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Das fünfte Pergament Mystery-Frankreichkrimi von Mansion, Barbara (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 18.05.2018
  • Verlag: Plaisir d'Amour Verlag
eBook (ePUB)
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Das fünfte Pergament

In einer alten Chronik des Klosters von Landévennec stößt der Architekt Pierre LeBreton auf ein bisher unbekanntes Pergament der Templer. Ihr letzter Großmeister - Jacques de Molay - vertraut darin wenige Tage vor seiner Verhaftung im Oktober 1307 einem gewissen Herrn von Blanchefort einen Großteil des Templerschatzes an. Da kommt Pierre die Geschichtswissenschaftlerin Beatrix Greifenberg, die mit ihrem Auto seinen Gartenzaun zu Schrott fährt, gerade recht! Gemeinsam machen Beatrix und Pierre sich auf ins Razès, zum Stammsitz derer von Blanchefort. In den alten Stollen unter Rennes-le-Château stoßen sie auf ein ungeheuerliches Geheimnis und werden in einen Strudel abenteuerlicher Ereignisse gezogen, die die beiden auf der Suche nach dem Templerschatz quer durch Frankreich führen ... Ein Mystery Südfrankreich-Krimi. Barbara Mansion, Jahrgang 1961, lebt mit ihrem Mann und etlichen Haustieren in einem kleinen Dorf unmittelbar an der deutsch-französischen Grenze. Kreatives Schreiben lernte sie an einer Hamburger Akademie. Nach mehreren historischen Kriminalromanen wagt sie mit 'Das fünfte Pergament' einen ersten Schritt in die Welt zeitgenössischer Mystery Krimis.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 394
    Erscheinungsdatum: 18.05.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783864953552
    Verlag: Plaisir d'Amour Verlag
    Größe: 754 kBytes
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Das fünfte Pergament

Kapitel 2

Am nächsten Morgen kam Pierre in recht aufgeräumter Stimmung im Büro an, und er bewahrte sie den ganzen Tag über. Nicht einmal Monsieur Lacot konnte seine gute Laune verderben, obwohl er zum dritten Mal die Pläne für den Umbau seines Hauses verwarf und ihn damit zwang, quasi von vorn zu beginnen. Er war überaus charmant zu Yvonne und übersah geflissentlich ihre unvermeidlichen Rechtschreibfehler, genauso wie den grellgelben Pullover. Auf Marcs hartnäckige Fragen nach dem Pergament antwortete er mit ausgesuchter Geduld, dass er im Moment anderweitig beschäftigt sei, aber durchaus plane, weitere Schritte zu ergreifen. Welche das sein sollten, wusste er selbst nicht, also erklärte er rigoros, er werde später darüber nachdenken. Damit sollte Marc sich für heute zufriedengeben. Was er aber nicht tat.

"Man könnte den Eindruck haben, dass das Pergament dir nicht sehr wichtig ist." Marc schien wirklich beleidigt.

"Keineswegs. Aber ich warte erst einmal Jean-Lucs Nachforschungen in Paris ab. Falls das Dokument eine Fälschung ist, ist die Sache ohnehin vom Tisch. Und bis dahin habe ich anderes zu tun."

"So? Und was genau kann wichtiger sein als unsere Recherchen zu diesem Pergament?"

"Ich denke über das Essen nach, das ich heute Abend koche."

"Du ... kochst? Wie willst du das denn anstellen?"

Pierre grinste verschmitzt. "Ganz einfach. Ich drucke mir ein Rezept aus dem Internet aus, kaufe all die Dinge, die unter Zutaten aufgeführt sind, und mische sie genauso zusammen, wie es unter Zubereitung angegeben ist." Das sollte nicht allzu schwierig sein.

"Ich fürchte, die Sache ist zum Scheitern verurteilt."

"Du bist zu pessimistisch. Außerdem wird Béatrice mich tatkräftig unterstützen."

"Wer ist Béatrice?"

"Mein Gast."

"Aha. Ist das die Frau, derentwegen du gestern nicht zur Arbeit kommen konntest? Warum lädst du sie nicht in ein schickes Restaurant ein?"

"Sie hatte einen Autounfall", sagte Pierre und erzählte Marc, was passiert war. "Ich denke, ich werde heute früher gehen. Und vielleicht nehme ich mir den Rest der Woche frei. Du kommst gewiss allein klar. Und falls Jean-Luc irgendetwas Weltbewegendes über unser Manuskript in Paris herausfindet, ruft mich einfach an."

"Aber sicher." Mit einem Grinsen im Gesicht setzte Marc hinzu: "Man könnte glauben, du bist ernsthaft verliebt."

"Unsinn! Es war mein Gartenzaun, der ihr im Weg stand. Ich fühle mich lediglich verantwortlich." Pierre warf das ausgedruckte Rezept in seinen Aktenkoffer und ging.

Der verwegene Gedanke, zu kochen, war ihm am Vormittag gekommen. Während Monsieur Lacot ihm langatmig seine neuesten Ideen unterbreitete, hatte Pierre Aufmerksamkeit geheuchelt und sorgfältig die schwierige Durchführbarkeit seines Plans gegen den Spaß, mit Beatrix gemeinsam in der Küche zu werkeln, abgewogen. Letzteres hatte gesiegt. Er konnte sich viele nette Möglichkeiten vorstellen, wie man sich zwischen Hummer und Gemüse näherkommen könnte. Er hatte zwar keine blasse Ahnung vom Kochen, doch das hielt ihn nicht von seinem Vorhaben ab. Im Internet war das ausgewählte Rezept schließlich als leicht nachzukochen angepriesen worden. Was konnte schon schiefgehen?

Die Verkäuferin im Feinkostladen hob die Augenbrauen, als er mit seiner Einkaufsliste auftauchte, stellte aber keine zubereitungstechnischen Fragen. Vielleicht ahnte sie, dass er sie nicht würde beantworten können. Professionell stellte sie alles, was er brauchte, zusammen und packte den Hummer in eine Tragebox mit Salzwasser. Pierre gab ihr seine Kreditkarte und zahlte ohne mit der Wimper zu zucken den unverschämten Preis.

Voller Tatendrang kam er zu Hause an, allerdings versetzte ihm Beatrix' Reaktion einen ersten Dämpfer.

"Was ist das?", fragte sie mit gerunzelter Stirn.

"Hummer. Wir beide werden uns ein wunderbares Abendessen zaubern."

Warum guckte

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