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Cotton Reloaded - 38 Tödliche Pillen von Benvenuti, Jürgen (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 12.11.2015
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Cotton Reloaded - 38

In New York häufen sich Meldungen über Menschen, die nach der Einnahme von Medikamenten gestorben sind. Die Behörden sind alarmiert, tappen aber im Dunkeln ...

Unterdessen kümmert sich Jeremiah Cotton um zwei Einbrecher, die in seiner Nachbarschaft für Unruhe sorgen. Für den Agenten des G-Teams ist das eine persönliche Sache und er heftet sich an die Fersen der Kleinganoven. Cotton ahnt nicht, dass ihn sein privater Einsatz auf die Spur einer skrupellosen Verbrecherbande führen wird. In der Hitze Arizonas müssen Cotton und Decker vollen Einsatz zeigen, um das Leben tausender Unschuldiger in den ganzen USA zu retten -

COTTON RELOADED ist das Remake der erfolgreichen Kultserie JERRY COTTON und erscheint monatlich in abgeschlossenen Folgen als E-Book und Audio-Download.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 100
    Erscheinungsdatum: 12.11.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732512690
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Serie: Cotton Reloaded Bd.38
    Größe: 706 kBytes
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Cotton Reloaded - 38

2

Steve Dillagio traf als Letzter im Hauptquartier ein. Er salutierte lässig in Richtung Mr High, der hinter seinem Schreibtisch thronte, und nickte Cotton und Decker knapp zu, die unruhig durchs fein säuberlich aufgeräumte Büro des Chefs tigerten.

Mit seinen wirren Haaren und den zerknitterten Klamotten schaute Dillagio aus, als käme er gerade von einer wilden Party, was vielleicht sogar stimmte. Als Undercover-Ermittler war es wichtig, sich dort herumzutreiben, wo die zwielichtigen Gestalten New Yorks sich entspannten und bei gelöster Stimmung vielleicht die eine oder andere interessante Information ausplauderten.

"Du bist zu spät", sagte Decker unwirsch und nippte an ihrem Kaffee. Sie wirkte wie üblich eine Spur zu elegant für einen Agent des geheimen G-Teams mit ihrem dunklen Hosenanzug, der teuren Armbanduhr und den schimmernden blonden Haaren, in deren perfekten Schnitt ein gut bezahlter Friseur sein gesamtes Können gelegt hatte. Nur ihr etwas nachlässig aufgetragenes Make-up wies dezent darauf hin, dass sie sich nach Mr Highs Anruf in den frühen Morgenstunden, mit dem sie unverzüglich ins Hauptquartier beordert worden war, hastig auf den Weg gemacht hatte.

Dillagio zuckte beiläufig mit den Schultern, goss sich einen Kaffee aus der Kanne ein, die auf dem Beistelltisch in der Ecke stand, und sagte mit einem zweideutigen Lächeln: "Sorry, ging nicht früher."

Ein eisiges Räuspern von Mr High, der sich trotz seiner Körpergröße von fast zwei Metern mit einer geschmeidigen Bewegung von seinem Stuhl erhob, unterbrach das Geplänkel der beiden.

Auch zu dieser frühen Stunde saß die Kleidung an seinem asketischen, schlanken Körper makellos wie immer. Die Bügelfalten seiner anthrazitfarbenen Hose waren messerscharf, der mittlere Knopf seines maßgeschneiderten Sakkos war penibel geschlossen und sein weißes Hemd leuchtete wie frisch gefallener Schnee auf dem Gipfel eines Gletschers.

Die intelligenten Augen funkelten ohne einen Hauch von Müdigkeit - oder Wärme - in Richtung Cotton, der unausgeschlafen, ungewaschen und mit niedergeschlagenem Gesichtsausdruck an der Wand lehnte und vergeblich versuchte, dem stechenden Blick seines Vorgesetzten auszuweichen.

"Nun, Agent Cotton", begann der Chef des G-Teams mit beängstigend ruhiger Stimme, "da wir jetzt alle vollzählig sind, könnten Sie uns vielleicht verraten, warum Sie mich mitten in der Nacht angerufen haben, damit wir uns hier im Morgengrauen treffen?"

"Sollten wir nicht noch auf Agent Zeerookah warten, Sir?", fragte Decker.

Ohne Cotton aus den Augen zu lassen, schüttelte Mr High den Kopf und erwiderte: "Bevor ich nicht weiß, worum es hier geht, sehe ich keinen Bedarf für unseren Computerspezialisten."

Mit gemächlichen Schritten ging Cotton hinüber zum Beistelltisch, schenkte sich einen Kaffee ein und trank ganz langsam einen Schluck. Er ließ sich bei jeder seiner Bewegungen Zeit, aber er wusste, er konnte das Unvermeidliche nur hinauszögern. Es war an der Zeit, seine Fehler zu beichten, und er wusste nicht, ob Mr High ihm die Absolution erteilen würde.

"Nun, Sir", begann er und trank noch einen Schluck Kaffee, "eigentlich wollte ich nur diesen beiden Punks ein bisschen auf den Zahn fühlen. Tja, und dann ..."

In knappen Worten schilderte Cotton, wie er Joey und Orson im Sunny's abgehört, dabei zufällig das beunruhigende Gespräch eines Pärchens am Nachbartisch belauscht und dann die junge Frau mit den pinkfarbenen Haaren bei der anschließenden Beschattung verloren hatte.

"Ich bin dann noch eine gute Stunde in der Gegend herumgefahren in der Hoffnung, sie doch noch zu finden, aber leider ohne Erfolg", schloss Cotton seinen Bericht mit einem entschuldigenden Achselzucken.

"Vielleicht hätten Sie auch noch die Güte, uns über die Hintergründe dieser seltsamen Geschichte aufzuklären, Agent Cotton", befahl Mr High. "Und zwar von Anfang an."

"Nun ja", begann Cotton, "sei

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