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DAS ERGOS-PROJEKT von Schultze, Christian F. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.12.2014
  • Verlag: 110th
eBook (ePUB)
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DAS ERGOS-PROJEKT

Eine Zukunftsfiktion Unabhängig voneinander entdecken der chilenische Astrophysiker Manuel Sandros und der deutsche Mathematiker Sebastian Grüner wissenschaftliche Grundlagen, um einen Schwarzlochgenerator entwickeln zu können. Damit wollen sie das immer eklatanter werdende Energie- und Umweltproblem ein für alle Mal lösen. Doch obwohl der Bau des Large-Hadron-Colliders (LHC) bei Genf weitere wichtige Erkenntnisse verspricht, können sich die führenden Industrienationen weder in der Umweltpolitik noch in der Energieforschung auf gemeinsame Anstrengungen einigen. Da unbegrenzte Energie auch die Anwendung einer neuen Superlaser-Waffe ermöglicht, entwickelt sich ein Wettrennen der Großmächte um diese Technologie. Wissenschaftler und Agenten finden sich alsbald zwischen den Mahlsteinen der Machtpolitik der um Vorherrschaft ringenden Länder wieder. Das Verhängnis nimmt seinen Lauf... '...and the monkeys looked up at the stars...'

Christian F. Schultze wurde am 9. Januar 1944 als Sohn eines Pfarrers bei Chemnitz geboren. Nach einer Tischlerlehre qualifizierte er sich auf dem zweiten Bildungsweg zum Ingenieur und zum Juristen und arbeitete u. a. als Justitiar in Berlin. Unter anderem war er an den Ermittlungen um den 'Mordprozess ohne Leiche' von Jonsdorf beteiligt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 281
    Erscheinungsdatum: 13.12.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958654624
    Verlag: 110th
    Größe: 342kBytes
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DAS ERGOS-PROJEKT

Jeremias Alban Redcliff hatte gerade seinen 45. Geburtstag hinter sich gebracht, als er endlich in das Büro des Energieministers eingeladen wurde. Man schrieb den 1. September 2004. Es war ein sonniger, warmer Mittwochnachmittag in Washington. Am Vorabend jenes Datums war auf dem Parteitag der Republikaner gerade George W. Bush junior mit einer Politshow, wie sie bisher ohne Beispiel in der gesamten amerikanischen Geschichte gewesen war, zum neuerlichen Präsidentschaftskandidaten der Republikaner ausgerufen worden. Das Desaster seiner Wahl vom Sommer 2001 war längst vergessen. Die Macher wetteten auf die Macht der Bilder. Und nach 9/11 und dem Einmarsch der von den USA geführten Alliierten in Afghanistan und im Irak war sowieso nichts mehr wie vordem. Nation in war! George John Tenet, CIA-Direktor, hatte das erwartet. Er hatte nur kurze Zeit benötigt, bis ihm dämmerte, was mit dem WTC-Desaster bezweckt worden war. Meist hatte der CIA in den entscheidenden Missionen eine Aufgabe gehabt. Bei 9/11 waren sie im Dunkeln getappt. Jedenfalls hatten jetzt die evangelikalen Fundamentalisten in Washington das Sagen und die Pragmatiker waren in die Minderheit geraten. In Redcliffs Kopf setzte sich der Verdacht fest, dass die neuen Jungs im Pentagon um Verteidigungsminister Donald Henry Rumsfeld gerade dabei waren, die Dienste umfassend zu instrumentalisieren und im Pentagon eine eigene Geheimtruppe zu etablieren. Weiter vorausschauende Projekte standen offenbar weniger im Blickpunkt des Oval Office.

Der Admiral kannte E. Spencer Abraham von seinem kurzen Gastspiel in Harvard 1996. Er hatte an der Universität nur als Gast Vorlesungen über Energiewirtschaft angehört, bevor er dann am Massachusetts Institut of Technologie (MIT) dasselbe machte. Der Sohn libanesischer Einwanderer hatte aber Redcliffs Aufmerksamkeit geweckt, weil er als Tutor in den dortigen Seminaren an wirklichen Zukunftsfragen des Erdballs, wie Energie und Trinkwasser, ebenso interessiert schien, wie er selber, wenn auch aus vollkommen anderen Gründen. Während er nach seinem Studium an der Columbia University, der folgenden Ausbildung in Westpoint und seinem steilen Weg hinein in den Auslandsgeheimdienst, entsprechende Vorlesungen der nordamerikanischen und ausländischen Koryphäen an den Universitäten Amerikas vor allem aus dienstlichen Gründen, die sich in wunderbarer Weise mit seinen persönlichen Intentionen deckten, anhörte, war Abraham zu der Zeit gerade kurz davor, an Harvard eine Professur zu bekommen und glaubte, mit sorgfältig recherchierten Abhandlungen über die zukünftigen Probleme der Menschheit Bewegung in die Gehirne der Mächtigen pflanzen zu können.

Hieraus ergaben sich für die beiden Männer vielfältige Anknüpfungspunkte und Redcliff hatte in zahlreichen abendlichen Gesprächen manches von Abraham lernen können, da dieser die Probleme in Mittelost, insbesondere des Libanon mit seinen Anrainern Israel, Palästina und Syrien, wo schon längst massiv um Energie und Wasser für die zukünftigen Generationen gerungen wurde, tiefgründig kannte. Zwar konnte er damals Abraham nicht näher erläutern, in wessen Auftrag und unter welchen Umständen er als frischgebackener Ressortleiter für Energie- und Trinkwasserressourcen im CIA an dessen Universität weilte. Aber dennoch hatte sich zwischen den beiden Männern in jener Zeit, wenn auch keine Freundschaft, so doch respektvolle Zuneigung entwickelt. Inzwischen waren einige Jahre vergangen. Abraham hatte es in verhältnismäßig kurzer Zeit und aus Gründen, die Redcliff immer noch nicht ganz klar waren, bis zum Energieminister der Vereinigten Staaten gebracht. Und der jetzige Chef des Energieministeriums hatte sich Redcliffs erinnert, als dieser ihn telefonisch um eine inoffizielle Unterredung gebeten hatte. Es hatte nicht lange gedauert, bis er aus dessen Büro angerufen wurde. Nun, etwas mehr als fünf Jahre nach ihren gemeinsamen Tagen in Harvard, war er an diesem Nachmittag ü

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