text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Das Geheimnis am Rio Grande von Stirling, Glenn (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 27.04.2016
  • Verlag: Uksak E-Books
eBook (ePUB)
2,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Das Geheimnis am Rio Grande

DAS GEHEIMNIS AM RIO GRANDE WERNER DIETSCH schrieb als GLENN STIRLING Western Der Umfang dieses Buchs entspricht 156 Taschenbuchseiten. Nachdem mehrere Leichen aus dem Rio Grande gefischt wurden, wird der US-Marshal Gordon Mailer nach El Paso entsandt, um den dortigen Sheriff bei der Aufklärung zu unterstützen. Mailer beginnt mit seinen Ermittlungen bei Brewster Hotchkiss, dem Besitzer der größten Ranch im County, und dessen Sohn Cleve, da die toten Cowboys von der H-Ranch waren. Was für ein undurchsichtiges Spiel treibt der Revolvermann Francis Colon, der von Hotchkiss zu seinem Schutz angeheuert wurde? Wem kann Gordon Mailer trauen und wem nicht? Je tiefer er gräbt, desto klarer wird, welch mächtigen Gegnern der mutige US-Marshal gegenübersteht, wie weitreichend die Verstrickungen von Gier und Korruption sind, die er nach und nach aufdeckt - und umso gefährlicher wird seine Mission.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 160
    Erscheinungsdatum: 27.04.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783738903263
    Verlag: Uksak E-Books
    Größe: 870kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Das Geheimnis am Rio Grande

7

D ie kommende Nacht wird den Auftakt des Kampfes bringen. Warnungen und Drohungen sind verklungen. Harter, brutaler Kampf ohne Regeln folgt. Niemand weiß es im Voraus, wie alles laufen wird. Doch Gordon ahnt und spürt, dass ein Gewitter in der Luft liegt.

Er nähert sich der Ranch von Südwesten her. Vor den ersten Drahtzäunen sitzt er ab, bindet Kaktus die Zügel auf, damit das Pferd auf seinen Pfiff hin folgen kann.

Zwischen den Koppeln führt ein Reitweg zur Ranch. Gordon geht ein Stück darauf entlang, kriecht dann unter einem Zaun hindurch und schlägt einen Haken nach Süden zu. Jetzt weht der Wind quer zu seiner Gangrichtung. Günstiger kann es für ihn nicht sein.

Am Himmel glitzern die ersten Sterne. Noch drei Stunden bis zum Mondaufgang. Drei kostbare Stunden. Es wird Vollmond sein, und damit zu viel Licht für einen Mann, der heimlich und möglichst ungesehen an die Ranch kommen will.

Ein Wassergraben kreuzt Gordons Weg. Er tappt hindurch und legt sich an den Rand. Hier dicht über dem Gras hört er besser als oben, wo der Wind zu sehr rauscht.

Auf der Ranch ist es dunkel. Keines der vielen Fenster ist erleuchtet. Und gerade das warnt Gordon besonders. Vergeblich versucht er zu erkennen, ob sich jemand vor den Hauswänden befindet.

Er denkt an die beiden Doggen. Sicher laufen die in der Nacht frei herum. Mit ihnen muss er rechnen.

Er erhebt sich und geht langsam weiter. Um keine Zeit zu verlieren, falls er überrascht wird, zieht er den Colt. In seiner linken Tasche klirren kaum hörbar die beiden gefüllten Reservetrommeln aneinander. Er wird schnell nachladen können. Seine schnellste Zeit im Auswechseln der Trommeln betrug zwei Sekunden. Er hat es ausprobiert.

Daran denkt er jetzt nicht. Vor ihm ragt ein Strauch auf, dunkel, unscharf zu erkennen und gefahrdrohend.

Gordon bleibt stehen. Langsam geht er in die Hocke und wartet. Rechts neben dem Strauch ist eine dunkle Masse. Wie ein Fleck erscheint es. Die Ränder des Strauches wirken durch die Zweige wie zerfetzt, bis auf jene Stelle rechts.

Da ist jemand, sagt sich Gordon.

Er legt sich flach auf den Boden. Er sieht es besser. Nein, dieser Fleck an der rechten Buschkante hat nichts mit dem Strauch zu tun. Es könnte ein großer hoher Stein sein, fast eine Säule. Hier in der Koppel eine Säule?, fragt sich Gordon. Eher ein Mensch, ein lauernder Mensch.

Gordon liegt reglos. Er wartet auf eine Bewegung. Und sie kommt. An der linken Seite dieses Schattens schiebt sich etwas Spitzes heraus.

Der Ellenbogen, überlegt Gordon. Ja, er könnte es sein.

Der Schatten bewegt sich nach links, verharrt wieder. Vor dem nur wenig helleren Hintergrund erkennt Gordon die Beine der Gestalt dort vorn. Vorhin stand sie anders, jetzt hält sie die Beine gespreizt.

Plötzlich ertönt weit hinter Gordon wildes Bellen. Dann ein dumpfes Wiehern.

Kaktus und die Doggen, fährt es Gordon durch den Kopf.

Plötzlich kracht ein Schuss. Dann tritt tiefe Stille ein.

Gordon regt sich nicht. Er hat einen Schuss gehört. Ist das des Grauschimmels Ende? Er weiß nicht, wie der Kampf zwischen Pferd und Hunden ausgegangen ist, hat keine Ahnung, ob der Schuss das Pferd traf.

Vor ihm steht ein Mann neben dem Busch. Jetzt bewegt er sich etwas nach rechts. Ein Schatten nähert sich aus dem Hintergrund. Gordon hört raschelnde Schritte im Gras. Eine zweite Gestalt taucht neben dem Mann dort vorn auf.

"Er ist weg. Sein verdammtes Vieh von einem Gaul hat die Doggen erledigt." Das ist Cleves Stimme. Gordon kennt sie zu genau, um sich zu täuschen. Der Hinzugekommene ist also Cleve Hotchkiss.

Das Gespräch geht weiter. Und schon bei den ersten Worten des anderen erkennt Gordon auch ihn an der Stimme. Es ist Colon.

"Es ist die Frage, ob er wirklich weg ist. Hast du ihn gesehen?"

"Kein Pferd greift Hunde selbständig an, Francis. Er war bestimmt im Sattel.

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen