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Bunburry - Schlechter Geschmack ist tödlich & Tod eines Charmeurs Ein Idyll zum Sterben von Marchmont, Helena (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.08.2020
  • Verlag: beTHRILLED
eBook (ePUB)

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Bunburry - Schlechter Geschmack ist tödlich & Tod eines Charmeurs

Der zwielichtige Farmer Nigel Edwards wurde ermordet - angeblich von Betty! Alfie will ihre Unschuld beweisen, nur ist das Ermitteln auf einer Farm nicht so einfach, wenn man panische Angst vor Kühen hat ... Mario Bellini will die Cotswolds erobern - mit seinem unwiderstehlichen Charme und der besten Eiscreme in ganz England! Doch dann wird der attraktive Unternehmer tot aufgefunden. War es Mord? Alfie will herausfinden, wer den charmanten Frauenhelden umgebracht hat. Helena Marchmont ist das Pseudonym von Olga Wojtas. Die schottische Schriftstellerin hat 2015 den Scottish Book Trust New Writers Award gewonnen und bereits über 30 Kurzgeschichten veröffentlicht. Auf Englisch ist ihr erster Roman MISS BLAINE'S PREFECT AND THE GOLDEN SAMOVAR erschienen, der zweite ist in Arbeit.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 230
    Erscheinungsdatum: 28.08.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732590230
    Verlag: beTHRILLED
    Originaltitel: Bunburry
    Größe: 2029 kBytes
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Bunburry - Schlechter Geschmack ist tödlich & Tod eines Charmeurs

2. Der Sonntagslunch

Alfie nahm das Päckchen Chia-Samen mit und gab es Liz und Marge, die ihnen bereits einen Tisch im vollen Pub gesichert hatten.

Marge beäugte das Paket finster. "Oh", sagte sie. "Das ist nicht, was ich mir erhofft hatte."

Alfie setzte sich ihr gegenüber hin. "Das ist Superfood", erklärte er. "Voller Proteine, Ballaststoffe und gesunder Fette. Man kann es auf Cornflakes streuen oder in Smoothies."

"Ich weiß, was Chia-Samen sind, vielen Dank", entgegnete sie spitz. "Aber wir hatten auf der Post gewettet. Ich dachte, dass es Wildreis ist, und Liz hat auf Macadamia-Nüsse getippt. Jetzt sehe ich meine fünfzig Pence nie wieder."

"Ich glaube, keiner hat auf Chia-Samen gewettet", sagte Liz. "Das Geld wandert folglich in die Spendendose."

Alfie starrte die beiden an. "Verzeihung, es lief eine Wette auf den Inhalt von Oscars Paket?"

"Da laufen immer welche", antwortete Marge. "Seit Dorothy gesagt hat: 'Ich wette, das ist Zitronengras', und es stimmte. Wie wäre es, wenn du dir nächstes Mal vorher von Oscar verraten lässt, was er dir schickt, und wir teilen uns den Gewinn?"

Liz hüstelte warnend. "Marge, meine Liebe, denk an die Regeln. Jeder, der mit Alfie über die Pakete redet, wird sofort disqualifiziert."

Marge tätschelte Alfies Hand. "Na gut, dann sag kein Wort darüber. Schreib mir einfach eine Textnachricht. Und du kannst Oscar ausrichten, er soll nicht so unverschämt bei der Adresse sein. Was hat er diesmal geschrieben? Zum maroden Schuppen? So darf man nicht von Windermere Cottage reden. Ginge es um Betty Thorndikes Haus, ja dann ..."

Alfie warf ihr einen prüfenden Blick zu, doch sie sah wie der Inbegriff der Unschuld aus. Ediths Fantasiegespinst, Betty wäre seine Freundin, hatte im Dorf die Runde gemacht. Und Alfie hatte gegenüber Liz und Marge diesem Gerücht nicht widersprochen, weil er hoffte, dass sie dann aufhören würden, ihn mit Emma verkuppeln zu wollen.

"Was stimmt damit nicht?", fragte er.

"Na, passend zu ihren Ansichten ist es, als würde man wieder im 19. Jahrhundert leben. Lauter Wachskerzen und keine modernen Geräte, die einem die Arbeit im Haus erleichtern. Mich wundert, dass wir sie nicht unten am Fluss ihre Wäsche waschen sehen."

"Oder, noch besser, sich selbst", murmelte Alfie gerade laut genug, dass sie ihn hören konnten. Dann ergänzte er in normaler Lautstärke: "Ich glaube nicht, dass eine Parteimitgliedschaft bei den Grünen automatisch bedeutet, man müsse im 19. Jahrhundert verharren. Heutzutage gibt es grüne Energie. Aber ist es nicht irgendwie bewundernswert, wenn jemand seine Bequemlichkeit zugunsten seiner Prinzipien opfert?"

Marge schniefte. "Du nennst es bewundernswert, ich nenne es bekloppt. Dann magst du ihr Cottage also?"

Alfie hatte kein Problem damit, sie in die Irre zu führen, aber die Vorstellung, sie geradewegs anzulügen, gefiel ihm überhaupt nicht.

"Ich kenne es nicht", gestand er und wappnete sich für den triumphierenden Blick, den die Damen gleich wechseln würden.

Doch Liz war abgelenkt. "Marge, meine Liebe", flüsterte sie, "wer ist das da bei Emmas furchtbarem Sergeant?"

Es verblüffte Alfie immer wieder, welche offene Verachtung Liz, einer der sanftesten und freundlichsten Menschen, denen er je begegnet war, für den hiesigen Polizisten an den Tag legte. Nicht, dass er widersprechen würde; er konnte Sergeant Harold Wilson genauso wenig leiden - erst recht nicht, seit der ihn verhaftet hatte.

Marge wandte sich um und starrte zu dem Polizisten und seinem Tischnachbarn, wobei sie vorgab, das Gemälde von den Jagdhunden an der Wand zu betrachten, das sie an die tausendmal gesehen haben dürfte. Dann drehte sie sich wieder um und schnalzte mit der Zunge. "Also wirklich, Liz, erkennst du ihn denn nicht wieder?"

"Nein, meine Liebe, sonst würde ich ja nicht fragen", entgegnete Liz, die wieder ruhig und gefasst wie

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