text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Das Attentat von Schreyer, Wolfgang (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.05.2012
  • Verlag: EDITION digital
eBook (PDF)
5,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Das Attentat

Das eBook schildert Stauffenbergs heldenhaftes Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944. Spannend und atemberaubend wird die kurze Zeitspanne vom Attentat bis zur Erschießung von Stauffenberg, Haeften, Olbricht und Merz geschildert. Rückblenden zeigen die Haltung und Ziele der in den Putsch verwickelten Offiziere. Im Mittelpunkt steht der verzweifelte, unermüdliche und mutige Kampf Stauffenbergs um das Gelingen des Putsches. Die zweite Erzählung 'Tod eines Kanoniers' spielt am 6. März 1945 in einer Flakbatterie in Frankreich weit hinter der Frontlinie. Hätte der erfolgreiche Putsch am 20. Juli den sinnlosen Tod des jungen Kanoniers verhindern können? Beide Erzählungen wurden erstmals 1959 im Verlag des Ministeriums für Nationale Verteidigung der DDR veröffentlicht. Wolfgang Schreyer, geboren 1927 in Magdeburg. Oberschule, Flakhelfer, Soldat, US-Kriegsgefangenschaft bis 1946. Debütierte mit dem Kriminalroman "Großgarage Südwest" (1952), seitdem freischaffend, lebt in Ahrenshoop. 1956 erhielt er den Heinrich-Mann-Preis für den Kriegsroman "Unternehmen Thunderstorm". Schreyer zählt zu den produktivsten und erfolgreichsten Autoren spannender Unterhaltungsliteratur in der DDR, schrieb Sachbücher, Szenarien für Funk und mehr als zwanzig Romane mit einer Gesamtauflage von 6 Millionen Exemplaren.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 146
    Erscheinungsdatum: 01.05.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783863945077
    Verlag: EDITION digital
    Größe: 1037 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Das Attentat

Stauffenberg gab nicht auf. Ohne Pause rang er am Telefon mit unsichtbaren Gesprächspartnern, forderte, bat, beschwor, drängte, immer knapp im Ausdruck und in unbändiger Eile. Im Hintergrund ließ General Olbricht von weißberockten Ordonnanzen zum Essen decken, doch Stauffenberg kam nicht dazu. Die Wirkung der Rundfunkdurchsage machte sich störend auf die Stäbe im Reich bemerkbar, er kämpfte dagegen an. Bis neunzehn Uhr hatte er erreicht, dass die Waffenmeisterschule im Schloss, die Feuerwerkerschule am Zeughaus ihre Kräfte sammelten. Die Masse der Panzertruppenschule II aus Krampnitz wurde zur Siegessäule beordert, ihre Spitze hatte die Bendlerstraße zu schützen. Einen für seine Tatkraft bekannten Oberst sandte Stauffenberg zum Stadtkommandanten Unter den Linden, damit er sich einen starken Stoßtrupp geben lasse und Goebbels verhafte. Gisevius empfahl, den Propagandaminister gleich niederzuschießen. Es wurde bekannt, dass Fromm darum bitten lasse, gegen Ehrenwort entlassen zu werden. Er wolle sich in seine Dienstwohnung zurückziehen, die ein Stockwerk tiefer lag, würde sich nicht in den Gang der Dinge einmischen. Stauffenberg glaubte ihm nicht, er wusste, Fromm war jeden Verrats fähig. Beck bestimmte, ihn in Haft zu halten, ließ ihm aber belegte Brote und eine gute Flasche Wein aufs Zimmer schicken. Erst eine Stunde später gelang es Fromm, seine Bitte durchzusetzen. Die Haft wurde in Hausarrest umgewandelt, er durfte seine Privaträume aufsuchen. Dort legte er sich auf die Couch und schaltete den Radioapparat ein. Aus dem Lautsprecher drang Marschmusik. Plötzlich riss sie ab, und ein Sprecher sagte: "Hier ist der Großdeutsche Rundfunk. Achtung, wir bringen eine wichtige Mitteilung. Aus dem Führerhauptquartier wird gemeldet, dass in den Mittagsstunden des heutigen Tages ein verbrecherischer Mordanschlag auf die Person des Führers verübt wurde. Das hinterhältige Attentat ist gescheitert, der Führer lebt und ist wohlauf. Die Täter sehen ihrer gerechten Strafe entgegen..." Fromm richtete sich auf; die Couch knarrte. "Wenn ich jetzt ein paar handfeste Männer hätte, würde ich die Schweine fertigmachen", murmelte er; wie viele Leute seines Schlages führte er in erregtem Zustand oft Selbstgespräche. "Wo hab' ich bloß das Ding?", brabbelte er vor sich hin. "Frieda!" Er zog eine Schublade auf, stieß sie wieder zu. "Auch nicht..., Frieda!" Im Türrahmen erschien seine Hausdame. "Herr Generaloberst, Sie haben gerufen?" "Ja, suche meine Pistole! Haben Sie das Ding gesehen?"

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen