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Cremeschnitten sind aus: Kriminal-Roman Cassiopeiapress Spannung von Gasper, Dieter (eBook)

  • Verlag: BookRix
eBook (ePUB)
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Cremeschnitten sind aus: Kriminal-Roman

Kriminal-Roman von Dieter Gasper Der Umfang dieses Buchs entspricht 369 Taschenbuchseiten. 'Der Wachmann öffnete die Zellentür, roch sofort den säuerlichen Geruch von Erbrochenem und sah in das kreideweiße Gesicht des Häftlings, der über große Schmerzen in der Leistengegend klagte. Der Wachmann erklärte ihm, sofort dem Gefängnisarzt Bescheid zu geben, und verriegelte die Tür wieder...' In den Sommermonaten des Jahres 1966 war in dem kleinen beschaulichen Düsseldorfer Stadtteil Grafenberg nichts mehr so wie sonst. Die Überfälle auf junge Frauen am Ostparkweiher sorgten unter den Bewohnern für große Unruhe. Angst und Schrecken verbreiteten sich. Das fulminante Romandebüt von Dieter Gasper, der Düsseldorf wie seine Westentasche kennt! (Jörg Munsonius)

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 338
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783739640594
    Verlag: BookRix
    Größe: 985 kBytes
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Cremeschnitten sind aus: Kriminal-Roman

4

Die Drogistin, die in ihrem Geschäft im letzten Haus an der Grafenberger Allee seit neuestem Maniküren anbot, hatte es sich schon seit einiger Zeit vorgenommen, den amerikanischen Western mit ihrem Lieblingsschauspieler, der für sie die wunderschönsten stahlblauen Augen hatte, anzusehen. Sie hatte die Frau des Uhrmachers, der sie schon seit Längerem etwas schuldig gewesen war, kurzerhand gefragt, ob sie nicht Lust hätte, mit ihr am Abend ins Kino gehen zu wollen. Sie war schon seit Jahren eine gute Kundin in der Drogerie. Heute hatten sie sich zunächst länger über die Festnahme von gestern unterhalten, bevor sie zu ihrem Einkauf noch den 36er-Schwarzweiß-Film zum Entwickeln abgab. "Da müssten noch Bilder von Ostern drauf sein", erklärte sie der netten Inhaberin etwas verlegen. Natürlich würde sie gerne mit ins Kino gehen wollen, entgegnete sie in freudiger Erwartung, sie müsse allerdings erst noch ihren Mann fragen, da sie am Abend den Philatelistenabend ihres Mannes mit seinen Freunden dieses Mal bei sich zu Hause ausrichten müsse. Aber, sie werde, so glaubte sie, ihn schon überreden können. "Die Lachsschnittchen mit Ei könnte ich ja schon vorbereiten."

In dem Moment fuhren mit Höchsttempo zwei Streifenwagen mit eingeschaltetem Martinshorn und Blaulicht unter den sich gerade schließenden Eisenbahnschranken am Staufenplatz in Richtung Gerresheim an der Drogerie vorbei. Überall in Grafenberg waren Plakate aufgehängt worden, die den großen, alljährlich auf dem Staufenplatz für zwei Wochen gastierenden Zirkus mit seiner neuen Raubtiernummer ankündigten.In dem kleinen Friseurladen, der neben der Drogerie lag, wurde in dieser Woche renoviert. Wer der neue Mieter war, wusste auch die Drogistin noch nicht. Allerdings hatte die brünette Verkäuferin aus dem Blumenladen im Pavillon von ihrer Freundin gehört, dass ein netter junger Mann das Ladenlokal angemietet hätte. Der Pavillon mit seinen kleinen Geschäften, auf der anderen Straßenseite gegenüber dem großen Lebensmittelgeschäft gelegen, war so etwas wie der Treffpunkt hier am Staufenplatz. Dort war die Endstation der Linie 9, die wie fast alle Straßenbahnen nach zweiundzwanzig Uhr in das Depot auf der Limburgstraße gefahren wurden

Nach einer Spritze, die der Doktor mir in den Hintern geben musste, weil sie, wie er sagte, schon längst überfällig war, konnte ich nach circa drei Stunden endlich die Praxis wieder verlassen. Auf meinem Heimweg kam ich an der Litfaßsäule vorbei, auf der gerade jemand in einem grauen Kittel das Kinoprogramm für die nächste Woche mit einem Fahndungsplakat der Polizei überklebte. "Wer sachdienliche Hinweise zur Ergreifung des Täters geben kann, erhält eine Belohnung von 500 DM." Es wurde nach einem Mann gefahndet, so war es zu lesen, der schlank, sportlich, circa einen Meter fünfundachtzig groß und von kräftiger Statur sein sollte. Ihm wurde vorgeworfen, am Überfall auf eine Tankstelle in Rath beteiligt gewesen zu sein. Natürlich konnte ich am Eiscafé nicht so einfach vorbeigehen. Für eine Runde Flippern war immer Zeit, zumal am Montag alle meine Freunde schon wieder bei der Arbeit waren. Von dem italienischen Besitzer, der mit der deutschen Sprache noch einige Schwierigkeiten hatte, wurde ich wie immer mit einem freundlichen "Alo" begrüßt. Zu meiner Überraschung stand in der Ecke des Eingangsbereichs das neueste Modell des elektronischen Spielgeräts. Er spendierte mir zu meiner Freude die ersten Spiele an diesem, mit unterschiedlichsten Geräuschen und verschiedenen Lichteffekten ausgestatteten Flipper, die mich zunächst vom eigentlichen Spiel ablenkten. Meine Virtuosität an diesem Gerät hielt sich aber in Grenzen, so dass ich es bei den gesponserten Spielen beließ. In einer Stunde war ich mit unserem Gitarristen im Proberaum verabredet. Wir taten uns beide mit dem neuen Song, den wir eingeübt hatten, in manchen Passagen immer noch sehr schwer.Vor einigen Jahren gründete der Gitarris

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