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Bunburry - Rache ist süß Ein Idyll zum Sterben von Marchmont, Helena (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 27.03.2020
  • Verlag: beTHRILLED
eBook (ePUB)
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Bunburry - Rache ist süß

Folge 7: Alfie ist nach London zurückgekehrt und versucht, sein altes Leben wieder aufzunehmen. Aber selbst sein bester Freund Oscar kann nicht verhindern, dass er Bunburry schrecklich vermisst. Eines Abends erreicht ihn ein Hilferuf - Liz und Marge sind in Schwierigkeiten! Eine Hochzeit ist geplatzt, weil die Gäste vergiftet worden sind. Ist der berühmte Karamell der beiden alten Ladys daran schuld? Alfie beschließt, die Wahrheit ans Licht zu bringen - auch wenn sie unangenehm sein könnte ... Über die Serie: Frische Luft, herrliche Natur und weit weg von London! Das denkt sich Alfie McAlister, als er das Cottage seiner Tante in den Cotswolds erbt. Und packt kurzerhand die Gelegenheit beim Schopfe, um der Hauptstadt für einige Zeit den Rücken zu kehren. Kaum im malerischen Bunburry angekommen, trifft er auf Liz und Marge, zwei alte Ladys, die es faustdick hinter den Ohren haben und ihn direkt in ihr großes Herz schließen. Doch schon bald stellt Alfie fest: Auch wenn es hier verführerisch nach dem besten Fudge der Cotswolds duftet - Verbrechen gibt selbst in der schönsten Idylle. Gemeinsam mit Liz und Marge entdeckt Alfie seinen Spaß am Ermitteln und als Team lösen die drei jeden Fall! eBooks von beTHRILLED - mörderisch gute Unterhaltung! Helena Marchmont ist das Pseudonym von Olga Wojtas. Die schottische Schriftstellerin hat 2015 den Scottish Book Trust New Writers Award gewonnen und bereits über 30 Kurzgeschichten veröffentlicht. Auf Englisch ist ihr erster Roman 'Miss Blaine's Prefect and the Golden Samovar' erschienen, der zweite ist in Arbeit.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 136
    Erscheinungsdatum: 27.03.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732579235
    Verlag: beTHRILLED
    Größe: 1541 kBytes
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Bunburry - Rache ist süß

1 London

Der Weinkellner hielt die Flasche Rotwein hin und zeigte das Etikett.

"Möchten Sie kosten, Sir?", fragte er.

Ehe Alfie antworten konnte, sagte Oscar: "Schenken Sie einfach so schnell wie möglich ein. Wir lechzen nach der betäubenden Wirkung des Alkohols."

Merklich verdrossen füllte der Weinkellner Oscars Glas, und als er sich umdrehte, um Alfie gleichfalls einzuschenken, leerte Oscar es bereits zu einem Viertel.

"Danke, mein Bester! Das habe ich gebraucht", sagte Oscar. "Bleiben Sie in der Nähe. Ich könnte mir vorstellen, dass wir in Bälde eine zweite Flasche benötigen."

Der Kellner stellte die Flasche auf den Tisch. "Sehr gern, Sir", antwortete er, wobei sein Tonfall das exakte Gegenteil andeutete, und stolzierte davon.

"Du hast ihn verärgert", merkte Alfie an. "Er denkt, dass ein Wein, der so exorbitant teuer ist, mit mehr Respekt behandelt werden sollte."

Oscar trank noch einen Schluck und schenkte sich nach. "Mein lieber McAlister, da ich diesen exorbitanten Preis zahle, kann ich ihn behandeln, wie ich will. Und unser Kellnerfreund mag verärgert sein, doch gewiss nicht so sehr wie ich."

Alfie lachte. "Du hast gewusst, dass es eine Avantgardeproduktion ist."

"Es besteht ein Unterschied zwischen Avantgarde und Sakrileg", erklärte Oscar. "Wenn man Shakespeare aufführt, muss es Grenzen geben. Guter Gott, ich hätte nie gedacht, dass ich einmal Antonius und Cleopatra auf Segways über die Bühne sausen sehe! Ich wäre rausgegangen, hätten wir nicht in der Mitte der Reihe gesessen."

"Ich hätte dich nicht rausgelassen", entgegnete Alfie ruhig. "Es wäre unhöflich gegenüber den Schauspielern gewesen. Wie hättest du dich gefühlt, wenn jemand hinausgegangen wäre, als wir Ernst sein ist alles aufgeführt haben?"

"Ich hätte angenommen, dass er zu einem familiären Notfall gerufen wurde", entgegnete Oscar. "Du und ich waren herausragend. Und wir waren nicht auf Segways."

In jener Laienproduktion waren sich Alfie und Oscar erstmals begegnet. Und seither verband sie eine untypische Freundschaft: Alfie, der Selfmade-Man, der von einer alleinerziehenden Mutter im Londoner East End großgezogen wurde; Oscar de Linnet, der träge Aristokrat, der von jeher ein privilegiertes Leben führte. Oscar hatte keinerlei Hemmungen, seine exzentrischen Neigungen auszuleben, wie etwa die, dass er ausschließlich via Festnetzanschluss telefonierte, weil er nicht riskieren wollte, dass eine Verbindung abbrach.

Zudem vermutete Alfie, dass dieser Oscar des einundzwanzigsten Jahrhunderts sich für eine Reinkarnation des großen Oscar Wilde hielt. Folglich könnte er vielleicht mit einem Wilde-Zitat zu ihm durchdringen.

"'Wenn ein Mann alt genug ist, Fehler zu machen, sollte er auch alt genug sein, das Richtige zu tun'", bemerkte Alfie.

Oscar zog eine Augenbraue hoch. "Ich nehme da eine versteckte Zurechtweisung wahr, mein Freund."

"Eventuell könntest du deinen Wein trinken, anstatt ihn zu kippen?"

Theatralisch erhob Oscar sein Glas, musterte die Farbe des Weins und schwenkte ihn nachdenklich.

"Und jetzt zur Beurteilung des Bouquets", sagte er und schnupperte intensiv. Er hielt inne. "Ah!" Nun nahm er einen Schluck, behielt ihn zunächst im Mund und stellte das Glas sorgfältig wieder ab, bevor er schluckte. "Ich muss sagen, Alfie, der ist wirklich etwas sehr Besonderes."

Oscar winkte dem Weinkellner, der sichtlich widerwillig zu ihrem Tisch kam.

"Noch eine Flasche, Sir?"

"Auf keinen Fall!", antwortete Oscar. "Diesen Wein muss man genießen, nicht wie Limonade herunterkippen. Ich möchte mich entschuldigen, weil ich ihn falsch behandelt habe. Und auch wenn das Folgende keine Entschuldigung sein soll - doch ich war dabei, mich von einem äußerst traumatischen Erlebnis zu erholen."

"Es tut mir leid, das zu hören, Sir. Ich hoffe, jetzt ist alles gut."

"Nun, es war nicht

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