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Das Erbe der Wölfin: Der zweite Fall für Johannes Clasen Thriller von Neumann, Heinrich D. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 29.11.2016
  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)
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Das Erbe der Wölfin: Der zweite Fall für Johannes Clasen

Ein Thriller, der unter die Haut geht! 'Das Erbe der Wölfin' von H. Dieter Neumann jetzt als eBook bei dotbooks. Mitten in der Nacht wird München von einem Anschlag erschüttert. Das Ziel: eine kurdische Schneiderei. Die Täter: Rechtsradikale oder Islamisten? Terrorismus-Experte Clemens Venske verdächtigt die Grauen Wölfe. Da wird ein Mitglied dieser pantürkischen Nationalistenorganisation ermordet, das Venske kurz zuvor brisante Informationen versprochen hat. Haben die Grauen Wölfe den Verräter beseitigt? Und wo sind die Dokumente, die das Opfer dem Verfassungsschutz übergeben wollte? Die Ermittlungen führen Venske nach Ostanatolien ... 'DAS ERBE DER WÖLFIN stellt definitiv eine Bereicherung für den deutschen Krimimarkt dar.' Stefan Schweizer, literaturkritik.de Jetzt als eBook kaufen und genießen: 'Das Erbe der Wölfin' von H. Dieter Neumann. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag. H. Dieter Neumann, Jahrgang 1949, wurde nach dem Abitur zunächst Offizier in der Luftwaffe der Bundeswehr. Später kündigte er sein Dienstverhältnis, um Finanzwirtschaft zu studieren. Er arbeitete als Vertriebsleiter und Geschäftsführer in der Versicherungsbranche, bis er seine Leidenschaft für das Schreiben von Kriminalromanen, Thrillern und Sachbüchern entdeckte. H. Dieter Neumann ist ein passionierter Segler. Er lebt mit seiner Frau in Flensburg. Der Autor im Internet: www.hdieterneumann.de

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 407
    Erscheinungsdatum: 29.11.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958248236
    Verlag: dotbooks GmbH
    Serie: Johannes Clasen 2
    Größe: 1063 kBytes
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Das Erbe der Wölfin: Der zweite Fall für Johannes Clasen

Prolog

Sie musste auf den Hocker steigen und sich auf die Zehen stellen, um hinaussehen zu können. In der Ferne türmte sich ein Gebirgsmassiv auf, dessen Spitzen hoch in den Himmel ragten. So weit sie blicken konnte, zog sich die Bergkette am Horizont entlang. Auf den Gipfeln lag an einigen Stellen noch Schnee, weiter unten waren die Hänge völlig kahl. Grau schimmerte der Fels durch die hitzeflirrende Luft - kein Grün bedeckte die scharfen Grate.

Ihr Guckloch war kaum dreißig Zentimeter breit und nur halb so hoch. Es war ganz oben in die Außenwand eingelassen, und sie stieß immer mit ihrem Kopf an die raue Decke, wenn sie durch den flachen, unverglasten Schlitz schaute. Inzwischen waren ihr schon viele ihrer tiefschwarzen Haare ausgefallen.

Das Mauerloch war ihre einzige Verbindung zur Welt da draußen. Sooft die Schmerzen in ihren geschwollenen Füßen es zuließen, stand sie in dieser unbequemen Haltung davor und sog gierig die Luft ein. Der Sichtwinkel war flach, da die Außenmauer unter ihr fast einen Meter dick war. Der immer gleiche Bildausschnitt, den sie einsehen konnte, hatte daher keinen Vordergrund. Das Bild begann erst in einiger Entfernung, dort, wo ein weitgespanntes silbriges Blätterdach von Olivenbäumen das gleißende Sonnenlicht wie ein Spiegel zu reflektieren schien. Dahinter ragten schon die Berge auf, und über allem wölbte sich der wolkenlose Himmel.

Ein wahrhaft grandioses Panorama.

Für sie inzwischen nur noch ein trostloses Standbild. Sie betrachtete es schon zu lange. Nie veränderte es sich. Sie hätte es jederzeit detailgenau aus dem Gedächtnis malen können.

Allein die Dunkelheit veränderte das Bild, schuf täglich ein zweites. Bereits eine halbe Stunde nach Einbruch der Dämmerung herrschte eine so vollkommene Finsternis, dass sie unter den Bergspitzen nichts mehr erkennen konnte. Niemals hatte sie ein Licht entdeckt, keine Feuerstelle irgendwo in der Weite, auch nicht die Scheinwerfer eines Fahrzeuges. Eine Straße schien es in ihrem Blickfeld nicht zu geben, ebenso keine anderen Häuser.

Dafür aber bot das nächtliche Firmament, übersät mit unzählbar vielen strahlenden Sternen, einen überirdischen Anblick. Wie eine in millionenfachem Funkeln leuchtende Kuppel hob sich der Nachthimmel vom Dunkel darunter ab, und die schwarzen Gipfel der schroffen Gebirgskette ragten scharfkantig in das Lichtermeer hinein. Manche Himmelskörper erschienen zum Greifen nah, und auf einigen von ihnen pulsierte das Licht, als wären sie atmende Organismen.

Dieses Bild könnte sie nicht einmal abmalen, das wusste sie. Oft versank sie vollkommen darin und vergaß darüber sogar minutenlang die zermürbende Angst, die sie nie verließ, die in Wellenbewegungen unausgesetzt gegen sie anbrandete.

Ihr Gefängnis musste weit entfernt von jeder Siedlung liegen, so viel war ihr schnell klar geworden. Es war ein offenbar sehr altes, massives Steinhaus, in dessen Obergeschoss man sie eingesperrt hatte. Die Wände bestanden aus unverputzten, roh behauenen Feldsteinen. Sie hielten viel von der Tageshitze draußen und sorgten dafür, dass der Raum in den Nächten nicht zu stark auskühlte.

Bis auf das Motorengeräusch eines Autos, das einmal täglich um die Mittagszeit vorfuhr, war es meistens still. Hin und wieder, auch nachts, hörte sie die Stimmen von Männern, die sich einige Meter unterhalb des Mauerlochs unterhielten. Sie verstand zwar nichts, stellte aber fest, dass es immer höchstens drei oder vier Personen waren. Ihre Bewacher - stumm waren sie also nicht, auch wenn sie nie etwas sagten, wenn sie in ihrer Zelle waren. Bärtige Schweiger.

In den Nächten drangen manchmal die Töne einer fremdartigen Instrumentalmusik aus dem Inneren des Hauses zu ihr herauf. Gegen Morgen aber wurde es still. Vollkommene Stille, in der nur noch die tosende Brandung aus Angst in ihren Ohren dröhnte. In den seltenen Pausen zwischen den Brechern drangen manchmal ein paar ferne Vogelstimmen

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