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Das Gift der Wahrheit Thriller von Corbin, Julia (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.07.2018
  • Verlag: Diana Verlag
eBook (ePUB)
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Das Gift der Wahrheit

Am Mannheimer Klärwerk wird eine Leiche angespült. Um den Hals der Toten hängt ein Medaillon mit einer in Harz gegossenen Kreuzspinne. Die Ermittlungen führen Hauptkommissarin Alexis Hall und Kriminalbiologin Karen Hellstern zu der Freundin der Getöteten. Sind die Frau und deren Tochter ebenfalls in Gefahr? Oder handelt es sich um ein perfides Eifersuchtsspiel? Erst als Alexis die Verbindung zu einer Serie von Morden in Kolumbien herstellt, wird klar: Das nächste Opfer ist bereits ausgewählt, und das Gift einer Spinne wird ihm langsam das Leben nehmen ...

Julia Corbin, geboren 1980, studierte Biologie in Heidelberg. Die Arbeit als Biologin inspirierte sie auch zu ihrem ersten Thriller 'Die Bestimmung des Bösen' mit dem Team Hall & Hellstern. Ihre Leidenschaft für Nervenkitzel lebt die Autorin nicht nur in ihren Büchern, sondern auch bei Sportarten wie Kite- und Windsurfen oder Extrem-Hindernisläufen aus. Sie wohnt mit ihren Hunden im Landkreis Heilbronn und gibt Kurse in Kreativem Schreiben.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 432
    Erscheinungsdatum: 09.07.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641200282
    Verlag: Diana Verlag
    Serie: Diana-Taschenbücher .35977
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Das Gift der Wahrheit

3

Karen nahm eine weitere Pinzette und zog eine zerrissene Kette mit einem goldenen Medaillon heraus. Der Mitarbeiter der Spurensicherung wollte sie ihr abnehmen, aber sie hielt ihn auf. "Einen Moment bitte." Sie zog frische Handschuhe an und betrachtete es aus der Nähe. "Scheint echtes Gold zu sein. Es ist nicht gerostet oder angelaufen."

"Vielleicht ein Erbstück", sagte Alexis.

Vorsichtig öffnete Karen den Anhänger und zuckte zusammen. "Dann möchte ich diese Familie nicht kennen." Im Inneren des Medaillons befand sich kein Bild, sondern eine sorgfältig präparierte und in Harz gegossene Spinne.

"Ist das widerlich", murmelte der Mitarbeiter der Spurensicherung.

Karen schloss das Amulett und überreichte es ihm. "Ich brauche es so schnell wie möglich zurück, um eine Artbestimmung vorzunehmen."

Der Mann nickte. "Ich setze es oben auf die Liste. Nach der langen Zeit und der Feuchtigkeit wird ohnehin nicht viel daran zu finden sein."

"Ist das nicht eine einfache Kreuzspinne?", fragte Oliver.

"Auch da gibt es verschiedene. Am weitesten verbreitet ist die Gartenkreuzspinne, Araneus diadematus , daneben gibt es noch die Vierfleckkreuzspinne, die seltene Gehörnte Kreuzspinne und einige andere Arten."

"Ist so ein Anhänger ein Modetrend, der mir entgangen ist?"

"Zumindest keiner, der mir bekannt ist", entgegnete Karen, wobei sie sich insgeheim eingestehen musste, dass dieses Schmuckstück eine morbide Faszination auf sie ausübte.

"Was für ein kranker Spinner fertigt so ein Medaillon an?", murmelte Alexis.

"Vermutlich derselbe, der sie getötet hat", erwiderte Oliver.

"Sehr witzig", sagte Alexis.

"Auf Terraristikmessen kann man diverse eingegossene Tiere kaufen. Vom Skorpion bis zur Schlange. Vielleicht hatte das Opfer Kontakt zu der Szene", gab Karen zu bedenken.

"Mir gefällt das alles nicht." Oliver schüttelte den Kopf. "Hält der Mann deiner Schwester nicht Bartagamen?"

"Seit dem Studium. Ich kann ihn fragen, ob er etwas über Spinnenschmuck weiß."

"Das wäre gut." Er rieb sich über die Unterarme, als wäre ihm kalt. "Wie geht es eigentlich Louise?"

"Gut, die Therapie scheint zu helfen. Sie ist stärker, als ich es je für möglich gehalten habe."

"Das freut mich", sagte Alexis. "Richte ihr Grüße von mir aus."

"Komm morgen zum Essen, dann kannst du es ihr persönlich sagen."

"Ich glaube nicht, dass das eine gute Idee ist."

"Red keinen Schwachsinn. Du kommst. Keine Diskussion."

Alexis seufzte, und Oliver rollte theatralisch mit den Augen. "Und was ist mit mir?"

"Du darfst natürlich auch kommen, wenn du mein überglückliches Schwesterchen mit ihrem Mann sehen willst." Es war ein offenes Geheimnis, dass Oliver eine Schwäche für Louise hatte.

"Danke für diese überaus herzliche Einladung." Oliver zwinkerte ihr zu. "Leider muss ich ablehnen. Meine Tochter kommt zu mir. Sie will so eine romantische Vampirserie mit mir ansehen."

Karen stöhnte. "Und da wundert sich einer, warum ich lieber Zeit mit Krabbeltieren verbringe." Sie wandte sich an einen Mitarbeiter der Spurensicherung. "Ich bräuchte eine Probe von dem Kleidungsstück. Seid ihr fertig mit ihr?"

"Einen Moment", sagte er, ging ein paar Meter, bis er am Rhein stand. "Hey, Richard", brüllte er in Richtung des anderen Flussufers. "Können wir etwas von dem Oberteil abschneiden?"

"Dokumentiert es halt", schallte es zurück.

"Wofür gibt es eigentlich Funkgeräte?", flüsterte Oliver ihr zu, und Karen grinste.

Schließlich kehrte der Mann zurück und half ihr, etwas von dem Stoff abzuschneiden und in einer sterilen Beweismitteltüte zu verpacken. Nachdem alle Tüten verstaut und beschriftet waren, fing sie einige der Fliegen und Käfer ein, die sie auf den Überresten fand. Es waren wenige, und bei dem Zustand der Leiche würde sie aus ihnen voraussichtlich keine wichtigen Erkenntni

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