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Das Böse hinterm Deich Hinterm Deich Krimi von Nygaard, Hannes (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.02.2020
  • Verlag: Emons Verlag
eBook (ePUB)
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Das Böse hinterm Deich

Bedrohlich, grausam, gnadenlos - Thriller-Spannung vor Nordseekulisse.
Nordfriesland steht unter Schock: Ein Serienmörder hat die idyllische Gegend zu seiner ganz persönlichen Spielwiese auserkoren. Scheinbar ohne jedes System wählt er seine Opfer. Ihre Fotos werden auf die immer gleiche Art und Weise kommentarlos an Kirchentüren genagelt. Kein Motiv, kein Bekennerschreiben, keine Verbindung der Toten untereinander. Die Husumer Kripo um Kultkommissar Große Jäger jagt ein Phantom - und wird immer tiefer in einen perfiden Psychokrieg hineingezogen ...

Hannes Nygaard ist das Pseudonym von Rainer Dissars-Nygaard. 1949 in Hamburg geboren, hat er sein halbes Leben in Schleswig-Holstein verbracht. Er studierte Betriebswirtschaft und war viele Jahre als Unternehmensberater tätig. Hannes Nygaard lebt auf der Insel Nordstrand.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 272
    Erscheinungsdatum: 20.02.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783960415978
    Verlag: Emons Verlag
    Größe: 3050 kBytes
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Das Böse hinterm Deich

EINS

Das Wochenende war wie ein guter Wein gewesen. Es war wunderbar und hatte einen angenehmen Nachgeschmack. Das tiefe Blau der See, ein wolkenloser Himmel und das sanfte Streicheln einer leichten Brise hatten die Menschen verwöhnt. Auch die nächsten Tage versprachen eine Fortsetzung des traumhaften Wetters. Auf dem Satellitenbild wurde seit dem vergangenen Freitag das Hoch »Hannes« gezeigt, das sich fest über Mittel- und Nordeuropa festgesetzt hatte. »Hannes ist absolut unbeweglich«, hatte der Wetterfrosch Meeno im Fernsehen geunkt. »Und in seiner Dickfälligkeit wird er auch noch zum Wochenbeginn über uns lachen. Über der Biskaya wartet schon das nächste Hoch. Bei aller Diskussion zum Thema 'gendergerecht': In diesem Frühsommer dominieren ganz einfach die Männer.«

»Sag ich doch«, bestätigte Hauptkommissar Große Jäger und streckte den Daumen Richtung Fenster aus. Seine Bewegungen wurden heftiger, als sein Gegenüber nicht reagierte. »Was ist, Hosenmatz? Steckt in dir das Phlegma der gemütlichen Dänen? Das Blut deiner Vorfahren? Oder hat Oma dir geraten, dich bei den für euch Rot-Weiße fast schon tropischen Temperaturen von siebzehn Grad, und das in aller Herrgottsfrühe, nicht zu bewegen?«

Kommissar Mats Cornilsen lachte laut auf. »In aller Frühe? Es ist fast halb zehn. Du bist seit zehn Minuten im Büro. War das Wochenende sooo anstrengend?«

Große Jäger bewegte den Daumen noch heftiger. »Was ist nun?«

»Willst du rechts abbiegen?«

»Ich warte darauf, dass du endlich das Fenster öffnest.«

»Ich?«

Der Hauptkommissar drehte sich betont lässig einmal auf seinem Bürostuhl im Kreis. »Siehst du sonst noch jemand?« Dann wandte er Cornilsen, der ihm am Schreibtischblock gegenübersaß, den Rücken zu und sprach zum leeren Arbeitsplatz hinter sich.

»Mensch, Christoph. Wie haben sich die Zeiten gewandelt. Die Jugend erweist uns keinen Respekt mehr. Ich möchte wetten, der Hosenmatz steht auch im Bus nicht für uns Alte auf.«

Hinter ihm ertönte wieder ein Lachen. »Du? Im Bus? Ich könnte mir höchstens vorstellen, dass du dich in einer Sänfte durch Husum tragen lässt. Standardmäßig ist dein Mobilitätsplatz der Schlafsessel vorne rechts.«

Große Jäger faltete die Hände und streckte sie zur Zimmerdecke, verdrehte kunstvoll die Augen und klagte mit verstellter Stimme: »Oh Herr, lass Weisheit regnen über den nordfriesischen Nachwuchs. Lieber Christoph. Du hast auf Erden viel Gutes und Kluges bewirkt. Nun bezirzt du Petrus, dass er uns schon seit Jahren gutes Wetter beschert. Schicke bitte auch Einsicht und Vernunft dem jungen Mann in meinem Büro.«

Cornilsen stöhnte auf. »Ist ja gut. Ich öffne das Fenster.«

Sofort drang von draußen der Lärm der Poggenburgstraße ins Zimmer.

»Wir bekommen eine neue Hausnummer für die Dienststelle«, hatte Große Jäger vor Kurzem verkündet. »Dann ist das Polizeirevier Husum nicht mehr in der Poggenburgstraße 9.«

»Sondern?«

»221b.«

»Verstehe ich nicht.«

Große Jäger gab einen Zischlaut von sich. »So ist es mit Niebüller Abiturienten. In der Baker Street 221b residierte Sherlock Holmes.«

»Dann besteht keine Gefahr, dass wir umnummeriert werden. Was ist die Londoner Adresse gegen Poggenburgstraße 9?«

Jetzt wurden sie abgelenkt, als sich die Tür öffnete und Kriminalrat Mommsen eintrat.

»Moin«, sagte der Dienststellenleiter und baute sich vor den Schreibtischen auf. Die beiden Beamten erwiderten den Gruß. Mommsen erkundigte sich, ob das Wochenende gut verlaufen sei. Dann bestätigte er auf Nachfrage, dass er und sein Lebensgefährte Karlchen ebenfalls schöne Tage verbracht hatten. »Das gute Wetter hat offenbar auch andere animiert, zu feiern. Leider mit einem tragischen Ausgang. Am Sonnabendmorgen hat man einen toten Jugendlichen gefunden.«

»Davon haben wir noch nichts gehört«, warf Große Jäger ein.

»

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