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Cotton Reloaded - 45 Nirgendwo in New Mexico von Mennigen, Peter (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.06.2016
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Cotton Reloaded - 45

Der mysteriöse Anruf eines FBI-Kollegen führt die Special Agents Jeremiah Cotton und Philippa Decker nach New Mexico. In einer gottverlassenen Geisterstadt stoßen sie auf ein riesiges Drogenlabor, in dem tonnenweise Crystal Meth hergestellt wird. Doch bevor Cotton und Decker Hilfe herbeirufen können, werden sie überwältigt. Sie können zwar fliehen, kommen aber nicht weit, denn Decker wird dabei schwer verletzt. Währenddessen versuchen ihre Gegner, sämtliche Spuren zu beseitigen. Für Cotton und Decker beginnt ein teuflisches Katz- und Mausspiel, das nur eine Partei gewinnen kann ... COTTON RELOADED ist das Remake der erfolgreichen Kultserie JERRY COTTON und erscheint monatlich in abgeschlossenen Folgen als E-Book und Audio-Download.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 131
    Erscheinungsdatum: 09.06.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732518197
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Serie: Cotton Reloaded 45
    Größe: 847 kBytes
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Cotton Reloaded - 45

1

"So ein Abschied vom Leben fällt schwer, nicht wahr?"

"Ach wissen Sie, man gewöhnt sich mit der Zeit daran. In meinem Job verabschiede ich mich beinahe täglich davon. Gehört quasi zum Berufsbild."

"Gut, du hast Humor. Den wirst du auch brauchen bei dem, was dir bevorsteht. Entweder du redest und überlebst, andernfalls könnte es für dich sehr hässlich werden. Du siehst, du kannst das selbst regeln und immer noch aus der Sache rauskommen."

"Alles klar, schon verstanden. Was möchten Sie wissen?"

"Was du über uns weißt."

"Abgesehen davon, dass ihr mich umlegen wollt? Nicht das Geringste."

"Was ist mit New Hope?"

"Ist 'ne ausgestorbene Geisterstadt irgendwo im Nirgendwo von New Mexico."

"Sonst nichts?"

"Nein, sonst nichts. Bis vor wenigen Stunden wusste ich nicht mal, dass das Kaff überhaupt existiert."

"Und was führt dich hierher? In diese ausgestorbene Geisterstadt, von deren Existenz du keine Ahnung gehabt hast?"

"Der Zufall."

"Nehme ich dir nicht ab."

"Glaub ich gern, ist aber trotzdem so. Tut mir leid, dass ich Ihnen keine andere Antwort bieten kann."

"Du bist Special Agent beim FBI, richtig?"

"Steht jedenfalls in meinem Dienstausweis, den Sie mir inklusive Dienstwaffe, Smartphone und Autoschlüssel abgenommen haben."

"Jeremiah Cotton ..., ist das dein Deckname oder heißt du wirklich so?"

"Macht das einen Unterschied?" Der G-Man blinzelte und versuchte etwas in dem blendenden Lichtkegel der Taschenlampe zu erkennen, die auf ihn gerichtet war.

Hinter dem grellen Weiß wurden Einzelheiten sichtbar. Umrisse von sechs Gestalten. Fünf Männer und die Frau, mit der er sich gerade unterhielt. Die Frau erkannte er an der Stimme, der Silhouette und ihren Absätzen, die über die vom Alter abgeschabten Dielen klackerten. Seine Augen führten allerdings einen aussichtslosen Kampf, um der Dunkelheit Einzelheiten ihrer Gesichtszüge zu entreißen.

Weswegen er die schweigsamen Kerle einer Bestandsaufnahme unterzog. Allesamt nicht gerade ein Hauptgewinn für die menschliche Zivilisation. Abgesehen von ihrer Vorliebe für kahl rasierte Schädel, einte sie stramme Muskeln und schwere Handfeuerwaffen. Benutzten zudem jeden Quadratzentimeter ihrer Haut als Leinwand für künstlerische Exponate. Breitbeinig und bemüht angsteinflößend standen die Burschen in dem Zimmer verstreut. Einem ungefähr acht Quadratmeter großen Raum mit abgewetzten Tapeten, die aussahen, als hätten sie schon einiges gesehen. Zwischen den vier Wänden hatte sich eine drückende Bullenhitze breitgemacht, in der die Luft als dampfendes Gemisch aus Schweiß und Zigarettenqualm stand. Linker Hand von Cotton hing eine Tür schief in den Angeln. Rechts gab es ein mit Brettern vernageltes Fenster, gegen das von außen die Sonne knallte. Zwischen den Lattenritzen kämpfte sich ein milchiger Streifen Tageslicht hindurch und verfing sich in winzigen Staubpartikeln, die durch die Luft schwebten.

"Auf mich wirkst du ein bisschen zu jung, um heute sterben zu müssen." Die Stimme der Frau klang kalt, herablassend und besaß unüberhörbar einen spanischen Akzent.

"Das habe ich auch nicht vor, Ma'am." Der G-Man versuchte unauffällig die Handgelenke aus den Fesseln zu winden, mit denen man seine Arme an die Rückenlehne eines Stuhls gebunden hatte, was jedoch vergeblich war. "Sonst noch was?"

"Verrate mir, für welche Abteilung des FBI du arbeitest." Die Latina strich sich lässig eine Locke aus der Stirn.

"Ich arbeite für eine Abteilung, deren Namen Ihnen sowieso nichts sagen würde."

"Was weiß die ominöse Abteilung über unsere Aktivitäten?"

"Nichts", beteuerte er, was nicht mal gelogen war. "Überhaupt nichts."

"Wo ist die Frau, mit der du angekommen bist?"

"Ich glaube, sie wollte ein bisschen die Ortschaft besichtigen und shoppen, so was in der Art."

"Du denkst wohl, du bist witzig?"

"Keine

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