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Dünenhausmord. Ostfrieslandkrimi Ein Fall für Grote und Lessing von Riekers, Hans-Rainer (eBook)

  • Verlag: Klarant
eBook
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Dünenhausmord. Ostfrieslandkrimi

Hauptkommissar Stefan Grote und Kriminalanwärterin Stine Lessing haben es in ihrem ersten Fall in Ostfriesland mit einer skrupellosen Täterin zu tun, die vor nichts zurückschreckt. Ihr erstes Opfer ist der Architekt Enno Oltmanns, der in seinem Dünenhaus auf der Nordseeinsel Juist ermordet aufgefunden wird. Oltmanns galt als grummeliger Einzelgänger, doch wer könnte eine derartige Wut auf ihn gehabt haben? Als wenig später auch der vom Festland geschickte Kriminalbeamte getötet und der Aktenkoffer mit Beweismitteln entwendet wird, ist klar, dass die Täterin bereit ist, jedes Hindernis aus dem Weg zu räumen. Grote &Lessing übernehmen den Fall. Alles, was die Ermittler haben, ist das Phantombild einer attraktiven jungen Frau und das einzige verbliebene Beweisstück: ein schwarzes Haar. Und die Gewissheit, dass die Täterin ihren Rachefeldzug gerade erst begonnen hat...

Produktinformationen

    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 280
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783965862425
    Verlag: Klarant
    Größe: 460 kBytes
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Dünenhausmord. Ostfrieslandkrimi

Dienstag

Ein Fernspruch aus Oldenburg

 

Stefan Grote schloss kurz vor Mitternacht die Haustür auf. Er tat dies so geräuschlos wie möglich, um seine Frau und die beiden Kinder nicht zu wecken. Bereits am Nachmittag hatte er zu Hause angerufen und seiner Frau gesagt, dass es wieder einmal spät werden würde.

Das war schon früh absehbar gewesen, denn die Pressekonferenz, die der Polizeipräsident für den frühen Abend einberufen hatte, musste immer wieder verschoben werden. Der tatverdächtige Sexualmörder hatte zwar ein Geständnis abgelegt, doch dann tauchten immer wieder neue Details auf, die den Fall in einem anderen Licht erscheinen ließen.

Erst um zweiundzwanzig Uhr konnte der Polizeipräsident gemeinsam mit dem Staatsanwalt und ihm, als leitendem Ermittler, die Pressekonferenz eröffnen. Eine halbe Stunde war dafür angesetzt, dann jedoch kamen Fragen über Fragen, und als er endlich das Präsidium verlassen konnte, war es bereits halb zwölf geworden.

Grote fühlte sich restlos zerschlagen und zugleich aufgekratzt. Immer wenn ein Fall gelöst war, der ihn besonders gefordert hatte, befand er sich in diesem Zustand. Dann war an Schlaf nicht zu denken, bis irgendwann nach vielen Stunden die Erschöpfung Oberhand gewann.

 

Vor gut zwei Jahren wurde Stefan Grote zum Chef der damals neu gegründeten MK-L ernannt. Diese ganz spezielle Mordkommission des Landeskriminalamtes wurde ins Leben gerufen, um besonders schwierige oder herausragende Mordfälle im Bereich des Landes Niedersachsen zu bearbeiten. Und das tat sie bisher mit beachtlichem Erfolg. Stefan Grote hatte sich zuvor als Leiter des Mobilen Einsatzkommandos einen Namen gemacht und sich dabei in schwierigen Lagen bewährt. Innerhalb kurzer Zeit sammelte er mehr Einsatzerfahrung als manch anderer Polizist in seinem gesamten Berufsleben.

Als er das Angebot zur Leitung der neuen Dienststelle erhielt, zögerte er anfänglich, obwohl es für ihn einen Sprung auf der Karriereleiter bedeutete. Doch dann wurde ihm von höherer Stelle klargemacht, dass es Angebote gäbe, die man nicht ablehnen könne. Die Jahre beim Mobilen Einsatzkommando hatten ihm gut gefallen. Er wäre gerne dort geblieben, denn er war noch ausgesprochen fit für sein Alter und den sportlichen Herausforderungen der Spezialeinheit mit Leichtigkeit gewachsen.

Grote war hochgewachsen und muskulös. Die sich schon in jungen Jahren abzeichnenden Geheimratsecken hatte er geschickt dadurch kaschiert, dass er seine braunen Haare auf Millimeterlänge abrasieren ließ. Sein ausgeprägtes Kinn verlieh ihm ein markantes Aussehen und ließ ihn um einiges jünger aussehen, als er war. Auf Frauen hatte er eine gewisse Wirkung, das wusste er. Alles in allem ein attraktiver Mann, der kurz vor seinem vierzigsten Geburtstag stand.

Wenn er gefragt wurde, warum er sich letztendlich doch entschlossen habe, das MEK zu verlassen und zur neuen Mordkommission zu wechseln, so nannte er immer zwei Gründe:

Zum einen wies er darauf hin, dass es ihn zunehmend Kraft gekostet habe, ständig auf Abruf zu leben.

Als weiteren Grund führte er seine Frau an. Er wolle sie nicht weiter belasten, denn er wisse, was er ihr in den letzten Jahren abverlangt habe. Diese Zeit sei auch für sie nicht leicht gewesen, denn der Dienst beim MEK sei gefährlich und von häufigen Alarmierungen geprägt. Allzu oft habe in der Nacht das Handy geläutet und ihn in den Dienst gerufen. Manchmal sei er danach tagelang unterwegs gewesen, weil ihn Einsätze bis ins Ausland führten. Zum Teil sei es ihm nicht einmal möglich gewesen, ein Lebenszeichen nach Hause zu senden. Darunter habe seine Frau sehr gelitten und dies sei für ihn Anlass gewesen, das Angebot zur Leitung der Mordkommission anzunehmen.

Das entsprach im Kern der Wahrheit. Tatsächlich hatte seine Frau während der Zeit, als er beim Mobilen Einsatzkommando Dienst verrichtete, in ständiger Sorge um ihn g

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