text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Das Dixie-Desaster Ein Hap & Leonard-Roman von Lansdale, Joe R. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.03.2015
  • Verlag: Golkonda Verlag
eBook (ePUB)
6,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Das Dixie-Desaster

Einem alten Freund einen Gefallen tun und dessen Enkeltochter aus Drogensumpf und Prostitution befreien, das ist die eine Sache. Aber gleich die ganze Gang und ihren Trailer kurz und klein schlagen und obendrein den Drogenvorrat ins Klo kippen, das ist eine Kampfansage. Die Bosse im Hintergrund sind sauer. Hap und Leonard haben sich nichts ahnend mit dem organisierten Verbrechen angelegt, und die Dixie-Mafia schlägt gnadenlos zurück. Korrupte Bullen und Profikiller rücken unserem tapferen Duo auf die Pelle, und auch das FBI mischt mit. Das kann nur auf eine Art enden: mit einem Desaster. 'Warum sollten wir was Kluges, Ungefährliches und Wohldurchdachtes tun, wenn wir einfach hinfahren und Krawall machen können?' 'Manchmal klappt das.' 'Manchmal schon. Und manchmal kriegen wir aufs Maul.' Country Noir meets Buddy Comedy ? auch Joe R. Lansdales neuester Roman um das ungleiche Heldengespann Hap Collins und Leonard Pine gehört wieder zum Derbsten, Witzigsten, Ehrlichsten und Herzerwärmendsten, was die heutige Kriminalliteratur zu bieten hat. Krimi, Horror, Science Fiction, historischer Roman ? Joe R. Lansdale ist als Schriftsteller in zahlreichen Gefilden zu Hause. Der gebürtige Texaner weiß nicht nur durch seine Ideenvielfalt und seinen schwarzen Humor zu überzeugen, es ist vor allem seine erzählerische Urwüchsigkeit, die seine Fans begeistert.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 279
    Erscheinungsdatum: 09.03.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783944720661
    Verlag: Golkonda Verlag
    Serie: Hap & Leonard 7
    Originaltitel: Vanilla Ride
    Größe: 4697 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Das Dixie-Desaster

Kapitel 3

Wir verdrückten unsere Kekse mit Milch, Leonard seine Kekse mit Dr Pepper, und dann ging Brett hoch ins Bett. Das versprochene Leckerli würde warten müssen. Meiner Meinung nach trug Leonard die Schuld an dem Aufschub, und er bekam von mir einen Eintrag ins imaginäre Klassenbuch. Kein Bienchen für dich, du Arsch. Nächstes Mal würde ich RC Cola besorgen statt Dr Pepper, mal sehen, wie ihm das gefiel. Vielleicht würde ich sogar diese ekligen Kokoskekse kaufen, die er so hasste. Ich hasste sie auch, aber als Strafe war es eine Überlegung wert. Schließlich gingen wir in den Vorgarten, damit Brett nicht von unserem Geschwätz gestört wurde. Sie hatte ein paar Gartenstühle aus Metall gekauft und draußen aufgestellt, und ich stapfte jeden Morgen mit der Erwartung raus, dass sie vom Alu-Onkel mitgeschnackt worden wären, da unsere Wohngegend allmählich verkam. Früher hätte man seinen Geldbeutel auf der Verandaschaukel vergessen können, und niemand hätte sich drum geschert. Heutzutage konnte man keine Käsereibe draußen liegen lassen, ohne dass jemand kam und die Löcher klaute.

Es war ein schöner Abend. In unserer Straße gab es nicht allzu viele Laternen, und der Himmel war klar, sodass man zwischen den Ulmenzweigen die Sterne sah. Zum Grillen war es zu kühl, und die Straße vor dem Haus lag verlassen da. Die Luft roch frisch und ein bisschen süß, wie Babyatem, und in diesem Augenblick war ich froh, dass wir hier in diesem Haus mit diesem Vorgarten und dieser großen Ulme wohnten, in Verhältnissen, die in den alten Büchern über den Süden als stolze Armut bezeichnet wurden.

Wir ließen uns auf den Gartenstühlen nieder, und ich schlug ein Bein über und wippte mit dem Hasenpuschen.

"Alter", sagte Leonard, "du hättest dir wenigstens eine Hose anziehen können. Dieser Morgenmantel lässt ein bisschen tief blicken."

"Wer hat, der kann, das ist mein Motto", sagte ich.

"Bei dem, was du da hast, möchte man sich glatt 'ne Knarre an den Schädel halten."

Marvin sagte: "Ich hätte einen Job anzubieten."

"Du wirst begeistert sein, Hap", sagte Leonard.

Ich schaute Marvin an. "Werd ich das?"

"In einen Freudentaumel wirst du wohl nicht ausbrechen, aber hör's dir mal an", antwortete Marvin. "Meine Tochter hat eine Tochter, und deren Freund schlägt sie andauernd."

Das passte ja zu meiner Unterhaltung mit Brett von eben. Vielleicht sollte ich sie einfach mit einer Schaufel da rüberschicken. Falls ein Kleinwüchsiger dabei war, konnte ich ihr eine Pistole mitgeben.

"Der Freund? Von deiner Enkelin?", fragte ich. "Wie alt ist sie überhaupt, zwölf?"

"Achtzehn."

"Ach komm!", sagte ich.

"Sie wachsen immer schneller."

"Und ein süßer Fratz ist das", bemerkte Leonard. "Solltest sie mal sehen. Eine versaute alte Hete wie du, du wärst hin und weg."

"Kennst du sie?"

"Von 'nem Foto."

Ich wandte mich Marvin zu. "Und worum genau geht's?"

"Tja, er hat sie verprügelt, und ich bin zu ihm hin und hab ihn gerade erwischt, als er in seine Einfahrt reinkam. Er ist ausgestiegen, und ich hab ihn ein klein wenig mit meinem Stock geschlagen. Hat mich ziemlich geschlaucht. Mein Stock hat auch ein bisschen drunter gelitten, und ich hab mir ein paar gute Schuhe zerschrammt. Musste mir 'nen neuen Stock besorgen und die Schuhe putzen lassen. Mit 'nem Vierteldollar kommt man da nicht mehr weit. Übrigens machen das jetzt weiße Jungs. Die verlangen mindestens fünf Dollar."

"Inflation", sagte Leonard.

"Wie alt ist denn dieser Freund?", fragte ich.

"So Mitte zwanzig", sagte Marvin. "Genau weiß ich's nicht. Alt genug, um ein besserer Mensch zu sein. Alt genug, dass ich ihn umbringen und in irgendeinem Loch verscharren könnte."

"Du hast ihn also mit deinem Gehstock vermöbelt, und jetzt willst du ... was genau?", fragte ich. "Hört sich doch eigentlich an, als hättest du dich um das Problem gekümmert un

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen