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Cobra Roman von Forsyth, Frederick (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.11.2010
  • Verlag: C. Bertelsmann
eBook (ePUB)

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Cobra

Jetzt für kurze Zeit zum Kennenlernpreis Der Kampf der westlichen Geheimdienste gegen die mächtigen Drogenbarone International agierende Drogenkartelle setzen pro Jahr Kokain im Wert von mehreren Milliarden Dollar um, sie werden immer größer und einflussreicher. Im Auftrag des Weißen Hauses soll der Ex-CIA-Agent Paul Deveraux, genannt die Cobra, diese Geißel der Menschheit ausmerzen: Das kolumbianische Kartell der Kartelle muss zu Fall gebracht werden. Ein für alle Mal - und mit allen Mitteln ... Frederick Forsyth, geboren 1938 in Ashford/Kent, studierte in Granada, Spanien. Nachdem Forsyth mit 19 Jahren jüngster Pilot der Royal Air Force war, arbeitete er als Reporter für die Eastern Daily Presse in Norfolk und wurde Korrespondent der Agentur Reuters. Er berichtete zunächst aus Paris und später aus Ostdeutschland und der Tschechoslowakei. 1965 ging Forsyth als Reporter zur BBC. Seine Erfahrungen aus dem Journalismus verarbeitete er in Romanen. Mit 'Der Schakal' gelang ihm auch als Romanautor der internationale Durchbruch. Bis heute wurden seine Titel weltweit mehr als 70 Millionen Mal verkauft.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 400
    Erscheinungsdatum: 02.11.2010
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641050641
    Verlag: C. Bertelsmann
    Originaltitel: The Cobra
    Größe: 458 kBytes
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Cobra

" EINS (S. 10-11)

Der halbwüchsige Junge starb. Kein Mensch wusste es, und nur einen hätte es gekümmert. Dürr wie ein Skelett nach einem durch Drogen ruinierten Leben, kauerte er auf einem stinkenden Strohsack in der Ecke eines dreckigen Zimmers in einem verlassenen Wohnblock. Der Slum lag in einer der gescheiterten, "Projects" genannten Wohnsiedlungen in Anacostia, einem Teil von Washington, D. C., auf den die Stadt nicht stolz ist und der von Touristen nie besucht wird. Wenn der Junge gewusst hätte, dass sein Tod einen Krieg auslösen würde, hätte er es nicht verstanden, aber es hätte ihn auch nicht interessiert. So wirkt der Drogenmissbrauch auf einen jungen Verstand. Er zerstört ihn. Das spätsommerliche Dinner im Weißen Haus war nach den Maßstäben der präsidialen Gastlichkeit eher klein.

Zwanzig Gäste, zehn Paare, setzten sich nach den Drinks, die in einem Vorraum gereicht worden waren, zu Tisch, und achtzehn waren höchst beeindruckt davon, hier zu sein. Neun von ihnen waren leitende freiwillige Mitarbeiter der Veterans' Administration, des Verbandes, der sich landesweit um das Wohlergehen derjenigen kümmert, die in den bewaffneten Streitkräften gedient haben. In den neun Jahren bis 2010 waren sehr viele Männer und etliche Frauen verwundet oder traumatisiert aus dem Irak und aus Afghanistan zurückgekehrt.

Als Oberkommandierender der Streitkräfte bedankte sich der Präsident bei seinen neun Gästen von der VA für das, was sie für diese Leute hatten tun können. Deshalb waren sie und ihre Gattinnen eingeladen worden, dort zu speisen, wo einst der legendäre Abraham Lincoln seine Mahlzeiten eingenommen hatte. Die First Lady persönlich hatte sie durch die Räume geführt, und jetzt saßen sie unter den wachsamen Blicken des Majordomus da und warteten darauf, dass die Suppe serviert wurde.

Als die ältliche Kellnerin zu weinen anfing, löste das leise Betretenheit aus. Sie tat es lautlos, aber die Terrine in ihren Händen begann zu zittern. Die First Lady saß auf der anderen Seite des runden Tisches. Sie blickte von dem Gast auf, dem gerade Suppe eingeschenkt wurde, und sah die Tränen, die lautlos über die Wange der Kellnerin rannen. Der Majordomus, dem nichts entging, was dem Präsidenten missfallen könnte, folgte ihrem Blick und ging mit leisen, aber schnellen Schritten um den Tisch herum.

Er nickte einem Kellner in der Nähe energisch zu, damit dieser die Terrine übernahm, bevor es zu einer Katastrophe kommen konnte, und bugsierte dann die ältere Frau vom Tisch weg und auf die Schwingtür zu, die in den Anrichteraum vor der Küche führte. Als die beiden verschwunden waren, betupfte die First Lady sich die Lippen, entschuldigte sich leise bei dem pensionierten General zu ihrer Linken, stand auf und folgte ihnen. Im Anrichteraum saß die Kellnerin auf einem Stuhl. Ihre Schultern zuckten, und sie murmelte:

"Es tut mir leid, es tut mir so leid." Der Gesichtsausdruck des Majordomus ließ erkennen, dass er nicht in nachsichtiger Stimmung war. Vor dem Präsidenten bekam man keinen Zusammenbruch. Die First Lady bedeutete ihm, ins Speisezimmer zurückzukehren. Dann beugte sie sich über die weinende Frau, die sich mit dem Saum ihrer Schürze die Augen betupfte und sich noch immer entschuldigte.

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