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Das Geheimnis von Fort Silverrain von Blackwood, Sina (eBook)

  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Das Geheimnis von Fort Silverrain

Ein modernes Märchen, welches viel Platz zum Träumen lässt. Eine Welt zwischen knallhartem Geschäft und Tausend und einer Nacht, voller Sehnsüchte und Wünsche. Ungeachtet aller Bitten fliegt die britische Computerspezialistin Kendra Swan nach Hause zurück. Für Prinz Saladin bricht eine Welt zusammen. Als am Ende sein Vater ganz offen eine Braut für ihn sucht, verlässt er im Zorn den Palast, um Kendra wiederzusehen. Er hat nicht die geringste Ahnung, vor welche Tatsachen man ihn am Ziel seiner Reise stellen wird... 1962 in Sebnitz geboren, verbrachte sie ihre frühe Kindheit inmitten der Natur. Das hat sie geprägt, spiegelt sich auch in ihren Werken wider. Durch den Umzug ihrer Familie nach Dresden entdeckte sie ihre Liebe zu Museen und Kunstsammlungen. Nach der EOS (heute Gymnasium) und der Lehre zur Wirtschaftskauffrau im Einzelhandel verschlug es sie für einige Jahre an die Ostsee. Inspiriert durch die Schönheit der Landschaft begann sie mit dem Schreiben - und hörte nicht mehr auf. Bis August 2015 veröffentlichte sie 28 Bücher, sowie zahlreiche Kurzgeschichten in Anthologien und Online-Magazinen. Seit dem Jahr 1996 lebt sie in Chemnitz. Sie ist Mitglied im Freien Deutschen Autorenverband und der Künstlervereinigung fundus artifex.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 276
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783741267895
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 799kBytes
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Das Geheimnis von Fort Silverrain

In letzter Sekunde

Kendra hat es verschlafen. Ihr persönliches Informationssystem ist zwar richtig programmiert, die Weckfunktion auf ihren Biorhythmus eingetaktet, aber Kendra tickt im Moment wohl anders. Mehr als einmal hatte sie in den letzten Wochen den Minicomputer zur Verzweiflung gebracht, der beim dritten erfolglosen Weckversuch stets mit einer langen Selbstdiagnose begann.

Das flutete mit konstanter Boshaftigkeit den begrenzten Datenspeicher und sorgte für Chaos im Netzwerk der Wohnung. Der Zentralcomputer der Wohneinheit brauchte immer ein paar Minuten, um das Durcheinander zu ordnen.

Heute war es wohl zu viel des Guten gewesen. Das System bootete neu, verhaspelte sich immer wieder, timte schließlich auf nach dem Frühstück und sperrte gleichzeitig diverse Küchengeräte. Das hieß, der Kühlschrank ließ sich nicht mehr öffnen, der Heißgetränkeautomat spuckte keinen Kaffee mehr aus und einige andere zentral gesteuerte Komponenten verweigerten den Dienst.

So sehr sie auch versuchte, den Timer zu überlisten, es gelang ihr nicht. Dabei hatte sie grundlegend an der Programmierung dieser Anlagen mitgearbeitet. Stinksauer, weil hungrig, fuhr sie mit dem Lift in die Tiefgarage, wo ihr Mini-Hovercraft parkte. Sie legte den rechten Zeigefinger auf die ovale Fläche des papillarliniencodierten Starters, der kleine City-Flitzer schwebte aus der Park-Verankerung. Durch das offene Rolltor verließ er den Wolkenkratzer.

Kendra brütete finster vor sich hin, während der kleine Flitzer vollautomatisch seine Bahn zog. "Dämliches Automatenpack", murmelte sie, entgegen ihrer sonstigen ruhigen Natur, und schickte Sekunden später noch einen saftigen Fluch hinterher, als das Hovercraft links statt rechts abbog.

Dabei tat der Kleine nur, was ihm aufgetragen worden war. Dass sie vergessen hatte, ihm eine neue Route zu geben, um im Drive-In ein Frühstück zu kaufen, dafür konnte er ja nun wirklich nichts. Unbeirrt zog er seine Bahn.

Wütend schlug Kendra mit der Faust auf das Armaturenbrett. Es machte knack , alle Lichter erloschen, der Flitzer blieb stehen. Einfach so - mitten auf der Fahrbahn. Es ging buchstäblich nichts mehr. Nicht einmal die Tür ging auf.

Dafür meldete sich wenig später der Kommunikator. Sie zog das scheckkartengroße Gerät aus der Tasche. Das Gesicht Arveds, ihres Geschäftspartners, schaute wenig freundlich aus dem Display.

"Zum Teufel noch mal, wo steckst du denn? Ich sitze hier wie auf Kohlen! Ohne deine Unterschrift läuft gar nichts."

Kendra durchzuckte es siedendheiß. Sie hatte die Vertragsunterzeichnung mit dem Ölmulti in der Tat völlig vergessen. Sie erbleichte. Aber nicht nur deshalb - der Sauerstoff war fast verbraucht in der winzigen Kabine.

"Dir hat es wohl die Sprache verschlagen?", schnaufte Arved.

"N ... nein", stammelte Kendra. "Ich sitze nur mit dem Hovercraft fest, die Tür geht nicht auf und mir wird die Luft langsam knapp, weil auch noch alle anderen Systeme gleichzeitig ausgefallen sind." Geistesgegenwärtig hielt sie den Kommunikator hoch, dessen Kamera die Bilder live übertrug.

"Mach keinen Scheiß! Ich schicke dir sofort jemanden raus!", rief Arved zu Tode erschrocken. "Wo ..."

Der Kontakt brach zusammen, bevor sie ihren Standort durchgeben konnte. Ihre Hände zitterten, sie rang nach Luft. Mit geschlossenen Augen blieb sie einfach hocken. Die Techniker würden sie schon finden. Arved konnte sicher die Bilder auswerten und erkennen, wo ihr Fahrzeug stand.

Ein kratzendes Geräusch ließ sie zusammenzucken. Mühsam hob sie den Kopf. Neben ihrem Mini-Hovercraft stand ein Nobelschlitten, dessen zwei Insassen sich an der Verriegelung ihres Gefängnisses zu schaffen machten. Erfolglos. Der größere, der Männer, ein wahrer Hüne in schwarzem Anzug, hob bedauernd die Hände. Der andere Mann betrachtete besorgt das bleiche Gesicht der jungen Frau, die völlig apathisch in ihrem S

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