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Cleo und der Kommissar von Lange, Heike (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 05.10.2016
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Cleo und der Kommissar

Ein Unbekannter verschafft sich Zutritt zu den Wohnungen alleinstehender Frauen. Er tötet sie, drapiert die Toten auf makabre Weise und hinterlässt eine Tarotkarte am Tatort. Kommissar Steiner steht vor einem Rätsel, denn der Täter schlägt scheinbar wahllos zu. Der Fall scheint unlösbar - bis der Mörder den Weg der Detektivkatze Cleo kreuzt. Nun ist ihm eine Ermittlerin auf den Fersen, deren sieben Sinne jeder Spurensicherung überlegen sind. Doch der Täter kann nur gefasst werden, wenn Katze und Kommissar zusammenarbeiten ... Begleiten Sie Cleo bei einem humorvoll und spannend erzählten Kriminalfall, der das Leben der Detektivkatze auf den Kopf stellt. Ein Thriller für Katzenfreunde.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 224
    Erscheinungsdatum: 05.10.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783743168732
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 434 kBytes
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Cleo und der Kommissar

1. Kapitel

War das eine Nacht! Abgekämpft, nass und frierend, müde und hungrig war ich durch das offene Klofenster hereingekommen - mein üblicher Weg, wenn ich von draußen kam. Ich schlich durch den Flur zur Küche. Mein Fressnapf war blitzeblank sauber und ... leer! Das konnte ich schon von Weitem riechen, trotzdem ging ich hin und sah hinein. Vom Boden des Edelstahlfutternapfes starrte mir ein enttäuschtes Katzengesicht entgegen, das mir nur bedingt ähnlich sah, denn es war durch die Rundung des Napfes verzerrt und verzogen. Ich inspizierte die Küche. Alles war aufgeräumt; nichts Fressbares lag herum. Der Vorratsschrank war nicht aufzukriegen, seit mein Frauchen, sie heißt übrigens Sarina, ihn mit einem Gummiband gesichert hatte. Den Kühlschrank hatte ich noch nie aufbekommen, obwohl ich es schon etliche Male versucht hatte. Ich wusste, dass Sarina dort die leckersten Sachen versteckte. Aber beim Backofen hatte ich schon zwei- oder dreimal Glück gehabt. Also versuchte ich es dort noch einmal. Ich hängte mich an den Griff und in dem Moment, als die Ofenklappe nach unten schwang, sprang ich weg. Geschafft! Der Backofen war offen ... und leer. Mist. Einmal hatte ich einen kalten Braten darin gefunden, der schon in Scheiben aufgeschnitten war. Ich hatte eine Scheibe nach der anderen herausgezerrt und verputzt, bis ich so voll war, dass ich kaum noch auf die gepolsterte Eckbank springen konnte, um mein Verdauungsschläfchen zu halten. Je mehr ich an dieses Festmahl zurückdachte, umso lauter knurrte mein Magen. Es nützte nichts, ich musste mein Frauchen in die Küche holen.

Es war noch ganz still im Haus. Ich trottete also wieder den Flur entlang und fand die Schlafzimmertür angelehnt. Ich drückte mit der Pfote dagegen. Der Türspalt wurde breiter und ich schlüpfte hindurch. Ich sprang auf das Bett, setzte mich aufs Kopfkissen und betrachtete mein Frauchen. Sarina war Ende zwanzig und der hübscheste Langbeiner, den ich je gesehen hatte. Besonders ihre Augen gefielen mir. Sie waren denen einer Katze nicht ganz unähnlich. Aber jetzt waren ihre Augen zu. Sie schlief noch fest, aber ich fand, es war Zeit, aufzustehen. Schließlich musste sie sich um mich kümmern. Ich war ihre Katze! Und ich hatte jetzt Hunger. Vorsichtig tippte ich mit der Pfote ihre Nase an. Keine Reaktion. Dann drückte ich ihr meine kalte, feuchte Nase ins Gesicht. Das klappte meistens, aber heute drehte sie sich weg und ich sah nur noch ihr goldblondes verwuscheltes Haar. Die Decke hatte sie vorsorglich bis zum Hals hinaufgezogen. Kein Arm oder Bein ragte darunter hervor, mit dem ich hätte kuscheln können. Also stieg ich auf den Hügel, den ihr Körper unter der Bettdecke formte, und begann, zu trampeln und zu pföteln und verpasste ihr eine Rückenmassage allererster Güte. Mürrische Laute von sich gebend, drehte sie sich unter der Bettdecke. Es hatte den Anschein, als ob sie noch nicht gewillt war, munter zu werden. Ich überlegte, wie ich sie am schnellsten aus dem Bett kriegen könnte. Das Bett hatte eine Umrandung, die aus Schränken und einem über dem Kopfende befindlichen Regal bestand. Hier hatte Sarina ein paar Kristallsachen aufgestellt, eine hübsche Schale, ein Kerzenständer, eine kleine Vase. Ich sprang auf das Regal und schob mit der Pfote eines der Kristallteile in Richtung Abgrund. Das kratzende Geräusch, das das Kristall auf dem Regalbrett verursachte, ließ sie normalerweise aus den tiefsten Träumen hochfahren. Wie gesagt, normalerweise. Heute nicht. Pech gehabt. Ich schob das Dekoteil weiter, es stürzte ab, landete aber weich auf dem Kissen - eine Handbreit neben Sarinas Kopf. Keine Reaktion. Sie schlief tief und fest. Nachdem Nase antippen, Rückenmassage und der Kristallteiltrick fehlgeschlagen waren, blieb mir nur noch eine letzte, drastische Maßnahme, um sie wach zu kriegen. Ich sprang auf den Nähmaschinentisch, der in einer Ecke des Schlafzimmers stand, und von dort auf den Kleiderschrank, der bis knapp

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