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Das Familiengrab Roman von White, Gillian (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 29.11.2016
  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)

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Das Familiengrab

Wenn dein Kind ein Mörder ist: Der psychologische Spannungsroman 'Das Familiengrab' von Bestsellerautorin Gillian White jetzt als eBook bei dotbooks. Wer tief gesunken ist, kann noch weiter fallen... Die junge Shelley ist mit der Erziehung ihrer sechs Kinder völlig überfordert - und dann geschieht das Unfassbare: Ihr 11-jähriger Sohn Joey wird beschuldigt, ein Baby getötet zu haben. Die Medien wittern die Story des Jahres. Ein Aufschrei nach Vergeltung geht durch die englische Bevölkerung. Und eine öffentliche Hetzjagd auf die alleinerziehende Shelley und ihre Kinder beginnt, die gnadenlos ihre Opfer fordert... Eiskalt, brutal - und very, very British! Jetzt als eBook kaufen und genießen: 'Das Familiengrab' von Gillian White. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag. Gillian White stammt aus Liverpool und arbeitete mehrere Jahre als Journalistin, bevor sie sich ganz dem Schreiben von Romanen widmete. Mit ihrem Mann und zwei Hunden lebt sie in Totnes, Devon. Vier ihrer Romane wurden vom britischen Fernsehen erfolgreich verfilmt. Bei dotbooks veröffentlichte sie ihre Romane "Das Ginsterhaus", "Denn du bist mein", "Hexenwiege", "Ein unheimlicher Gast", "Das Familiengrab", "Das Hotel bei den Klippen", "Der Peststein", "Der Fluch der alten Dame", "Du kannst uns nicht entkommen", "Die Einsamkeit der Lüge" und "Der Nachmieter".

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 373
    Erscheinungsdatum: 29.11.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958247727
    Verlag: dotbooks GmbH
    Originaltitel: Refuge
    Größe: 1715 kBytes
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Das Familiengrab

1. Kapitel

Ihr war sofort klar, wer das Baby angezündet hatte. Acht Wochen war es erst alt gewesen. Ein winziges, neugeborenes Baby. Die graukörnigen Bilder der Überwachungskameras zwei Läden entfernt von Clinton Cards brauchte sie sich nicht anzusehen, diese Aufnahmen von den Jungs, die die High Street hinunterrannten, zwischen den Bussen durchschossen, den einzigen Fahrzeugen, die in dieser Fußgängerzone zugelassen waren.

Kennen Sie das Gefühl, im Meer zu schwimmen und plötzlich bricht über Ihnen eine riesige Welle zusammen, zieht Sie hinunter auf den Grund und Sie haben gerade noch Zeit für den einen Gedanken - nämlich dass Sie sterben? Genau dieses Gefühl hatte Shelley, als sie ihren Sohn in den Nachrichten sah. Und während diese Erkenntnis sie unter sich begrub, wunderte sie sich darüber, welche albernen Kapriolen der Verstand in solchen wesentlichen Momenten des Lebens schlägt - nur ein einziger Gedanke raste nämlich durch ihren Kopf: Wo zum Teufel hatte dieser Mistkerl denn dieses Mal schon wieder seine blaue Jacke gelassen?

Dem Rest der Meldung versperrte sich Shelley, nur ein, zwei Wörter sprangen sie an wie Wölfe, Wörter wie Paraffin und eine weinende Mutter, Intensivstation und ein silbernes Zippo-Feuerzeug mit einem eingravierten Löwen, das von einem Passanten am Tatort gefunden und bei der Polizei abgegeben worden war. Starr vor Schock zog sie an ihrer Zigarette. Oben hörte sie ihr Baby schreien. Joey teilte sich mit Julie ein Zimmer. Wahrscheinlich kam er gleich runter, vom Schlaf zerzaust und sich die Augen reibend, Kindermörder und Unschuldsengel zugleich.

Später würde Shelley Zeit finden, darüber nachzugrübeln, ob sie wohl die einzige Mutter war, die sich vor zwei Dingen am meisten fürchtete: ihrem eigenen Kind könne etwas zustoßen oder ihr Kind könne eines Tages einem anderen ein Leid zufügen. Letzteres nicht etwa, weil dieses Kind besonders missraten schien, sondern weil sie sich einfach manchmal vorstellte, was für dunkle Seiten in ihrem Sohn schlummerten. Joey hatte nämlich die besten Voraussetzungen. Sosehr ihn Shelley liebte, der arme Teufel hatte eine denkbar schlechte Ausgangslage für eine glückliche Zukunft: zu viele Dads, zu viele Umzüge, zu viele Schulen, zu viel schief gelaufen. Wer normal ist und angepasst, der rennt nicht herum und Verbrennt Babys.

Verbrennt Babys.

Verbrennt Babys, die erst acht Wochen alt sind.

Diesen Gedanken blendete Shelley aus. Kein Schrei der Welt war laut genug, um hier Trost zu schaffen, weshalb sie versuchte ihre Kräfte zu sammeln, um sich gegen das, was auf sie einstürzen würde, zu wappnen.

Wie lange würde es noch dauern, bis die Polizei vor ihrer Tür stand, bis die Lehrer, die Nachbarn und alle anderen, die mit drinsteckten, davon erfuhren? Dann würden sie ihr ihren Jungen wegnehmen und ihn der Allgemeinheit zum Fraß vorwerfen, diesem Hass, den die Gesellschaft normalerweise für Pädophile und Vergewaltiger aufsparte? Der Film war grobkörnig, nur schemenhaft waren Personen zu sehen. Shelley hatte Joey an seinem Gang erkannt. Die Tat selbst hatten sie nicht auf Band, der Bürgersteig außerhalb von Clinton Cards wurde nicht von Kameras überwacht. Nein, es gab nur Bilder von der Bande von der Zeit vor und nach der Brandstiftung.

Shelley stand auf, ging durchs Zimmer und schob den Vorhang beiseite. Draußen war es dunkel. Niemand zu sehen. Noch nicht.

Aber das Baby. Das Baby ist tot. Das Baby starb an einem Schock.

Als Kind rief man ihr Schimpfworte hinterher, weil sie eine Schielbrille tragen musste. Ihre Kindheit war wegen dieser ständigen Spötteleien die reinste Hölle gewesen. " Brillenschlange. Brillenschlange ." Jetzt kreisten Shelleys Gedanken um den mordlüsternen Mob, sich durch Gedränge schiebende Polizeiwagen und sensationshungrige Reporter. Die Gemeinheiten, die sie in ihrer Kindheit hatte über sich ergehen lassen müssen, waren ein Sonntag

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