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Das Erbe von Ragusa von Kastner, Corinna (eBook)

  • Verlag: hockebooks
eBook (ePUB)
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Das Erbe von Ragusa

Nella erbt von ihrer Mutter eine kostbare Perlenkette. Doch immer, wenn sie sich damit im Spiegel betrachtet, geschieht etwas Merkwürdiges: Ein fremdes Gesicht scheint sich vor ihres zu schieben. Als sie kurz darauf den geheimnisvollen Antiquitätenhändler Safet kennenlernt, führen sie die Perlen nicht nur an die dalmatinische Küste nach Dubrovnik, sondern auch zurück ins 16. Jahrhundert - zurück in die Welt von Mirjana, der die Perlenkette einst gehörte. Nella muss Mirjanas wahres Vermächtnis retten - doch vor wem genau, erfährt sie erst, als es sie beinah zu spät ist. "Ein Buch zu schreiben, ist für mich wie ein Abenteuer, in dem ich selbst zuweilen genauso überrascht werde wie die Leser." Corinna Kastner, geboren in der Rattenfängerstadt Hameln, arbeitet am Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung in Hannover. Seit 2005 veröffentlicht sie schauplatzorientierte Spannungsromane. Nachdem sie ihre Leser mit ihren ersten drei Romanen "Eileens Geheimnis", "Das Erbe von Ragusa" und "Die geheimen Schlüssel" (Lübbe) begeistert hat, belegte sie mit "Die verborgene Kammer" (ebenfalls Lübbe) 2010 den dritten Platz beim DeLia Literaturpreis. Es folgten die beiden Regios "Fischland-Mord" und "Fischland-Rache" (emons), mit denen sie nicht nur ihrer Liebe zum Fischland an der Ostsee, sondern auch der zum Genre Krimi folgte. Corinna Kastner lebt mit ihrem Mann, dem Schriftsteller Jörg Kastner, in Hannover.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 490
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783957512642
    Verlag: hockebooks
    Größe: 3429 kBytes
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Das Erbe von Ragusa

Für Louise mit Dank -
du weißt, weshalb ...

"Wer das Paradies auf Erden sucht,
soll nach Dubrovnik kommen!"

George Bernard Shaw

Liebe Leserin, lieber Leser,

sicher kennen Sie Dubrovnik, die zauberhaft Stadt an der kroatischen Adriaküste. Aber wussten Sie auch, dass sie erst seit Ende des Ersten Weltkrieges so heißt? Ursprünglich war ihr Name Ragusa - in ferner Vergangenheit eine mächtige Stadtrepublik, die problemlos mit Venedig konkurrieren konnte. Handel wurde getrieben, große Schiffe trugen ihre Waren überallhin und brachten aus fernen Ländern wieder andere mit nach Hause. Ragusa war reich an Kirchen und Klöstern, die auch heute noch beeindrucken - das Kloster der Fanziskaner beherbergt eine der ältesten Apotheken Europas. Diese Apotheke war es, die mich inspirierte zur Legende um Mirjana - der Hexe von Ragusa.

Von Mirjana ahnt Nella noch nichts, als sie im Nachlass ihrer Mutter eine geheimnisvolle Perlenkette findet. Sie spürt die Perlen unter ihren Fingern vibrieren, und sie sieht, wie sich ein fremdes Gesicht über ihres legt, wenn sie sich im Spiegel betrachtet. Doch bald wird sie weit mehr sehen: Das Ragusa des 16. Jahrhunderts ersteht vor ihren Augen. Nella gerät in den Bann von Menschen, die in ihrer Zeit längst tot und begraben sind, sie sieht und fühlt, was sie nie für möglich gehalten hätte. Nicht nur in der Vergangenheit, sondern auch in der Gegenwart, in der ihr der äußerst attraktive Antiquitätenhändler Safet weder aus dem Kopf geht noch aus dem Herzen zu reißen ist.

Folgen Sie den beiden zuerst nach Dubrovnik und dann nach Ragusa, lassen Sie sich verzaubern von einer Hexe, von kostbaren Perlen und von der atemberaubenden Landschaft Kroatiens.

Viel Vergnügen beim Lesen - und vielleicht planen Sie ja Ihren nächsten Urlaub in Dubrovnik!

Herzliche Grüße

Corinna Kastner
Vorspiel

Er lief. Seine Füße flogen über den Boden, so schnell, dass sie die Erde kaum zu berühren schienen. Die Bäume und Büsche links und rechts von ihm hatten keine scharfen Konturen, sie verwischten am Rande seines Blickfeldes. Sein Keuchen dröhnte ihm in den Ohren.

Hin und wieder machte er einen großen Satz über eine Baumwurzel oder ein anderes Hindernis, ängstlich darauf bedacht, nicht zu stolpern und hinzufallen, denn er wusste, würde das geschehen, wäre er verloren.

Er hörte sie hinter sich, hörte ihre Stimmen und ihre Rufe, und er betete zum Herrn, dass Er ihm helfen möge, obwohl er nur zu gut wusste, wie selbstgerecht er gewesen war. Eine Sünde, die Gott schwer verzieh. Wie konnte er also wagen zu beten? Der Herr strafte Seine Kinder, wenn sie die Gerechtigkeit selbst in die Hände nahmen, statt auf Ihn zu vertrauen und auf den Tag des Jüngsten Gerichtes.

Jetzt war es zu spät zu bereuen - und eigentlich bereute er auch nichts.

Die Stimmen wurden lauter, kamen näher, gefährlich nahe. Im Laufen drehte er sich halb um und erhaschte einen Blick auf die Gestalt, die ihm am nächsten war. Hätte er nur den Mut stehen zu bleiben, sich ihr entgegenzustellen und ihr von Angesicht zu Angesicht zu sagen, was er stattdessen anderen berichtet hatte. Doch er war nicht mutig. Er lief.

"Da vorn, seht!", rief einer der Verfolger. "Dort läuft er!"

"Er darf uns nicht entkommen!", erscholl die Antwort.

Dann geschah das Unglück. Er fiel über eine Wurzel, strauchelte, wild ruderten seine Arme über seinem Kopf, schließlich landete er mit dem Gesicht auf der weichen, feuchten Erde, die er in Mund und Nase bekam, weil er panisch nach Luft rang. Er spuckte den Dreck aus und versuchte, sich zugleich aufzurappeln, dabei hörte er viel zu dicht hinter sich einen frohlockenden Ausruf.

"Hab ich dich, du Lump!"

Und tatsächlich, er spürte eine Hand, die ihm am Nacken packte und hochzerrte, eine vom Laufen gerötete und zugleich vor Genugtuung verzerrte Fratze starrte ihn an.

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