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Das graue Phantom Ein Fargo-Roman von Cussler, Clive (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 18.05.2020
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Das graue Phantom

Ein geheimnisvolles Automobil wird gestohlen - gleich zwei Mal! Ein Fall sowohl für Isaac Bell als auch für Sam und Remi Fargo.
1906: Der Grey Ghost, ein bahnbrechender Prototyp von Rolls-Royce, wird gestohlen. Kein Geringerer als der berühmte amerikanische Detektiv Isaac Bell spührt das kostbare Automobil auf und kann es den rechtmäßigen Besitzern zurückbringen.
Heute: Der berühmte Oldtimer Grey Ghost wird auf ähnlich spektakuläre Weise gestohlen wie zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts. Die Schatzjäger Sam und Remi Fargo beschließen, ihn aufzuspüren. Doch bald ahnen sie, dass es um weit mehr geht, als nur um ein Auto. Denn kein noch so verrückter Sammler würde dafür morden - oder?

Seit er 1973 seinen ersten Helden Dirk Pitt erfand, ist jeder Roman von Clive Cussler ein "New York Times"-Bestseller. Auch auf der deutschen SPIEGEL-Bestsellerliste ist jeder seiner Romane vertreten. 1979 gründete er die reale NUMA, um das maritime Erbe durch die Entdeckung, Erforschung und Konservierung von Schiffswracks zu bewahren. Er lebte bis zu seinem Tod im Jahr 2020 in der Wüste von Arizona und in den Bergen Colorados.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 576
    Erscheinungsdatum: 18.05.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641242503
    Verlag: Blanvalet
    Originaltitel: The Gray Ghost
    Größe: 2365 kBytes
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Das graue Phantom

1

PEBBLE BEACH, KALIFORNIEN
CONCOURS D'ELEGANCE

Gegenwart, August

Eine salzig frische Brise wehte vom Meer landeinwärts und blähte die schneeweiße Leinenplane der Zeltpavillons, in denen sich Zuschauer drängten und Champagner tranken. Hinter den Pavillons wurde der strahlende Sonnenschein von den auf Hochglanz polierten Motorhauben der Luxusoldtimer reflektiert, die auf dem frisch gemähten smaragdgrünen Rasen parkten. Zwei Kinder rannten zwischen einem blau-weißen 1932er Auburn V-12 Boattail und einem weißen 1936er Auburn Speedster herum und lachten ausgelassen, als ihre sichtlich genervten Eltern hinter ihnen herkamen, sie an den Händen fassten und von den Autos wegzogen.

Sam Fargo steuerte seine Frau, Remi, die in den Auktionskatalog vertieft war, ein Stück zur Seite, um den Eltern und ihren Kindern Platz zu machen.

»Gibt es da irgendwas Interessantes?«, fragte er und guckte ihr über die Schulter.

»Außer sehr seltenen und sehr teuren Autos?« Remi räusperte sich. »Ich habe hier gerade einen 1929er Bentley. Als Besitzer wird ein gewisser Lord Albert Payton, Viscount Wellswick, genannt. Ich hoffe, deine Mutter erwartet nicht, dass wir für den mitbieten.«

»Natürlich nicht.«

Sie sah ihn an, ihre seegrünen Augen hinter den dunklen Gläsern einer Sonnenbrille versteckt, das kastanienbraune Haar von einem breitkrempigen Hut vor der grellen kalifornischen Sonne geschützt. »Hast du wirklich keine Ahnung, weshalb wir hierherkommen sollten, um ihn zu treffen und mit ihm zu reden?«

»Ich weiß nur, dass es irgendwas mit Autos zu tun haben muss.«

»Das grenzt das Ganze ja schon erheblich ein«, sagte sie mit einem Anflug von Spott, blickte wieder ins Veranstaltungsprogramm und blätterte weiter. »Viscount Wellswick hat drei Wagen für die Auktion angemeldet. Warum um alles in der Welt sollte er sie den weiten Weg hierherbringen, wenn er in Großbritannien lebt?«

»Die Wagen sind nicht hier. Er allerdings schon.«

Sie schlug den Katalog zu und sah sich um. »Ich komme allmählich zu dem Schluss, dass auch er auf gewisse Art eine Seltenheit ist. Sagte deine Mutter nicht, dass er uns um zehn treffen wollte?«

Sam sah auf die Uhr. Es war kurz vor elf. »Vielleicht habe ich die Zeit falsch verstanden.« Er holte sein Telefon aus der Tasche und wählte die Nummer seiner Mutter. »Hi, Mum ...«

»Hast du mit Albert gesprochen?«, fragte sie, ehe er eine Chance hatte, den Grund seines Anrufs zu nennen.

»Deshalb ruf ich an. Wir würden gern wissen, ob du etwas von ihm gehört hast.«

»Nein, aber ich bin sicher, dass er kommen wird. Ich bin am Hafen, sonst hätte ich euch die Telefonnummer des Motels nennen können, in dem er wohnt.« Im Hintergrund hörte er das Geräusch eines Bootsmotors. Seine Mutter, Eunice »Libby« Fargo, betrieb in Key West einen Charterboot-Service für Taucher und Hochseeangler. Früher, als sein Vater noch gelebt hatte, war das nur ein Hobby gewesen, nun aber gehörte es zu ihren Leidenschaften. Es war noch gar nicht so lange her, dass sie mehr Zeit an Land verbracht hatte als auf dem Wasser. Nun, mittlerweile in den Siebzigern, traf das Gegenteil zu, und sie war nicht bereit, dies zu ändern und in absehbarer Zeit irgendwo vor Anker zu gehen. »Es ist möglich, dass ich mich mit der Uhrzeit vertan oder irgendetwas verwechselt habe«, sagte sie.

»Besteht auch die Möglichkeit, dass du mehr über das weißt, um das es geht?«

»Nur das, was ich dir neulich erzählt habe - ich muss jetzt aber Schluss machen. Ich habe eine Gruppe Kunden an Bord, und wir wollen starten. Ruf mich wieder an, wenn du nicht bald von ihm hörst.«

Sie trennte die Verbindung.

»Nun?«, fragte Remi.

»Es ist nach wie vor ein Rätsel.«

Das Einzige, was er mit Sicherheit wusste, war, dass laut der Aussage seiner Mutter Albert Payton, der 7. Viscount Wellswick, ein entfernter Verwandter von ihm war. »Er gehört zur

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