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D.C.I. Jim Daley ermittelt: Die Mädchen von Strathclyde / Tödliches Treibgut von Meyrick, Denzil (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.09.2017
  • Verlag: HarperCollins
eBook (ePUB)
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D.C.I. Jim Daley ermittelt: Die Mädchen von Strathclyde / Tödliches Treibgut

DIE MÄDCHEN VON STRATHCLYDE Glasgow, 1986: Constable Jim Daley ist in seinem zweiten Jahr als Streifenpolizist bei der Starthclyde Police. Von der traurigen Berühmtheit Glasgows als Mord-Hauptstadt Europas bekommt er nur wenig mit: Betrunkene Obdachlose, eingeschlagene Schaufenster und rachsüchtige Vorgesetzte bestimmen seinen Dienstalltag. Dies ändert sich schlagartig, als er eine tote Prostituierte auffindet und daraufhin mit DC Brian Scott einen Serienmörder jagt ... 'Die richtige Prise Authenzität ... ein packender Stil ... höchst beachtlich.' The Herald 'Meyrick versteht es, eine gute Geschichte zu erzählen und noch der unwichtigsten Nebenfigur Leben einzuhauchen.' Scots Magazine 'Denzil Meyrick wird bald in einem Atemzug mit Alex Gray, Denise Mina und Stuart MacBride genannt. Sehr beeindruckend.' Lennox Herald Bei diesem Kurzroman handelt es sich um das Prequel zu 'Tödliches Treibgut' von Denzil Meyrick. Denzil Meyrick wurde in Glasgow geboren und wuchs an der schottischen Küste in Campbeltown auf. Nach einem Politikstudium arbeitete er als Polizist, freier Journalist und Geschäftsführer einer Whisky-Destille.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 512
    Erscheinungsdatum: 11.09.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783959677462
    Verlag: HarperCollins
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D.C.I. Jim Daley ermittelt: Die Mädchen von Strathclyde / Tödliches Treibgut

2

Daley verbrachte den größten Teil des Morgens mit dem Versuch, den widerlichen Gestank nach Erbrochenem aus seiner Uniform loszuwerden, aber es half alles nichts. Zur Lunchzeit hatte er es aufgegeben und beschlossen, sie bei der ersten Gelegenheit zur Schnellreinigung zu bringen. Heute Nacht würde er im Dienst eben die Ausgehuniform tragen müssen. Er sah auf die Uhr und seufzte. Er brauchte ein bisschen Schlaf, bevor er um 23.00 Uhr zur Nachtschicht antrat.

Er teilte sich mit zwei anderen jungen Cops eine Wohnung im West End von Paisley. Sie lag weit genug von ihrem Revier entfernt, sodass dieser kleinen Gruppe junger Männer, deren Teenagerjahre noch nicht lange zurücklagen, ausreichend Freiraum blieb, um sich auszutoben. Auf Daley, der bis dahin immer in Glasgow gelebt hatte, wirkte die stahlharte ehemalige Textilverarbeitungsstadt beinahe exotisch. Paisley war berühmt für seine derben Pubs und schönen Frauen. Über genau diese sann der junge Constable nach, während er in den frühen Morgenstunden des nächsten Tages seine übliche Runde durch die Reihen von Läden, Häusern und hohen Wohnblocks zog.

Um zwei Uhr morgens hätte er eine Pause vertragen können. Doch es war noch eine ganze Stunde hin, bis er ins Büro zurückdurfte, um seine mitgebrachten Sandwiches zu essen. Es war ein Wochentag, die Nacht so still wie ein Grab, und die braven Bürger von Glasgow horchten vor dem nächsten harten Arbeitstag noch an der Matratze. Aber nicht alle.

Daleys Funkgerät erwachte knisternd zum Leben. "Zwei-eins-drei, begeben Sie sich zu 18c Kennedy Path. Ein Mr. Martin hat einen Einbruch gemeldet. Over."

Er bestätigte den Funkruf und machte sich auf den Weg zu dem Wohnhochhaus, das im orangefarbenen Licht der Straßenlampen aufragte. Er näherte sich dem Gebäude wachsam und suchte die Umgebung nach verdächtigen Bewegungen ab. Doch niemand war zu sehen, als er die schwere Tür zum Treppenhaus aufzog. Die Wände waren übersät von den Graffiti der Glasgower Straßengangs. Er drückte auf den Aufzugknopf und bemerkte, dass der nach oben zeigende Plastikpfeil weggebrannt worden war, und zwar mit einem Feuerzeug, wie es aussah. Man konnte das Birnchen durch das geschmolzene grüne Plastik sehen.

Er hüstelte vor Abscheu, als er den nach Pisse stinkenden Aufzug betrat. Immerhin funktionierte er, das war ein Trost, denn sonst hätte er die Treppe achtzehn Stockwerke hochlaufen müssen. Daley atmete durch den Mund, um dem Gestank zu entgehen. Der Lift kam rüttelnd zum Stehen und glitt keuchend auf.

Die Tür zu Apartment C war farbig gestrichen, und neben einem Jute-Fußabtreter saß seltsamerweise ein Gartenzwerg mit einer winzigen Angelrute. Trotz der späten Stunde klopfte Daley laut an die Tür. Im Oberlicht über der Tür tauchte ein Lichtschein auf, als jemand die Diele betrat.

"Mr. Martin?", fragte Daley den älteren Mann, der ihm in einem kastanienbraunen Morgenmantel öffnete. "Mein Name ist Constable Daley. Sie haben einen Einbruch gemeldet?" Er musterte verdutzt die Wohnungstür. Sie zeigte keinerlei Spuren eines gewaltsamen Eindringens.

Als hätte er seine Gedanken gelesen, erwiderte der Mann: "Och nee, nee, nich bei mir. Ein Stück weiter, Apartment G." Er deutete in die Richtung, wo der Korridor abknickte. "Hab vor 'ner Stunde Krach gehört. Das wär ja nix Ungewöhnliches, aber immerhin."

"Nichts Ungewöhnliches? Was meinen Sie?"

"Na, das Mädel da ... oder junge Frau, sollt ich sagen. Sie hat 'ne Menge ... Freunde", fügte er mit einem übertriebenen Augenzwinkern hinzu.

"Verzeihung?"

"Sie wissen schon, Männerfreunde", sagte der alte Mann und suchte in Daleys Miene nach einer Bestätigung, stellte aber fest, dass er nichts verstanden hatte. "Aye, sind ja noch recht jung. Sie is im Geschäft", erklärte er beinahe flüsternd. "Ständig geht's rund, Tag und Nacht, ein ewiges rein und raus. Verdammte Schande, wenn se mich fragen. Meine Frau hält's nich mehr aus. Ich

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