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Das Ginsterhaus Roman von White, Gillian (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.07.2016
  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)

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Das Ginsterhaus

Mysteriös und abgründig - der internationale Bestseller 'Das Ginsterhaus' von Gillian White, der 'Lady of Suspense', jetzt als eBook bei dotbooks. Seit ihr kleiner Schützling brutal ermordet wurde, wird die Sozialarbeiterin Georgie von schweren Schuldgefühlen geplagt. Obwohl die junge Frau vor Gericht freigesprochen wird, löst die britische Presse eine wahre Hetzjagd auf sie aus. Georgie flieht aus London nach Dartmoor in ihr einsames Cottage. Doch die ersehnte Ruhe will sich nicht einstellen - plötzlich geschehen mysteriöse Dinge, die Georgie schier in den Wahnsinn treiben: ein unheimlicher Fremder taucht auf, Augen starren sie wie aus dem Nichts an und eine Farbpalette ist blutüberströmt ... Georgie kommt ein furchtbarer Verdacht! 'Ein unheimlicher Spannungsroman mit einem geradezu nervenzerreißenden Schluss.' Booklist Jetzt als eBook kaufen und genießen: 'Das Ginsterhaus' von Gillian White. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Gillian White stammt aus Liverpool und arbeitete mehrere Jahre als Journalistin, bevor sie sich ganz dem Schreiben von Romanen widmete. Mit ihrem Mann und zwei Hunden lebt sie in Totnes, Devon. Vier ihrer Romane wurden vom britischen Fernsehen erfolgreich verfilmt. Bei dotbooks erscheinen ihre Romane 'Das Ginsterhaus', 'Denn du bist mein', 'Hexenwiege', 'Ein unheimlicher Gast', 'Der Peststein', 'Das Familiengrab' und 'Das Hotel bei den Klippen'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 385
    Erscheinungsdatum: 01.07.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958246324
    Verlag: dotbooks GmbH
    Größe: 761 kBytes
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Das Ginsterhaus

1. Kapitel

Vor langer, langer Zeit, so erzählt man sich, suchte der Teufel dieses Tal heim. Er hinterließ eine Fährte auf der dünnen Schneedecke, eine schnurgerade Spur von Hufabdrücken, die schwarzen Stapfen eines Zweibeiners, querfeldein, über Steinmauern und Zauntritte, den Friedhof und die gefrorenen Ackerfurchen.

Er hatte sich durch nichts von seinem Weg abbringen lassen.

Man erzählt sich, Millie Blunt, ein törichtes Mädchen, habe am Zweig einer alten Eiche seinen Hosenbeutel gefunden, als sie dort nach Mistelzweigen suchte. Das unglückselige Kind nahm ihn mit nach Hause in dem Glauben, er berge einen Zauber in sich. Eines Nachts, als der Mond, der durch das kleine Fenster fiel, ihre Bodenkammer mit seinem hellen Licht überflutete, legte sie ihn unter ihr Kopfkissen und schlief darüber ein. Von diesem Tag an sprach sie bis zu ihrem Tode nur noch wirres Zeug.

Warum aber der Teufel ein Tal wie dieses für einen seiner Streifzüge oder zum Seelenfang ausgewählt haben sollte, blieb für allezeit im Dunklen. Es gab schon damals nicht mehr als zwölf Seelen in dem kleinen Weiler Wooton-Coney, und die wenigen, die es gab, waren zweifelsohne Christen, die in solch unheimlichen Nächten wie dieser zu Hause blieben hinter ihren fest verrammelten Türen und Fenstern. Mit einem Wort, dies hier war eine fromme und gottesfürchtige Gemeinde. Die Kirche selbst und der Friedhof, durch den der Teufel seinen Weg genommen hatte, waren schon im siebzehnten Jahrhundert zusammengestürzt, und nur an den Überresten des alten Mauerwerks und den von Flechten überzogenen Grabsteinen ließ sich erkennen, wo sie sich einst befunden hatten. Der genaue Zeitpunkt ist nicht überliefert, doch irgendwann wurde die Wetterfahne des heruntergestürzten Kirchturms geborgen, und seit zweihundert Jahren dreht sich der verbeulte Blechhahn nun auf seiner verrosteten Stange über dem Giebel der alten Buckpit-Scheune.

Jahrhunderte sind seither ins Land gegangen, und Georgina Jefferson ist so sehr das Gegenteil des vom Schicksal verfolgten armen Mädchens, wie man es sich nur vorstellen kann. Sie ist gebildet und hat gute Manieren und sie ist gesund, geistig gesund. Während Millie Blunt es mit den Männern nicht so genau nahm und schon immer als nicht ganz richtig im Kopf galt (der Pfarrer schlug mit der Faust auf die Kanzel, stellte sie an den Pranger und nannte ihr Kind eine Ausgeburt des Teufels), bestätigten Georginas Lehrer in ihren Zeugnissen stets, sie könne es im Leben noch weit bringen.

Im Gegensatz zur unglücklichen Millie mit ihrem wirren, zerzausten Haar, dem fahrigen Blick und ihren Schwindeleien umgab Georgina nichts Melodramatisches. Als Millies Kind starb, hatte sie geschworen, der Teufel sei in der Nacht gekommen und habe es erstickt. Georgina dagegen ist nur schwer zu erschüttern, sie ist ausgeglichen, weder sentimental noch morbid, und sie lässt sich nicht so leicht von irgendwelchen Tagträumen mitreißen wie manche ihrer Freundinnen. Daher brachte sie diese Teufelsgeschichte nicht aus der Fassung, als sie sie das erste Mal hörte. Allerdings konnte sie sich, aus beruflicher Sicht, des Gedankens nicht erwehren, dass man mit Millies Eigenheiten heute behutsamer umgegangen wäre. Georgina würde keinen Hosenbeutel erkennen, wenn sie denn einen fände, und ihn wahrscheinlich für eine Art Sattelzubehör halten. Sie ist praktisch und vernünftig, sie neigt nicht zu Exzessen jedweder Art. Auf Partys sitzt sie ruhig auf ihrem Stuhl und sieht zu, während die schwächeren Sterblichen sich betrinken und zum Narren machen. Sie hält sich an ihren Tomatensaft mit einem Schuss Worcestersoße, sie ist die Disziplinierte und sie fährt am Schluss alle nach Hause.

Man kann Georgina Jefferson mit ihren zweiundvierzig Jahren, schlank, dunkelhaarig und gutaussehend, die ihre Kleidung bevorzugt bei Marks & Spencer kauft und an Weihnachten Postkarten von Wohlfahrtsorganisationen verschickt, nur a

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