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Cotton Reloaded - 46 El Doctor von Buslau, Oliver (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.07.2016
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Cotton Reloaded - 46

Wer steckt hinter dem geheimnisvollen Drogenboss 'El Doctor'? Und in welcher Beziehung steht die gefeierte Operndiva Ana Fernandez zu ihm? Die kolumbianische Sängerin kommt nach New York, um an der Metropolitan Opera die Hauptrolle in einer Verdi-Oper zu übernehmen. Jeremiah Cotton und Philippa Decker vom G-Team des FBI erhalten den Auftrag, den launischen Star zu überwachen. Doch als die Diva nur knapp einem Attentat entkommt, wird daraus schnell ein lebensgefährlicher Job. Und ausgerechnet kurz vor der Premiere verschwindet die Sängerin plötzlich spurlos -

COTTON RELOADED ist das Remake der erfolgreichen Kultserie JERRY COTTON und erscheint monatlich in abgeschlossenen Folgen als E-Book und Audio-Download.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 138
    Erscheinungsdatum: 14.07.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732526192
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Serie: Cotton Reloaded Bd.46
    Größe: 916 kBytes
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Cotton Reloaded - 46

2

Das G-Team des FBI wusste, dass Joe in Wirklichkeit Hank Tabble hieß. Und natürlich wusste es schon lange, dass er für El Doctor arbeitete, einen Drogenboss, der in letzter Zeit immer mehr Einfluss gewann. Dass der sich auf seine Bedeutung einiges einbildete, zeigte sein Spitzname, den er sich verdeckten Ermittlungen zufolge angeblich selbst gegeben hatte.

El Doctor - so hatte man auch den legendären Drogenfürsten Pablo Escobar genannt, den skrupellosesten und reichsten aller Drogenhändler. Bis zu seinem gewaltsamen Tod im Jahre 1993 hatte er wahrscheinlich mehr Geld in seinen Besitz gebracht als je ein Mensch vor ihm. Niemand hatte rücksichtloser gemordet, gefoltert und erpresst als Escobar und das von ihm geführte Medellín-Kartell, das den Kampf um Anteile im Drogengeschäft in einen wahren Terror-Krieg verwandelt hatte. Escobar hatte in seinem Heimatland Kolumbien Ländereien besessen, die so riesig wie kleine Staaten waren. Nach wie vor wusste man nicht genau, was aus seinem unermesslichen Vermögen geworden war. Erst kürzlich hatte jemand in Miami für knapp zehn Millionen Dollar eine Villa gekauft, die einst Escobar gehört hatte - nur um sie abreißen zu lassen und auf dem Grundstück nach einem Versteck mit Geld zu suchen.

Und nun war ein neuer El Doctor aufgetaucht. Nach den Ermittlungen von Special Agent Dillagio hatte er einigen Einfluss gewonnen. Seine Identität lag allerdings vollkommen im Dunkeln.

Für das G-Team des FBI bedeuteten die Ermittlungen mühsame Kleinarbeit.

Die Special Agents Jeremiah Cotton und Philippa Decker hatten nur ein paar Hundert Meter südlich des Treffpunkts von Dillagio und Tabble in einem unauffälligen Kombi gewartet. Von Zeerookahs Angaben aus dem Hauptquartier geführt, übernahmen sie die Verfolgung.

"Wenn wir Pech haben, klappert er erst noch weitere Kunden ab", sagte Cotton, der am Steuer saß und den Wagen durch die nächtliche Stadtlandschaft rollen ließ.

"Was dachten Sie denn, wozu er sonst die ganze Ladung dabei hat?", meinte Decker. "Es wird eine lange Nacht. Oder sind Sie vielleicht schon müde?" Sie grinste. "Irgendwie habe ich Sie immer so eingeschätzt, dass Sie mit mir ganz gerne die Nächte verbringen. Oder ist das nicht so?"

"So viele Nächte, wie es waren, beantwortet sich die Frage wohl von selbst."

"Ich meine freiwillig, Cotton. Nicht aus dienstlichen Gründen."

"Wenn Sie mir da mal eine Chance geben, sehen wir weiter."

Hin und wieder gab es kleine Momente, in denen es zwischen ihnen ein bisschen prickelte. Zumindest auf Cottons Seite. Doch wenn es mal dazu kam, zeigte sich seine Kollegin, die länger als er beim G-Team war und damit Weisungsbefugnis besaß, doch wieder eher kühl. Meistens dann, wenn es gerade mal für eine Sekunde zu so was wie einem Flirt gekommen war. Wahrscheinlich waren die kleinen Neckereien ihre spezielle Art, mit Stress umzugehen. Und die Ermittlungen im Fall El Doctor hatten schon für ziemlich viel Stress gesorgt.

"Ich frage mich, woher Steve die Geduld nimmt und auch noch so tut, als würde er mit dem Pack Geschäfte machen", sagte Cotton. "Man sollte die alle einfach hochnehmen und fertig."

"Und damit neue Arbeitsplätze bei El Doctor schaffen? Tolle Idee. Ich hatte eigentlich gedacht, wir sind hier, um den Sumpf auszutrocknen."

"Wenn man sich die Berichte unserer Kollegen ansieht, reicht der Sumpf bis auf die andere Seite der Erdkugel. Eigentlich braucht man auch nur die Nachrichten zu verfolgen, um das zu wissen."

Sie befanden sich jetzt auf der Interstate 95. Cotton drückte aufs Gas. "Da hinten ist er", sagte Decker.

Cotton fuhr noch etwas schneller - wie getrieben von der Wut, die ihn plötzlich angeflogen hatte. Wenn er sich vorstellte, dass in dem unscheinbaren Lkw einer der Verantwortlichen für unzählige im Drogenelend lebende und auf Raten sterbende Menschen saß ...

Aber Decker hatte ja recht. Ungeduld brachte nichts. Es war

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