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Clint Morgan, Triff den Tod in Corralitos von Erichsen, Uwe (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.03.2017
  • Verlag: Uksak E-Books
eBook (ePUB)
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Clint Morgan, Triff den Tod in Corralitos

Der Ex-Pinkerton-Agent Thomas Coyne hat einen dicken Fisch an der Angel. Es geht um verdammt viel Geld, und dafür braucht er einen Partner, der für ihn die Kastanien aus dem Feuer holt. Coynes Wahl fällt auf den Revolvermann Clint Morgan, weil er überzeugt davon ist, dass Morgan diesen Höllenjob in Mexiko ohne Probleme erledigen wird. Als Morgan jedoch erkennt, dass Coyne ihn austricksen will, gibt es für ihn nur noch eins: er muss diese Sache klären - und zwar auf seine Weise. Coyne weiß nicht, dass Morgan gefährlicher ist als eine Ladung Dynamit. Das bekommt er sehr bald am eigenen Leib zu spüren. Denn wer einen Mann wie Clint Morgan betrügen will, der hat sein eigenes Todesurteil bereits unterschrieben ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 190
    Erscheinungsdatum: 04.03.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783738908558
    Verlag: Uksak E-Books
    Serie: Clint Morgan Bd.3
    Größe: 779kBytes
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Clint Morgan, Triff den Tod in Corralitos

1.

Selbst im totenähnlichen Schlaf verfolgte ihn noch das Lachen der fetten Hure, und wenn er nicht so müde - und so besoffen - gewesen wäre, hätte er mitgelacht. Großer Gott, was war das für eine Nacht gewesen! Und was für eine großartige Party!

Er schlief wie ein Klotz. Er lag auf dem Bauch, das harte Gesicht zur Seite gedreht, den nackten narbigen Rücken den Blicken des Mannes preisgegeben, der das Zimmer lautlos betreten hatte. In der herabhängenden rechten Hand lag ein schwerer, langläufiger Remington. Geräuschlos bewegte sich der Fremde auf das Bett zu. Kühle Luft drang durch das halb geöffnete Fenster, und doch stank es im Zimmer wie in einer Baracke voller Streckenarbeiter.

Morgan hatte nach der Orgie noch eine halbvolle Flasche Whisky mit aufs Zimmer gerettet. Sie lag jetzt leer am Boden. Die fette Hure hatte er unten davongejagt. Er hatte es zuerst mit einem kleinen hellhäutigen Ding getrieben, dann mit einer üppigen Rothaarigen, und zum Schluss hatte er es mit der Dicken versucht. Bei dem Versuch war es geblieben. Aber sie hatte sich nicht abschütteln lassen, auch nicht, als er ihr sein letztes Geld zwischen die kürbisgroßen Brüste gesteckt hatte. Berufsehre, vermutete Morgan. Sie war erst lachend abgezogen. als der Hotelportier drohte, die Hunde auf sie zu hetzen. Lachend war das fette Weib verschwunden. Mit seinem letzten Geld, dem schäbigen Rest von zweitausend Dollar.

O verflucht, nie wieder würde er einen Job für zweitausend Dollar annehmen! Okay, okay, der alte Mann hatte ihm leid getan, und die Kohlen waren leicht verdient. Zwei Tage auf der Bahn, ein Ritt von vierzehn Stunden am Ufer des Green River entlang, das war alles. Es war nicht einmal ein Schuss gefallen. Es ging um eine alte Schuld. Der Oldtimer hatte einmal einem Burschen, der seine Tochter heiraten wollte, mit fünfzehntausend Dollar aus der Patsche geholfen - mit allem, was er hatte. Der Schweinehund hatte die Dollars genommen, die Tochter aber sitzenlassen, und sich oben in Wyoming eine Ranch gekauft, wo er den mächtigen Rinderbaron mimte, während der Oldtimer in Starkville, Colorado, durch die Saloons zog und Drinks schnorrte.

Der alte Kerl hatte Morgan seine Lebensgeschichte erzählt. Die Sache mit den fünfzehntausend, und das tragische Ende seiner Tochter, die bei einem Eisenbahnunglück ums Leben gekommen war, drei Tage, nachdem sie einen jungen Geologen geheiratet hatte. Aus einer sentimentalen Gefühlsregung heraus hatte Morgan eingewilligt, als der Alte ihm vorschlug, das Geld für ihn zu kassieren. Der Oldtimer hatte ihn dabei so traurig, so hoffungslos angesehen, dass Morgan gar nicht anders konnte. Halbe-Halbe, hatte der Alte geboten, und Morgan hatte die Dollars geholt. Der betrügerische Strolch von Rancher hatte das große Zittern gekriegt, als er die eiskalten Augen des Mannes mit den breiten Schultern, der gewölbten Brust und den schmalen Hüften plötzlich vor sich sah, mitten in der Nacht und in seinem Schlafzimmer.

Morgan hatte nur zweitausend Dollar von dem Geld behalten, kaum mehr als ein Trinkgeld. Und das hatte er in einer einzigen wüsten Nacht verjubelt. In den Bars an der Bahnstation von Starkville. Weil es sich kaum lohnte, wegen so einer lächerlichen Summe an einem Bankschalter anzustehen.

Morgan fühlte sich entsprechend. Er hatte Kopfschmerzen. Er schnarchte. Und er stank nach Whisky.

Das Schnarchen endete abrupt mit einem Schnaufer, als er das scharfe metallische Schnappen hörte, mit dem der Hammer des Remington einrastete, und dann bohrte sich auch schon die Mündung des Revolvers in sein Ohr.



O verflucht, was hatte er den

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