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Bunburry - Tod eines Charmeurs Ein Idyll zum Sterben von Marchmont, Helena (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 31.05.2019
  • Verlag: beTHRILLED
eBook (ePUB)
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Bunburry - Tod eines Charmeurs

Folge 4: Mario Bellini ist bereit, die Cotswolds zu erobern - mit der besten Eiscreme ganz Englands und mit seinem unwiderstehlichen Charme! Doch dann liegt der attraktive Unternehmer eines Morgens tot auf den Stufen des indischen Pavillons mitten in Bunburrys Park. Ein tragischer Unfall? Oder vielleicht doch ein Mord? Alfie will herausfinden, wer den charmanten Frauenhelden umgebracht haben könnte und zählt dabei fest auf die Unterstützung von Liz und Marge. Doch Liz scheint abgelenkt ... Ist die alte Dame etwa selbst in krumme Geschäfte verwickelt? Über die Serie: Frische Luft, herrliche Natur und weit weg von London! Das denkt sich Alfie McAlister, als er das Cottage seiner Tante in den Cotswolds erbt. Und packt kurzerhand die Gelegenheit beim Schopfe, um der Hauptstadt für einige Zeit den Rücken zu kehren. Kaum im malerischen Bunburry angekommen, trifft er auf Liz und Marge, zwei alte Ladys, die es faustdick hinter den Ohren haben und ihn direkt in ihr großes Herz schließen. Doch schon bald stellt Alfie fest: Auch wenn es hier verführerisch nach dem besten Fudge der Cotswolds duftet - Verbrechen gibt selbst in der schönsten Idylle. Gemeinsam mit Liz und Marge entdeckt Alfie seinen Spaß am Ermitteln und als Team lösen die drei jeden Fall! eBooks von beTHRILLED - mörderisch gute Unterhaltung! Helena Marchmont ist das Pseudonym von Olga Wojtas. Die schottische Schriftstellerin hat 2015 den Scottish Book Trust New Writers Award gewonnen und bereits über 30 Kurzgeschichten veröffentlicht. Vor Kurzem ist auf Englisch ihr erster Roman 'Miss Blaine's Prefect and the Golden Samovar' erschienen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 124
    Erscheinungsdatum: 31.05.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732563289
    Verlag: beTHRILLED
    Größe: 3286 kBytes
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Bunburry - Tod eines Charmeurs

1. Besucher im Dorf

"Liz, ich schwöre, dass er der bestaussehende Mann ist, den ich in meinem ganzen Leben gesehen habe."

Alfie brachte gerade rechtzeitig die Teesachen ins Wohnzimmer, um Marge zu hören, wie sie ihrer Freundin und Geschäftspartnerin etwas vorschwärmte.

Er lächelte der zierlichen weißhaarigen Frau zu, die auf der Kante des schwarzen Ledersessels hockte. "Redest du mal wieder über mich?"

Sie schnaubte, lächelte aber dabei. "Bilde dir bloß nichts ein, mein Junge."

"Marge, meine Liebe, das ist unfreundlich und unfair", sagte Liz. "Ich finde Alfie sehr gut aussehend, und dasselbe habe ich auch schon häufig von dir gehört."

Marge blinzelte durch ihre riesigen Brillengläser zu Alfie auf. "Er sieht recht passabel aus; doch, das stimmt."

"Vielen Dank, sehr freundlich", murmelte Alfie.

"Aber er ist auf herkömmliche Weise gut aussehend. Mario sieht wie ein Filmstar aus. Rabenschwarzes Haar, Zähne so weiß wie ..." Sie suchte nach dem richtigen Vergleich.

"Schnee?", schlug Alfie vor und stellte das Tablett auf einen von Tante Augustas Beistelltischen.

"Es sind wunderschöne Zähne", betonte Marge.

Alfie schenkte Tee in die von ihm erst kürzlich entdeckten Tassen ein, die ein skandinavisches Design hatten. "Mit jemandem, der Mario heißt, kann ich nicht mithalten. Erst recht nicht mit einem Mario, der auch noch wunderschöne Zähne hat." Er reichte Liz eine Tasse.

"Oh, Gussies Geschirr!", sagte sie verzückt. "Das war in den Sechzigern so modern!"

"Ich habe es in einem Karton in einem Schrank gefunden", erzählte Alfie. "Bisher bin ich immer noch nicht alle ihre Sachen durchgegangen." Seine verstorbene Tante war sogar noch älter gewesen als Liz und Marge, doch während sich die beiden in puncto Geschmack in Richtung Chintz-Vorhänge und feines Porzellan mit Rosenmuster orientierten, hatte Tante Augusta ihren ganz eigenen Stil gehabt. Die psychedelische Wohnzimmertapete mit ihren wilden Wirbeln in Schwarz, Weiß, Pink und Lila jagte Alfie nach wie vor Schauer über den Rücken, und das avocadogrüne Bad konnte er absolut nicht leiden. Er hatte allerdings noch nichts dagegen unternommen, denn ihm grauste vor dem Chaos einer umfassenden Renovierung. Also verbrachte er die meiste Zeit in der bunt gefliesten Küche oder im Schlafzimmer, das ein wahrer Ruhepol war.

Er gab Marge ihren Tee und setzte sich in den noch freien Sessel. "Nun will ich mehr über diesen schönzahnigen Mario hören."

Marge seufzte wehmütig. "Umwerfend und durch und durch charmant. Perfekte kontinentale Manieren. Er ist Italiener."

"Ist er ein Verwandter von Carlotta?", erkundigte sich Liz.

"Das glaube ich nicht", antwortete Marge. "Sie haben zusammen Italienisch geplappert, aber sie hat ihn genauso bedient wie jeden anderen Gast."

"Hast du ihn im Horse getroffen?", fragte Alfie.

Marge strahlte. "Ja. Und er hat mir einen Gin Tonic spendiert."

"Na, da hätten wir es", sagte Liz. "Andere Leute brauchen vielleicht sehr viel Bier, um sich jemanden schönzutrinken, bei Marge hingegen tut's ein Gin Tonic. Man braucht ihr nur einen Drink auszugeben, und schon sieht sie Cary Grant vor sich."

Marges Erwiderung wurde abgewürgt, denn Alfies Handy klingelte. Er sah, dass es Sasha war, und murmelte: "Nicht schon wieder", während er das Gespräch wegdrückte.

"Telefonverkäufer?", fragte Liz.

Ein Telefonverkäufer wäre weniger penetrant als Sasha und Sebastian. Das wurde allmählich ermüdend. Er hatte ihnen klar und deutlich gesagt, dass er kein Interesse an ihrer Geschäftsidee hatte. Doch mit Einzelheiten musste er Liz und Marge wahrlich nicht langweilen.

"Londoner Bekannte. Sie haben vorgeschlagen, mich in Bunburry zu besuchen, und ich habe ihnen gesagt, dass ich keine Besucher empfangen kann, weil ich das Cottage renoviere."

Ob dieser unverfrorenen Lüge schnalzte Liz tadelnd mit der Zunge.

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