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Das Geheimnis der Haushälterin Kriminalroman von Landgraf, Dieter (eBook)

  • Verlag: neobooks Self-Publishing
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Das Geheimnis der Haushälterin

Der Millionär und Gesundheitsfanatiker Friedbert Voß wird in der Sauna seiner Villa am Akaziensee leblos aufgefunden. Sein Hausarzt diagnostiziert einen natürlichen Tod. Zur Trauerfeier erscheinen die Familienangehörigen vollzählig. Beim Verlesen des Testaments des Verstorbenen kommt es zum Eklat. Die dreißig Jahre jüngere Haushälterin Solveig Lilienthal erbt die Hälfte des Vermögens. Die vier Töchter von Friedbert Voß reagieren wütend und empört. Der außereheliche Sohn Malte Baader dagegen nimmt die Festlegung im Testament gelassen entgegen. In der Nacht nach dem Begräbnis wird die Leiche der ältesten Tochter, Saskia Jungblut, am Seeufer gefunden. Sie wurde heimtückisch ermordet. Bei den Ermittlungen stellt sich recht schnell heraus, dass keine Aussicht auf die Lösung des Falles besteht. Die Ermittlungsakte wird geschlossen. Dann geschieht ein weiterer Mord. Dieter Landgraf, Jahrgang 1943, studierte Sport und Geschichte an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena. Heute lebt er im beschaulichen Lichterfelde-Süd am Stadtrand von Berlin. Seine bisherigen Bücher: Die Tote unter dem Schlehendorn, Sandras Rache, Tatort Pfaueninsel, Schweigegeld.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 331
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783742740816
    Verlag: neobooks Self-Publishing
    Größe: 988 kBytes
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Das Geheimnis der Haushälterin

In der Villa

Jens Knobloch lässt sich von Achim Wenzel den Weg zu dem Haus von Friedbert Voß beschreiben. Nach gut zwanzig Minuten Fußmarsch steht er vor einer beeindruckenden Villa. Sein Blick fällt auf ein im charmanten Stil der fünfziger Jahre erbautes Gebäude. Umsäumt wird es von einer beachtenswerten parkähnlichen Gartenanlage. Der Pool am Ende des Grundstückes scheint beheizbar zu sein. Jedenfalls deutet das bläulich schimmernde Wasser darauf hin. Ansonsten wäre um diese Jahreszeit das Schwimmbecken geleert. Alles nur vom Feinsten, stellt Jens Knobloch fest und betätigt den Klingelknopf. Unter Benutzung der Wechselsprechanlage bittet um Einlass. Das Summen am Türgriff signalisiert ihm, dass er eintreten kann. Mit Blick auf den Dienstausweis sagt Solveig Lilienthal statt einer Begrüßung sichtlich verunsichert: "Polizei? Sie sind Kriminalkommissar. Was führt Sie denn zu mir?"

Ihre Verblüffung legt sie schnell ab und bittet ihn, ins Haus einzutreten. Dem geübten Auge des Kommissars entgeht nicht ihre sichtliche Nervosität, die sie hinter einem freundlichen Mienenspiel zu verbergen versucht. Nachdem beide in der ausladenden Couchgarnitur Platz genommen haben, mustert Jens Knobloch unauffällig seine Gesprächspartnerin. Vom Alter her schätzt er sie auf Mitte Vierzig. Die langen braunen Haare umrahmen ein ebenmäßig geformtes, äußerst anmutsvolles Gesicht. Die sinnlichen Lippen und die großen Augenlider mit dem recht sparsam verwendeten Make-up unterstreichen ihr äußerst attraktives Erscheinungsbild. Nur die sorgfältig lackierten langen Fingernägel und der wertvolle Schmuck, den sie an den Handgelenken und Fingern trägt, passen nicht so recht in das Bild, welches sich der Kommissar unter einer Haushaltshilfe vorstellt. Insgesamt besitzt sie eine angenehme Ausstrahlung. Ihr interessantes Aussehen unterstreicht sie außerdem mit einem bezaubernden Lächeln. Der Kommissar kann sich des Eindruckes nicht erwehren, dass es ein wenig aufgesetzt wirkt. Er glaubt, bei ihr eine gewisse Unsicherheit zu verspüren. Die kaum merkliche Angespanntheit führt Jens Knobloch jedoch eher auf seine Dienstellung zurück. Ein solches Verhalten hat er bereits öfters auch bei anderen Personen bemerkt. Er misst seiner Wahrnehmung im Moment keine weitere Bedeutung bei. Vielmehr lässt ihn das in den frühen Vormittagsstunden ungewöhnlich gepflegte Erscheinungsbild leicht ins Grübeln kommen. Umgehend löst er sich von der Betrachtungsweise des Äußeren und der subjektiven Beurteilung ihres Aussehens. Der Kommissar beginnt die Unterhaltung mit einer Frage, die mehr einer Feststellung gleicht: "Sie haben von dem Vorfall in der vergangenen Nacht gehört und können sich denken, weshalb ich zu Ihnen gekommen bin?"

"Was soll sich zugetragen haben? Ich kann mir nicht vorstellen, wovon Sie sprechen."

"Das Vorkommnis ist im ganzen Ort bekannt. Haben Sie sich am heutigen Vormittag mit niemand unterhalten?"

"Nein. Ich habe mich soeben zum Ausgehen fertig gemacht, um ins Hotel zu gehen. Dort übernachteten alle Familienmitglieder. Heute fahren sie wieder zurück und ich möchte mich von ihnen verabschieden. Seit Sie sich als Kriminalkommissar vorgestellt haben, überlege ich, was Sie eigentlich zu mir führt. Friedbert, äh, Herr Voß, ist einer Krankheit erlegen, leider viel zu früh. Wenn ich das als Außenstehende einmal so sagen darf."

Dieser kleine Lapsus, ihren Arbeitgeber mit dem Vornamen zu titulieren, entgeht Jens Knobloch nicht. Doch im Moment schenkt er dem keine weitere Beachtung und sagt: "Der Grund für meinen Besuch ist nicht der Tod von Friedbert Voß. Auch interessiert mich im Augenblick nicht, was sie für ihren verstorbenen Dienstherrn empfinden. Leider ereignete sich in der vergangenen Nacht etwas Abscheuliches. Saskia Jungblut fiel einem Gewaltverbrechen zum Opfer. Sie wurde hinterrücks ermordet. Deshalb bin ich zu Ihnen gekommen. Zudem möchte ich mir einen Überblick über die Vermögensve

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