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Comisario Benitez und der Mord am Strand Spanien-Krimi von Velazquez, Inez (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.06.2019
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Comisario Benitez und der Mord am Strand

Wenn Ermittlungen zur Familienangelegenheit werden - Comisario Benitez' persönlichster Fall Aufregung im schicken Küstenort Marbella: ein Mord direkt am berühmten Strand! Und ausgerechnet der Neffe von Comisario Pablo Benitez scheint darin verwickelt zu sein. Während die Familie erwartet, dass der Ermittler das ein oder andere Detail übersieht, drängt die Chefin auf rasche Aufklärung des Falls. Steckt Eifersucht hinter der Tat, oder sind es schmutzige Geschäfte? Die Beweise deuten darauf hin, dass Benitez' Neffe tatsächlich schuldig sein könnte. Als dann den Fischern auch noch ein unschöner Fang ins Netz geht, ist es mit der Urlaubsstimmung an der Costa del Sol endgültig vorbei. Doch der liebenswerte Comisario mit Familiensinn gibt nicht so schnell auf ... Der Kommissar an der Costa del Sol. Wenn nur die Frauen in seinem Leben nicht immer alles besser wüssten ... LESER-STIMMEN 'Sympathisch, witzig, spannend und menschlich' (Black_Snapper, Lesejury) 'Mit Comisario Benitez und der Mord am Strand hat man einen Krimi mit Sonne, Sommer, Urlaubsfeeling und verzwickten Mordfällen.' (Suhaja, Lesejury) 'Ein schöner Sommer-Krimi mit viel spanischem Flair.' (JADZIA_DAX29, Lesejury) Die perfekte Urlaubslektüre und spannende Unterhaltung für alle Krimifans, Spanienreisende sowie Leser von Bianca Palma und Roberto Mistretta. Dieser Kriminalroman ist in einer früheren Ausgabe unter dem Titel 'Tapas, Wein und der Mord am Strand' erschienen. eBooks von beTHRILLED - mörderisch gute Unterhaltung. Inez Velazquez hat bereits viele erfolgreiche Krimis, Thriller und Romane unter den Pseudonymen Fran Ray und Manuela Martini geschrieben. Die Autorin lebte viele Jahre in Spanien und kennt die Schauplätze der Krimis um Pablo Benitez ebenso gut wie Land und Leute, was den Romanen eine besonders authentische, charmante Atmosphäre verleiht. Homepage der Autorin: http://www.manuelamartini.de/.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 276
    Erscheinungsdatum: 28.06.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732572496
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Größe: 1532 kBytes
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Comisario Benitez und der Mord am Strand

1

Diese Sommer!

Im Winter, wenn der Himmel die Schleusen öffnet und eine Sintflut unser geliebtes Marbella zu ertränken droht; wenn es aus den Gullys sprudelt, Wasser durch die Wände dringt und alles im Haus klamm und muffig wird, trösten wir uns mit der Gewissheit, dass der nächste Sommer kommen wird. Und wenn er dann da ist, im Juli, August und September, stöhnen wir über die Hitze und flüchten an den Strand. Dort rösten wir in der Sonne, planschen im Meer, hocken mit unseren Kindern, Freunden und Verwandten an Klapptischen unter Sonnenschirmen, neben uns die Kühlbox mit Cervecas, Bocadillos und kalter Tortilla. Im Sommer sind wir ganz wir selbst: Südländer, die sämtliche Invasionen überlebt haben, denen bewusst ist: Alles geht vorüber - das Schlechte wie das Gute. Nach dem Sommer kommt der Winter, nach dem Regen kommt die Sonne. Es la vida! Und noch eines vergessen wir nie: Wir sind nichts ohne unsere Familie. Sie verwurzelt uns in dieser Welt. Sie gibt uns Halt und Orientierung, und unserem Leben erst einen Sinn. Allein sind wir verloren.

Wie jedes Jahr habe ich als Comisario in Marbella im August keinen Urlaub. Genau wie die Diebe und Verbrecher. Ich habe eine neue Kollegin, da mein armer Antonio nach seinem Motorradunfall immer noch im Krankenhaus liegt. Mein Padre hat sich wieder von seinem Sterbebett erhoben und kommandiert genauso weiter wie vorher, meine Mamá tut noch immer so als würde sie sich fügen und macht dann doch, was sie will, ich bin immer noch solo, meine Schwestern leben ihr Leben, aber mein Neffe hat endlich einen Job.

"Na, Pablo", sagt mein Schwager Alfonso auf der Chiringuito-Terrasse zu mir. "Da hat sich dein Patenkind ja einen hübschen Arbeitsplatz ausgesucht! Strand, Meer - und qué vista! "

Wir schauen zwei jungen Frauen im Bikini zu, wie sie lachend dem weißen Schaum der seichten Wellen entsteigen, während sie mit anmutigen Bewegungen ihre langen Haare über der Schulter auswringen. Alfonso seufzt und nimmt einen großen Schluck Bier. Es ist August, und selbst jetzt um acht Uhr abends ist es so heiß, dass man kaum leben kann, geschweige denn arbeiten. Deshalb arbeitet kaum jemand. Außer meinem Patenkind. Und der Polizei. Und den Verbrechern natürlich.

"Jaime interessiert das nicht", erwidere ich. "Der ist anders."

"Wie?" Alfonso sieht mich entsetzt an. "Willst du sagen, er ist schwul?"

"Nein! Aber er nimmt die Arbeit sehr ernst. Schon als Kind war er so."

Ich drehe mich zur Theke um, wo mein Neffe Jaime konzentriert Bier zapft, Flaschen auf ein Tablett stellt, einem Kellner Anweisungen gibt.

"Ach, das gibt sich noch", sagt Alfonso und trinkt sein Glas aus. Seine Augen glänzen. Sein Ralph-Lauren-Poloshirt ist heute blau wie der Himmel morgens um acht, er hat den Kragen hochgestellt und mit der (gefälschten) Rolex am Handgelenk könnte er eher als Jachtbesitzer durchgehen denn als Automechaniker. ('Bei Mercedes', würde er jetzt hinzufügen.) "Hat auch sein Gutes." Mein Schwager deutet auf seinen geschienten Arm. "Wenn ich schon nicht trainieren kann, kann ich wenigstens trinken. Ich hol mir noch ein Bierchen, soll ich dir eins mitbringen?"

"Du hast doch nur einen Arm", wende ich ein.

"Für dich balanciere ich das Cervezita sogar auf dem Kopf!"

Er lacht, und ich sage: " Bueno. Auf dem Kopf oder in der Hand. Hauptsache kühl."

Er will gerade losgehen, als mein anderer Schwager Miguel auf uns zusteuert. Sein bunt gemustertes Hemd spannt über seinem Bauch noch ein wenig mehr als sonst. Seine schwarzen Haare - färbt Maria Dolores sie ihm? - sind feucht von Gel. Die Koteletten trägt er länger, sodass er aussieht wie diese Reitertypen auf den Ferias. Die haben auch alle lange, breite Koteletten. Muss irgendeine Tradition sein.

"Schickes Hemd, Miguel", sagt Alfonso im Weggehen.

Miguel ist solche Bemerkungen gewöhnt

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