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Cold Case - Das verschwundene Mädchen Thriller von Frennstedt, Tina (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 31.01.2020
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Cold Case - Das verschwundene Mädchen

Spannung pur von Schwedens neuer Top-Thrillerautorin Er lauert Frauen in den frühen Morgenstunden auf. Er überfällt sie in ihren Wohnungen. Er tötet sie - und verschwindet. Als an einem Tatort Spuren auftauchen, die auf einen alten Vermisstenfall hinweisen, übernimmt Tess Hjalmarsson, Expertin für COLD CASES, die Ermittlungen. Hängt das spurlose Verschwinden der damals 19-jährigen Annika, deren Fall nie gelöst wurde, tatsächlich mit den aktuellen Serienmorden zusammen? Tess ermittelt unter Hochdruck. Ein Rennen gegen die Zeit beginnt. Denn eines ist sicher: Der Serienmörder wird wieder zuschlagen ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 444
    Erscheinungsdatum: 31.01.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732581634
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Größe: 1944 kBytes
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Cold Case - Das verschwundene Mädchen

Orkantief Rut fegte über die Küste Schonens. Es brauste in den Kiefern vor dem Haus und knallte, wenn Äste herunterkrachten.

Linnea Håkansson knipste die Lampe im Schlafzimmer an und trat ans Fenster. Draußen flatterte die Leine gegen den Fahnenmast. Im Sommer, ihrem ersten hier im Haus, war ein Blitz in eine Kiefer eingeschlagen, sodass sie in der Mitte auseinandergebrochen und auf das Nachbarhaus gestürzt war. Seitdem hatte Linnea ein angespanntes Verhältnis zu den hohen Nadelbäumen. Sie zog das Rollo herunter, verließ das Schlafzimmer und ging die wenigen Stufen zur Küche hinauf, wo sie den Wasserkocher füllte.

Linnea stellte sich vor, wie es jetzt wohl unten am Meer aussah, wie die Wellen dort hereinbrachen und den Sand mit sich rissen.

Als der Tee fertig war, kauerte sie sich auf dem grauen Sofa im Wohnzimmer zusammen, schaltete den Fernseher ein und wickelte sich in eine Wolldecke. Ein heftiger Windstoß ließ das Haus erzittern.

In den Nachrichten wurden Bilder eines Baukrans mitten in Malmö gezeigt, der unkontrolliert im Wind schwankte. Alle Häuser in der Umgebung waren evakuiert worden.

Ein Kratzen war zu hören, und sie wandte den Blick vom Fernseher ab, schaute zum Fenster. Etwas schabte an der Scheibe. Das Rollo bewegte sich im Luftzug, und die Lampe flackerte. Linnea stand auf, ging durch die Küche und in den Flur. Ließ den Blick über die Haustür gleiten.

Bald würde Mats anrufen, das wusste sie. Er war heute auf Dienstreise. Sie selbst war beruflich in Umeå gewesen und deshalb erst so spät nach Hause gekommen. Die Kinder schliefen bei den Großeltern.

Als sie hierhin umgezogen waren, hatte sie sich nicht vorstellen können, wie es ist, im Erdgeschoss zu wohnen. Von der Straße aus konnte man durch die großen Fenster hereinsehen, vor allem im Winter. Man kam sich vor wie in einem Aquarium umgeben von Kiefern.

Aus dem Augenwinkel sah sie die silberne Küchenuhr über der Tür. Es war fast neun. Sie ging ins Bad, um sich bettfertig zu machen. Mit einem Haarreif schob sie sich die dunklen Haare aus der Stirn, um sich das Gesicht einzucremen.

Plötzlich knallte es laut. Sie hielt sich am Waschbeckenrand fest.

Die Kiefer . Jetzt war es passiert, jetzt war sie auf ihr Haus gestürzt. Linnea drehte den Wasserhahn zu und ging in die Küche. Wieder flackerte die Lampe, und sie warf einen Blick zur Decke. War die Kiefer etwa doch ins Haus gestürzt? Nein, alles sah aus wie immer. Nur das Rauschen des Waldes war zu hören.

Sie trat in den Flur, etwas klapperte im Windfang. Sie legte das Ohr an die Tür, öffnete sie und tastete nach dem Lichtschalter. Sofort schlug ihr die Kälte entgegen. Das kleine Fenster stand sperrangelweit offen. Erleichtert atmete sie auf. Die schwankende Straßenlaterne draußen warf ihr unruhiges Licht herein. Linnea schloss das Fenster und hakte es fest. Die Außenbeleuchtung ließ sie an. Dann tippte sie den Code für die Alarmanlage ein.

Als sie zum Schlafzimmer ging, kratzte wieder etwas am Wohnzimmerfenster. Ob sie sich je daran gewöhnen würde, so zu leben? Entschlossen öffnete sie das Rollo, drückte ihre Stirn an die kalte Scheibe und schaute hinaus. In der Nähe des kleinen Nebengebäudes im Innenhof bewegte sich etwas. Sie sah genauer hin, aber da war der Schatten auch schon verschwunden. Ein Reh, versuchte sie sich einzureden, es war bestimmt nur ein Reh. Und jetzt würde sie nicht weiter über diesen verdammten Sturm nachdenken. Als sie im Schlafzimmer war, schloss sie die Tür hinter sich, um alle Geräusche auszusperren. Dann schlug sie den Bettüberwurf zur Seite.

Ihr Handy klingelte. Sie legte sich quer über das Bett, um es zu erreichen.

Mats merkte sofort, dass sie gestresst war.

"Es ist nur wegen des Sturms. Alles heult und klappert ... Und als ich mich gerade hinlegen wollte, ging plötzlich das Fenster im Windfang auf."

"Ich weiß", sagte Mats. "In den Nachrichten warnen

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