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Das Ekel von Datteln von Junge, Reinhard (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 06.12.2013
  • Verlag: Grafit Verlag
eBook (ePUB)
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Das Ekel von Datteln

Filz, Korruption, parteipolitische Klüngeleien - ein Fall für das Videoteam PEGASUS Ein grausiger Fund beendet abrupt den Alltagsfrieden der Rijkspolitie auf der holländischen Insel Vlieland: Eine deutsche Urlauberin wird ermordet in ihrem Hotelzimmer aufgefunden. Die Polizei findet schnell heraus, um wen es sich bei der schönen Toten handelt: Ruth Michalski, 29 Jahre, aus Oer-Erkenschwick. Das Videoteam PEGASUS hat bald Gerd Roggenkemper im Fokus: Was hatte der Bürgermeister von Datteln mit der Toten zu schaffen? Nominiert für den ?Friedrich-Glauser-Preis?.

Leo P. Ard, 1953 als Jürgen Pomorin in Bochum geboren, lebt als Drehbuchautor (?Balko?, ?Ein starkes Team?, ?Der Staatsanwalt?, ?Tatort?) hauptsächlich auf Mallorca. Das Drehbuch zu dem ARD-Krimi ?Polizeiruf 110 - Totes Gleis?, das Pomorin gemeinsam mit Michael Illner verfasste, wurde mit dem Adolf-Grimme-Preis in Gold ausgezeichnet. Reinhard Junge wurde 1946 in Dortmund geboren, Studium in Bochum, Referendariat in Hattingen, trotz anfänglichen Berufsverbots Lehrer in Wattenscheid, wo er jetzt als Rentner auch wohnt. Kein Haus, kein Benz, kein Hund, aber drei wunderbare Kinder und jede Menge Kriminalromane. Zusammen schrieben Ard und Junge mit der Ekel-Trilogie - ?Das Ekel von Datteln?, ?Das Ekel schlägt zurück? und ?Die Waffen des Ekels? - deutsche Krimigeschichte.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 238
    Erscheinungsdatum: 06.12.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783894259976
    Verlag: Grafit Verlag
    Serie: PEGASUS-Reihe Bd.1
    Größe: 534 kBytes
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Das Ekel von Datteln

3

"Mord?", schrie Hoekstra. "Hier auf Vlieland? - Der Kerl muss behämmert sein!"

Sein schnelles Urteil war nicht aus der Luft gegriffen. Seit er auf der Insel Dienst schob, hatte er diese Situation etliche Male durchgespielt. Doch das war hypothetisch, für alle Fälle gewesen. Dass es jemand wirklich riskierte, hätte er nicht gedacht: Es gab keinen Flugplatz, die Fähre ging nur dreimal am Tag, und wer mit einer Jacht verschwand, den konnte man noch Stunden später im Wattenmeer abfangen.

"Ich komme!"

Er warf den Hörer hin, scheuchte Alkema hoch und stürmte, ohne aus seinem Räuberzivil in die Uniform umzusteigen, zum Parkplatz. Als der Landrover startete, hoffte er noch immer, Dijkstra wolle ihn nur auf die Schüppe nehmen.

Fünf Minuten später konnte sich der Oberwachtmeister der Rijkspolitie vom Gegenteil überzeugen. Von der Schwelle des Sterbezimmers starrte er kopfschüttelnd auf die Tote. Noch jetzt, in diesem Zustand, war zu erkennen, dass die Frau auf viele Männer sehr attraktiv gewirkt haben musste.

"Böse Geschichte, Cornelius", sagte er schließlich zu dem älteren der beiden Dijkstras, die schweigend hinter ihm standen. "Für die Insel - und für euch."

Der Hotelier, Bauchansatz, Mitte fünfzig, mit angegrauten, aber noch vollen braunen Haaren, sog an seiner erkalteten Stummelpfeife und nickte düster.

"Lauf runter und ruf die Alarmzentrale an!", wandte sich Hoekstra an Alkema. "Die Recherche muss kommen. Und Lissy soll Wim wecken, damit er für uns zum Hafen fährt."

Der Wachtmeester 2e klas verzog das Gesicht. Er hatte sich, wie es schien, noch nicht sattgesehen. Ein kurzer Blick seines Chefs brachte ihn auf Trab.

"Seltsam", murmelte Hoekstra, während er den Gang entlang blickte. Rechts von ihm, auf der Westseite, lagen vier, auf der Mordseite aber nur zwei Zimmer. Zwischen ihnen und dem Vorderhaus war der Platz für zwei Räume ausgespart, sodass man durch ein paar Fenster auf das Flachdach des Frühstücksraums hinabsehen konnte.

"Was ist seltsam?", hakte Dijkstra nach.

"Dass man hier einen Menschen umbringen kann, ohne dass jemand etwas bemerkt ..."

Dijkstra zog die Schultern hoch. "Die Pärchen aus den ersten Zimmern haben lange unten gesessen und Karten gespielt. Die anderen Räume sind diese Woche leer. Wenn das da vor zwölf passiert ist, kann das keiner gehört haben."

"Und später? Kein Streit oder Lärm? Hat beim Frühstück keiner etwas gesagt?"

"Nichts. Nur, dass sie Räder mieten und zum Posthuis fahren wollten ..."

"Ärgerlich", seufzte der Polizist.

Das Posthuis war ein beliebtes Ausflugsziel fast am anderen Ende der Insel. Wer sich sechs Kilometer gegen den Westwind gestemmt hatte und dann dort einkehrte, kam meist so schnell nicht wieder hoch.

Der Blick auf den Schlüsselkasten stimmte ihn auch nicht froher. Laut Vorschrift musste er verschlossen und verplombt sein, mit einem Hämmerchen daneben, damit man sich im Notfall nicht die Finger amputierte. Typisch holländisch, dass der Behälter offen blieb.

Hoekstra zog die Gardine beiseite und spähte durch die Glastür auf die Feuertreppe. Unten kletterte Alkema gerade in den Rover und gab die Meldung durch.

"Die Zimmerschlüssel passen hier nicht?"

Dijkstra verneinte.

"Aber warum hat der Mörder ihn dann mitgenommen?"

Der Sohn des Hoteliers kam zuerst drauf: "Weil er verhindern wollte, dass die Frau zu früh gefunden wird", meinte er. "Und jetzt liegt das Ding irgendwo im Wald oder in den Dünen."

Gedankenverloren starrte Hoekstra auf den leeren Haken hinter der Glasscheibe. Die beiden Sätze passten nicht zusammen...

"Henk!" Der ältere Dijkstra zerschnitt die Gedankenkette des Polizisten. "Gleich kommen neue Gäste. Kann ich die überhaupt aufnehmen?"

"Bitte? Ja, ich denke doch. Aber nicht h

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