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Das falsche Spiel Thriller von Howe, K. J. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.01.2020
  • Verlag: Piper Verlag
eBook (ePUB)
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Das falsche Spiel

Thea Paris, Sonderermittlerin für Entführungsfälle, wird selbst zur Geisel: Als sie zwei Waisenjungen nach London zu einer Pflegefamilie bringen will, wird das Flugzeug, in dem sie reisen, entführt. Was zunächst nach einem Zufall aussieht, entpuppt sich bald als abgekarteter Plan: Thea ist keineswegs ein willkürliches Opfer, die Kidnapper haben es auf sie abgesehen. Hinter der Entführung steckt jemand, der schon lange plant, sich an Thea zu rächen. Er spielt ein Spiel mit ihr, das auf jeden Fall tödlich enden wird - und Thea ist gezwungen zu entscheiden, wer leben darf und wer sterben muss ... KJ Howe wurde in Toronto, Kanada geboren, doch durch die vielen Umzüge der Familie sah sie die ganze Welt - zum Beispiel Afrika, den Mittleren Osten, Europa und die Karibik. Neben ihrer Leidenschaft für das Reisen, die ihr bis heute erhalten geblieben ist, begeisterte sie sich schon früh fürs Lesen und bald wuchs in ihr der Wunsch, selbst Geschichten zu schreiben. In Toronto studierte sie zunächst Betriebswirtschaft und fasste nach dem Universitätsabschluss schnell Fuß in der Geschäftswelt. Doch ihr Traum vom Schreiben trieb sie bald wieder zurück zur Universität, wo sie Kreatives Schreiben studierte. Bislang veröffentlichte sie mehrere Fachbücher und Ratgeber. Heute lebt Howe wieder in Toronto, reist aber im Zuge ihrer Recherchen immer noch um die ganze Welt, nimmt an Kamelrennen in Jordanien teil, surft auf Hawaii, schlägt sich durch den Dschungel von Costa Rica, taucht mit Weißen Haien in Südafrika und arbeitet mit Elefanten in Botswana.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 464
    Erscheinungsdatum: 13.01.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783492994187
    Verlag: Piper Verlag
    Serie: Thea Paris 2
    Originaltitel: Skyjack
    Größe: 4734 kBytes
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Das falsche Spiel

Prolog

10. März 1956
11.275 Meter über dem Mittelmeer

Bomberpilot Earl Johnson hatte sich noch nie so hellwach gefühlt.

Die B-47 war schnell wie der Blitz und verfügte über eine unvergleichliche Manövrierfähigkeit. All seine Sinne waren bis aufs Äußerste geschärft. Doch nicht einmal die sechs Triebwerke des strategischen Bombers konnten seine Besatzung an diesem Tag warm halten. Die niedrige Außentemperatur umhüllte das Flugzeug wie ein Eispanzer. Earl war voll konzentriert, seine eisigen Finger hielten den Schubhebel umklammert in dem Versuch, das Flugzeug mit den anderen drei Stratojets in Formation zu halten.

Er verlagerte sein Gewicht in dem engen Cockpit, sein Atem entwich ihm in kristallisierenden Wölkchen. Das dicke Flugzeughandbuch lag unter seinen Füßen, damit ihm die Zehen nicht abfroren. Sein Co-Pilot und sein Bordingenieur klapperten mit den Zähnen, beschwerten sich jedoch mit keinem Wort. Ihnen war eiskalt, sie waren steif, und es war beinahe unerträglich - aber sie freuten sich alle drei wie die Schneekönige. Earl konnte sich keinen perfekteren Moment vorstellen. Sie jagten in einer Höhe von 11 275 Metern durch die Luft. In dieser Höhe war ihr Treibstoffverbrauch optimal, aber dort betrug der Unterschied zwischen der Mindestgeschwindigkeit und einem Überschreiten der Höchstgeschwindigkeit nur wenige Stundenkilometer. Wenn Earl in diesem engen Geschwindigkeitsbereich auch nur ein bisschen zu schnell flog, riskierte er eine Schockwelle, die dazu führen konnte, dass der Luftstrom auf den Flügeln abriss und das Flugzeug in einen unumkehrbaren Sturzflug geriet. Wenn er ein wenig zu langsam flog, konnte dies zu einem Strömungsabriss führen, und das Flugzeug würde wie ein Stein vom Himmel fallen. Eine leichte Turbulenz konnte eines dieser beiden Szenarien verursachen. Somit war diese Flughöhe unter Effizienzgesichtspunkten optimal, aber eben auch gefährlich, ein Bereich, der unter Piloten als "coffin corner" - Sargecke - bekannt war und in dem Earl sich wie zu Hause fühlte. Der Ritt auf der Rasierklinge sorgte dafür, dass er voll konzentriert blieb, und lenkte ihn von den eisigen Temperaturen und den finanziellen Sorgen ab, die das neue Baby, das unterwegs war, ihm bereitete.

Sie waren vor acht Stunden von der MacDill Air Force Base in Florida gestartet, ihr Ziel war der Luftwaffenstützpunkt Ben Guerier in Marokko. Die vier Flugzeuge schossen am Himmel entlang dem Treffpunkt mit den Betankungsflugzeugen entgegen, um für den Nonstop-Flug zum zweiten Mal neuen Treibstoff aufzunehmen. Jede B-47 hatte zwei Zylinder mit Uran-235 an Bord, ausreichend spaltbares Material, um zwei Atombomben zu bauen, jede potenziell mit der hundertfachen Sprengkraft der Atombombe, die Hiroshima in Schutt und Asche gelegt hatte.

Earls Funkgerät meldete sich auf der verschlüsselten Frequenz.

"Bluebird Drei, schlechte Sicht von 8700 bis 4400 Meter. Wir müssen zum Betanken bis auf 4260 Meter runtergehen. Kommen." Earls bester Freund Joe, dem spaßeshalber der Spitzname Slow Joe verpasst worden war, weil er auf hohe Geschwindigkeiten stand, flog die vierte B-47.

"Verstanden." Earl beschleunigte auf 275 Knoten, 896 Stundenkilometer über Grund, der sich 11 275 Meter unter ihnen befand, und ließ die Triebwerke noch einmal einige Sekunden lang aufheulen, bevor sie in den Sinkflug gehen und tief in die Wolken hinabtauchen würden, um den Treffpunkt mit dem Betankungsflugzeug ansteuern zu können. Bestimmt würde es Joe in den Fingern jucken, da Earl sich mit seinem Bomber vor ihn gesetzt hatte.

"Deine Maschine ist siebenundvierzig Mal lauter als deine Frau nach einem fünftägigen Zwischenstopp von dir bei ihr", krächzte Slow Joes Stimme neckisch aus dem Funkgerät. "Jawollja, sie hat dem Geschwaderkommandeur gesagt, dass sie dich nicht mal drei Stunden ertragen kann, geschweige denn fünf Tage."

Earls Co-Pilot und sein

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