text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Chase Jagd auf die stumme Dichterin von Dellenbusch, Thomas (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 29.09.2017
  • Verlag: Kopfkino-Verlag Thomas Dellenbusch
eBook (ePUB)
2,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Chase

Ein rätselhaftes Gedicht versetzt die Hamburger Unterwelt in Panik: Enrique 'Rique' Allmers ist Inhaber eines Hamburger Security Unternehmens. Als ihn am Fischmarkt eine junge Frau umrennt, beschützt er sie vor ihren Verfolgern. Die beiden fliehen, aber man ist ihnen schon mit Verstärkung auf den Fersen. Rique weiß nicht, wer sie ist oder wer ihre Verfolger sind. Auch weiß er nicht, warum man hinter ihr her ist. Denn sie spricht nicht mit ihm ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 126
    Erscheinungsdatum: 29.09.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783962555276
    Verlag: Kopfkino-Verlag Thomas Dellenbusch
Weiterlesen weniger lesen

Chase

1

Enrique Allmers war auf dem Weg ins La Vela , als ihn die junge Frau über den Haufen rannte. Er hatte sie nicht kommen hören. Sie war durch den Torbogen gekommen, der den Fischmarkt mit der Buttstraße verband, gerade als Enrique daran vorbei schlenderte und ihren Laufweg kreuzte. Sie prallte ungebremst gegen ihn, riss ihn um und purzelte ihrerseits über den fallenden Männerkörper, der so plötzlich und unverhofft vor ihr aufgetaucht war. Als sich beide wieder aufrappelten, bemerkte Enrique, warum er den Laufschritt der Frau nicht hatte hören können. Sie trug keine Schuhe!

Sie war barfuß.

In Sekundenbruchteilen scannte er das Wichtigste, wie er es gewohnt war. Anfang bis Mitte zwanzig, schulterlanges dunkles Haar. Knielanges dunkles Kleidchen.

Unverletzt, abgehetzter, angsterfüllter Blick.

Aber diesmal, noch bevor er etwas sagen konnte, hörte er Laufschritte, die sich ebenfalls aus der Buttstraße näherten und immer lauter wurden. Er hörte, dass es vier Füße waren, die in festem Schuhwerk über das Pflaster hetzten.

Die junge Frau in dem Kleidchen schaute zunächst noch einmal kurz in jene Richtung, in der sie unterwegs gewesen war, schlug sich aber offensichtlich jeden Gedanken an eine Fortsetzung ihrer Flucht aus dem Kopf. Stattdessen ergriff sie Enriques Arm und zog seinen Körper schützend vor sich.

Dann waren die Männer auch schon da.

Enrique Allmers kannte diese Typen. Groß, breitschultrig, kurz geschorene Haare, fetter runder Kopf. Teure schwarze Anzüge, schwarze Westen, schwarzer Schlips. Funk- oder Telefonstöpsel im Ohr. Die Halfter der Waffen unter den Jacketts waren zwar erstaunlich schmal, aber sie entgingen ihm nicht. Dafür war sein Blick zu geschult. Außerdem überraschte es ihn keineswegs, dass die beiden Männer nicht außer Atem waren. Sehr gute Kondition.

Enrique spürte, wie die schmalen Hände zitterten, die sich an ihn klammerten.

"Mach, dass Du verschwindest", forderte der rechte der beiden Verfolger ihn rüde auf.

"Was ist los?", flüsterte Enrique der Frau zu, die hinter seinem Rücken in Deckung blieb, aber er bekam keine Antwort. Stattdessen meldete sich der zweite Mann zu Wort:

"Hörst Du schlecht? Verschwinde!"

Mit einem schnellen und geübten Griff seiner linken Hand löste er behutsam die Finger der Frau, die sich bis dahin immer noch an seinen Oberarm geklammert hatten. Dann ließ er sie zurück und machte einen Schritt auf die Männer zu.

"Wenn ihr euch in meine Lage versetzt, werdet ihr verstehen, dass ich jetzt unmöglich gehen kann", sagte er in einem ruhigen und gelassenen Ton. Die beiden Spürhunde sahen sich zunächst verwundert an, dann kamen sie auf ihn zu. Langsam vergrößerte sich dabei der Abstand zwischen ihnen, um Enrique zwei unabhängige Fronten anzubieten. Er jedoch registrierte beruhigt, dass keiner von ihnen Anstalten machte, die Waffe aus dem Schulterhalfter zu ziehen. Sie waren wohl davon überzeugt, ihn einschüchtern oder notfalls mit einem Rempler oder auch einem Schlag aus dem Weg räumen zu können.

Aber da sollten sie sich täuschen.

Als sie nah genug heran gekommen waren, sprang er aus dem Stand durch eben jene Lücke, die die beiden absichtlich zwischen sich hatten entstehen lassen. Sie aber taten genau das, was er einkalkuliert hatte. Sie drehten sich zu ihm um.

Diesen Moment nutzte Enrique Allmers aus. Er traf den rechten der beiden mit einem kräftigen Schwinger an der Schläfe, so dass dieser drohte, wie ein nasser Sack auf das Pflaster zu fallen. Aber Enrique ergriff ihn sofort unter den Armen und hielt ihn in einer aufrechten Position, so dass der Mann ihm als Schutzschild diente.

Er griff schnell mit seinen Fingern unter das Jackett des Bewusstlosen, zog dessen Waffe aus dem Halfter und richtete sie unter den Armen seines Opfers hindurch auf dessen Partner. Die ganze Aktion hatte keine drei Sekunden in Anspruch genommen, so dass dies

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen