Mönchsdelegation in ein weit entferntes walisisches Dorf, um die Gebeine einer wundertätigen Heiligen sicher in seine Abtei zu geleiten. Doch schon bald bedarf es Bruder Cadfaels ungewöhnlicher Scharfsinnigkeit, als unerklärliche Erscheinungen und fragwürdige Wunder die frommen Männer auf ihrer Mission behindern. Und dann geschieht im Namen der Heiligen sogar ein Mord! Der Krimi ist in einer früheren Auflage bereits unter dem Titel 'Im Namen des Heiligen' erschienen. Über die Reihe: Morde und Mysterien im finsteren Mittelalter des 12. Jahrhunderts liefern den perfekten Hintergrund für die spannenden Abenteuer des Bruders Cadfael, eines ehemaligen Kreuzritters, der sich als Mönch in die Abtei St. Peter & Paul nahe Shrewsbury zurückgezogen hat. Doch ein ruhiges Leben als Kräutergärtner und Heilkundiger ist ihm nicht vergönnt: Immer wieder muss er seine detektivischen Fähigkeiten einsetzen, um Verbrechen in der Gemeinde aufzuklären. eBooks von beTHRILLED - mörderisch gute Unterhaltung! Ellis Peters ist das Pseudonym der 1913 geborenen englischen Autorin Edith Pargeter. Ihre Bruder-Cadfael-Reihe erschien in 15 Sprachen und mehr als 20 Ländern und wurde erfolgreich von der BBC verfilmt. Ihr Wissen als Apothekenhelferin war der Ausgangspunkt für den kräuterkundigen Bruder Cadfael. Ellis Peters starb im Oktober 1995.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 275
    Erscheinungsdatum: 21.12.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732569267
    Verlag: Bastei Lübbe AG
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Bruder Cadfael und die Entführung der Heiligen

1.

An einem schönen Morgen Anfang Mai, den man mit Recht als den Beginn der sensationellen Affäre um die Gwytherin-Reliquien betrachten konnte, hatte sich Bruder Cadfael schon lange vor Sonnenaufgang erhoben, um Kohlsämlinge umzupflanzen. Seine Gedanken galten der Geburt, dem Wachstum und der Fruchtbarkeit und keineswegs irgendwelchen Gräbern und Reliquien und Ermordungen von Heiligen oder Sündern gewöhnlicher Herkunft - fehlbaren Menschen von seiner Sorte. Nichts störte seine Ruhe außer der Notwendigkeit, zur Messe hineingehen zu müssen, zumal die halbe Stunde im Kapitel meistens zehn Minuten länger dauerte als vorgesehen. Es missfiel ihm, dass er seine Zeit dafür opfern musste. Viel lieber hätte er sie hier draußen verbracht, bei einer kongenialeren Beschäftigung inmitten seiner Pflanzen, doch er durfte seine Pflichten nicht vernachlässigen. Immerhin hatte er sich offenen Auges für dieses Klosterleben entschieden, und er konnte sich nicht über die Dinge beklagen, die ihm unattraktiv erschienen, da ihm dieses Dasein ansonsten so viel Freude machte und ihm die Befriedigung schenkte, die er auch jetzt fühlte, als er sich aufrichtete und umblickte.

Er bezweifelte, dass es im ganzen Königreich einen schöneren Benediktinergarten gab oder einen, in dem noch mehr von den Kräutern wuchsen, die man als Gewürze und Arzneien verwendete. Der Großteil der Obstgärten und Ländereien, die zur Shrewsbury-Abtei von St. Peter und St. Paul gehörten, lag nördlich der Straße, außerhalb der Mönchsenklave. Aber hier, im geschützten Garten innerhalb der Klostermauern, bei den Fischteichen des Abts und dem Bächlein, das die Mühle der Abtei betrieb, herrschte Bruder Cadfael unangefochten. Vor allem das Herbarium war sein Königreich, denn er hatte es in fünfzehnjähriger Arbeit schrittweise gestaltet und um viele exotische Pflanzen bereichert, die er eigenhändig und sorgsam gezüchtet hatte. Diese Pflanzen hatte er von den Reisen mitgebracht, die ihn in seiner Jugend nach Venetien, Zypern und ins Heilige Land geführt hatten. Bruder Cadfael war erst in späten Jahren Mönch geworden - wie ein angeschlagenes Kriegsschiff, das endlich in einem stillen Hafen seine Ruhe findet. Er wusste sehr wohl, dass die Novizen und Laienbrüder während seiner ersten Klosterjahre auf ihn gezeigt und ehrfürchtig über ihn getuschelt hatten.

"Seht ihr den Bruder, der dort im Garten arbeitet - den untersetzten Burschen mit dem schlingernden Seemannsgang? Wenn man ihn so anschaut, möchte man nicht glauben, dass er in seiner Jugend an Kreuzzügen teilgenommen hat. Er war mit Godfrey de Bouillon in Antiochia, als es von den Sarazenen erobert wurde. Und er fuhr als Kapitän zur See, als der König von Jerusalem die ganze Küste des Heiligen Landes beherrschte, und er kämpfte zehn Jahre lang gegen die Korsaren! Schwer zu glauben, was?"

Bruder Cadfael selbst fand seine wechselvolle Laufbahn keineswegs ungewöhnlich. Er hatte nichts davon vergessen, und er bereute nichts. Auch sah er keinen Widerspruch in der Tatsache, dass er die vielen Schlachten und Abenteuer ebenso genossen hatte, wie er jetzt Freude an der stillen Abgeschiedenheit fand. Um der Wahrheit die Ehre zu geben - die Stille wurde mit kleinen Bosheiten gewürzt, wann immer sich eine Gelegenheit dazu ergab, ebenso, wie er seine Speisen gut gewürzt liebte. Doch er glich trotzdem einem Schlachtschiff, das zur Ruhe gekommen war und dies zu würdigen wusste. Wahrscheinlich dachten die jungen Brüder, die ihn beobachteten, dass es in einem Leben wie dem seinen auch Begegnungen mit Frauen gegeben haben musste, und keineswegs nur ritterlicher Art - und sie fragten sich sicher, ob dies die richtige Grundlage für ein mönchisches Dasein war.

Was die Frauen betraf, so hatten sie recht. Abgesehen von Richildis, die verständlicherweise keine Lust gehabt hatte, zehn Jahre lang auf seine Rückkehr zu warten, und die Frau eines braven Mannes ohne kriegerische Ambitionen, aber

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