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Das Böse in uns/Ausgelöscht Zwei Smoky-Barrett-Romane in einem Band. Smoky Barrett, Bd. 3 und Bd. 4 von McFadyen, Cody (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 24.04.2015
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Das Böse in uns/Ausgelöscht

Zwei hochspannende Fälle der FBI-Ermittlerin Smoky Barrett in einem e-Book: In 'Das Böse in uns' jagt FBI-Agentin Smoky Barrett einen Serienkiller, der Filme von seinen Taten online stellt. Anscheinend will der Mörder Rache nehmen, denn jedes Opfer hatte eine Sünde begangen. Smoky steht als Nächste auf seiner Liste. Auch in 'Ausgelöscht' hat Smoky es mit dem abgrundtief Bösen zu tun: Sie muss mit ansehen, wie eine blutverschmierte Frau aus einem fahrenden Auto gestoßen wird. Sie ist nur noch eine leblose Hülle: Jemand hat die zentralen Nervenbahnen ihres Gehirns durchschnitten. Und sie wird nicht die Letzte sein ... Zwei Teile der erfolgreichen Thriller-Reihe von Bestseller-Autor Cody Mcfadyen in einem e-Book!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 928
    Erscheinungsdatum: 24.04.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732512652
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Serie: Smoky Barrett 3/4
    Größe: 1784 kBytes
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Das Böse in uns/Ausgelöscht

KAPITEL 10

Rosemary erwacht um halb sieben vom schrillen Alarm ihres Weckers. Sie denkt einen Moment daran, ihn abzustellen und weiterzuschlafen, schließlich ist Sonnabend. Der Gedanke ist verführerisch, doch der Tadel ist augenblicklich und entschieden.

Nein, so funktioniert das nicht. So funktionierst du nicht. Disziplin tagein, tagaus, von heute an bis ans Ende deiner Tage. Es ist die einzige Möglichkeit.

Also zwingt sie sich in eine sitzende Haltung, lässt die Beine aus dem Bett baumeln. Ihre Füße berühren kurz den Holzboden; dann spürt sie die Kälte und zieht sie reflexhaft wieder zurück.

Kaffee. Ich brauche Kaffee.

Sie streckt sich und wundert sich wie so oft, warum sie sich so verspannt und träge fühlt. Schließlich ist sie erst vierunddreißig, und es ist vier Jahre her, dass sie ihr Leben zurechtgerückt hat.

Das ist der Preis, den du für deine Sünden zahlst.

Rosemary wirft einen flüchtigen Blick aus dem Fenster. Sie wohnt in einem Apartment in Simi Valley, Kalifornien - seit nunmehr vier Jahren, seit sie hierher geflüchtet ist, um ein neues Leben anzufangen. Es ist eine hübsche Wohnung, zwei Zimmer, eine gemütliche Einrichtung ohne jegliche Ecken und Kanten. Beigefarbene Teppiche und cremeweiße Wände, Holzböden im Schlafzimmer und in der Küche - es reicht, um sie wunschlos zufrieden zu machen.

In der Luft liegt ein kühles Frösteln, nicht gerade typisch für einen Septembermorgen. Sie ist nackt, und die Kühle macht ihre Brustwarzen hart. Sie schaudert, bekommt eine Gänsehaut.

Sie steht auf und tappt ins Badezimmer. Sie stößt einen spitzen Laut aus, als sie sich auf die Toilettenbrille setzt - sie fühlt sich an ihrem Hintern wie Eis an. Rosemary pinkelt, die Knie zusammengedrückt, wischt sich ab, steht auf, spült. Bevor sie das Badezimmer verlässt, wirft sie im Spiegel einen prüfenden Blick auf ihren Körper.

Sieht gut aus, wie immer. Zu dumm, dass es nie sonderlich hilfreich war.

Rosemary stellt fest, dass ihre Brüste immer noch straff sind, perfekte 80C. Ihr Bauch ist flach, keine Bindegewebsrisse, keine Narben. Sie ist knapp einssiebzig groß. Nicht schlank, aber auch nicht fett. Sie hat kräftige Arme und einen festen Hintern. Ihr Schamhaar ist blond, genau wie die schulterlangen Kopfhaare. Sie ist sehr froh darüber, sich nicht mehr rasieren zu müssen da unten.

Ein perfekter Körper. Andererseits - warum sollte es nicht so sein? Ich habe jedes Mal abgetrieben, wenn ich schwanger wurde. Achtmal insgesamt, jawohl. Mein Uterus ist so vernarbt, dass ich wahrscheinlich gar keine Kinder mehr kriegen könnte, selbst wenn ich wollte. Was wohl auch gut so ist. Kinder haben etwas Besseres verdient als mich.

Sie wendet sich vom Spiegel ab, verdrängt den Gedanken und geht ins Schlafzimmer zurück. Sie nimmt die Halskette und hängt sie sich um: ein kleines silbernes Kreuz an einem dünnen silbernen Kettchen. Sie kniet neben ihrem Bett nieder, die Knie auf dem harten, kalten Holzboden, beugt den Kopf nach vorn, schließt die Augen und fängt an zu beten, wie jeden Morgen.

"Gott, ich danke dir für einen weiteren Tag frei von jenem sündenvollen Leben, das ich früher geführt habe. Ich danke dir, dass du mir die Willenskraft gegeben hast, mich von den Verlockungen fernzuhalten und den Gelüsten zu widerstehen, die mich immer noch heimsuchen. Es wird besser, Herr, aber sie sind noch da. Manchmal denke ich an nichts anderes als an Drogen und ans Ficken, und dann will ich aufstehen und rausgehen und mir Koks und Alkohol reinziehen und einen hübschen großen Schwanz lutschen. Selbst jetzt, wo ich dies sage, wird meine Muschi feucht. Doch mit deiner Hilfe gelingt es mir, Tag für Tag zu widerstehen. Ich wende mich ab von jenen Versuchungen, und ich danke dir, dass du mir hilfst, die Kraft dafür zu finden, o Herr."

Als sie vor vielen Jahren mit dem Beten angefangen hat, hatte sie sich noch nicht getrau

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