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Caddielove Ein Fall für Mayer & Katz von Naber, Sabina (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 05.02.2014
  • Verlag: Gmeiner-Verlag
eBook (ePUB)
9,99 €
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Caddielove

Explosion auf einem Wiener Golfplatz, Leichen im Keller des Clubmanagers und eine junge Profigolferin, deren selbst ernannter Beschützer seine Aufgabe etwas zu ernst nimmt - Chefinspektor Katz und Gruppeninspektorin Mayer tappen verwirrt durch die ihnen unbekannte Welt des Golfs und die dunkle Vergangenheit einiger Clubmitglieder, können einen weiteren Mord nicht verhindern. Erst als sie die ihnen zunehmend klarer werdenden Regeln des Spiels verinnerlichen, nehmen sie die Spur des Täters auf. Sabina Naber absolvierte ihr Studium in Wien und blieb seitdem der Donaumetropole treu. Nach Stationen als Regisseurin, Journalistin und Drehbuchautorin veröffentlichte sie 2002 bei Rotbuch ihren ersten Roman rund um die Wiener Kommissarin Maria Kouba, von der mittlerweile sechs Abenteuer erschienen sind. Eine ihrer zahlreichen Kurzgeschichten, 'Peter in St. Paul' (Milena-Verlag), wurde 2007 mit dem Friedrich-Glauser-Preis ausgezeichnet. Sie fungiert auch als Herausgeberin von Anthologien und arbeitet seit Kurzem als Trainerin (www.giblautwerdedu.at); Details siehe www.sabinanaber.at.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 341
    Erscheinungsdatum: 05.02.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783839243589
    Verlag: Gmeiner-Verlag
    Serie: Gmeiner Original Bd.2
    Größe: 3621 kBytes
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Caddielove

STELLA / 1

Ich muss meine Emotionen in den Griff bekommen. Ich muss mein Selbstbild ins Positive rücken. Das Selbstbewusstsein – der 15. Schläger.

Sehr schön. Und jetzt sitze ich da, an der Bar im Club, und schreibe wie ein Baby Tagebuch. Jeff hat mich dazu verdonnert. Ich muss das alles unbedingt mit einem Kennwort schützen. Lisa borgt sich ja ständig mein Tablet aus, und wer weiß, ob sie nicht herumschnüffelt. Oder es einmal eingeschaltet liegen lässt. Irgendjemand es sich schnappt. Und es wäre extrem peinlich, wenn das jemand liest. Golfhoffnung hadert mit schlechtem Abschlag – oder so. Lese ich förmlich schon in den Clubnachrichten. Irgendein Witzbold schummelt das sicher hinein.

Okay, ich will Profi werden. Und ich bin am besten Weg dazu. Naja, eigentlich bin ich es schon, wenn man es genau betrachtet. Aber ich sehe das noch nicht so. Dieses Jahr muss ich gut überstehen, nein, sehr gut überstehen, dann ...

Und als Profi, da muss man leiden können, das sagt auch Mama. Und sie weiß, wovon sie spricht. Ständig das Üben, wenn sie einmal nicht auf Tournee ist. Quält nicht nur mich :)

Also Tagebuch. Pah, das letzte Mal habe ich so etwas noch mit der Hand geschrieben und war neun Jahre alt. Hat mich immer gelangweilt, weil ich es blöd gefunden habe, mir selber zu erzählen, was ich erlebt habe. Daher seit acht Jahren nichts mehr. Aber jetzt weiß ich wenigstens, über was ich schreiben soll. Ich muss mir die positiven Schläge ins Gedächtnis rufen, hat Jeff gesagt, denn die vergesse ich immer. Das Bild von den miesen legt sich über all die kommenden Schläge und versaut die. Stimmt. Er ist wirklich der beste Pro ever. Ist zwar nicht seine eigene, diese Erkenntnis, ich weiß, dass es da auch Bücher gibt, habe ja selber schon wahnsinnig viele gelesen, und es gibt total gute Kollegen von ihm wie den Rotella, die genau das sagen. Aber Rotella ist nicht da, der hält dem Tiger oder sonst einer Granate das Händchen, und sinnig klingt das Ganze schon. Also vertrau ich Jeff einmal. Bis jetzt hat ja alles gestimmt, was er gesagt hat.

Denk nach der Runde nicht mehr an die schlechten Schläge, sondern nur mehr an die guten! Sehr schön. Was war da heute? Gleich der Abschlag am 1er. Gigamäßig. Über 210 und gerade wie ein Lineal. Aber viel mehr war da heute nicht drin. Bin in einem Flight gegangen, weil Jeff meint, man muss auch lernen, dass man sich von den anderen nicht ablenken lässt. Sonst hat man im Turnier den vollen Stress. Und bei meinem ersten PGA hat sich das auch schon gezeigt. Ich war so steif, als hätte ich noch nie einen Schläger in der Hand gehabt. Ich will gar nicht mehr daran denken. Beim zweiten war es zwar besser, aber – gut, reden wir nicht mehr davon. Jetzt muss ich einmal pro Woche mit irgendwelchen Leuten auf die Runde gehen. Ganz normal als Übung, natürlich ohne Wertung. Gut so, denn bei diesen Runden zeichne ich mich wirklich nicht aus. Bei all dem Training, und ich bin jetzt schon oft bei sechs Stunden am Tag, ist das der schlimmste Teil. Gut, Jeff hat ja recht. Mein großes Problem ist, dass ich mir manchmal von den anderen ihr Spiel aufdrängen lasse. Ich weiß zum Beispiel, dass ich besser bin, wenn ich tendenziell meine Annäherungen flach halte. Und was tue ich? Ich chippe, als ob ich die Sonne treffen wollte, nur weil diese Hamburgerin es getan hat. Das hohe ist ihr Spiel, und meins ist anders. Rein damit ins Hirn!!!!

Aber das ist ja leider nicht alles, wenn ich ehrlich bin. Ticks. Sie können mich total nervös machen. Eigentlich lächerlich, aber dann habe ich zum Beispiel beim Cup in Agadir irgendwann nur mehr daran gedacht, wie ich der Schwedin die H&au

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