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Das Haus der verlorenen Seelen von Bolt, Britta (eBook)

  • Verlag: Hoffmann und Campe
eBook (ePUB)
6,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Das Haus der verlorenen Seelen

Pieter Posthumus vom 'Büro der einsamen Toten' ermittelt wieder - diesmal im Rotlichtviertel von Amsterdam. Im Gästehaus neben seiner Stammkneipe dem Dolle Hond ist ein Mieter umgebracht worden. Die schräge Wirtin Marloes steht unter Verdacht. Posthumus zweifelt an ihrer Schuld und nimmt die Ermittlungen auf. Warum hat der Tote jedes Jahr nur ein Bild gemalt - und jedes Mal die Kopie eines klassischen holländische Gemäldes? Gibt es eine Verbindung zu dem anderen Mieter, der Jahre vorher ermordet wurde? Allmählich begreift Posthumus, dass eine Minute manchmal den Ausschlag gibt: zwischen Unschuld und Schuld, zwischen einem Leben, das geretten werden kann, und einem, das verloren ist. Und dass Fragen manchmal Wahrheiten ans Licht bringen, die nur schwer zu ertragen sind.

Britta Bolt ist das Pseudonym des Autorenduos Britta Böhler und Rodney Bolt. Britta Böhler, in Freiburg im Breisgau geboren, hat viele Jahre als Anwältin gearbeitet. 1991 zog sie in die Niederlande und wurde dort berühmt durch ihre strafrechtlichen Mandate und ihre Haltung zur Anti-Terror-Gesetzgebung. Seit 2012 ist sie Professorin an der Universität von Amsterdam. Rodney Bolt, in Südafrika geboren, ist Autor mehrerer Biographien, Dramatiker und Reisejournalist. Nach Stationen in Cambridge und London lebt er seit den 90er Jahren in Amsterdam.

Produktinformationen

    Größe: 718kBytes
    Reihe (Teil): Pieter Posthumus Bd.2
    Herausgeber: Hoffmann und Campe
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 288
    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    ISBN: 9783455813975

Das Haus der verlorenen Seelen

Juli

1

Pieter Posthumus hatte noch nie so viel Blut gesehen.

"Mein Gott", sagte jemand hinter ihm. Eine Hand in seinem Rücken schob ihn ins Zimmer.

"Du bist doch daran gewöhnt."

"Normalerweise sehen wir die Leichen nicht", sagte Posthumus. "Nicht so."

Der Abend, an dem Zig Zagorodnii starb, hatte eigentlich ganz gemächlich begonnen. Es war Anfang Juli, der Duft der Lindenblüten hing noch schwer in der Luft. Es war schwül und ungewöhnlich regnerisch für die Jahreszeit. Posthumus hatte zum ersten Mal marokkanisch gekocht - Hühnchen in Orangen-Tajine, und anschließend noch ein, zwei Glas Wein genossen, am großen Vorderfenster mit Blick auf die Gracht.

Um neun beschloss er, in seine Stammkneipe, den Dolle Hond, zu gehen. Das Wetter schien zu halten, zumindest für die zehn Minuten, die er zu Fuß dorthin brauchen würde. Zwischen den Stoßzeiten nach Feierabend und dann wieder nach dem Abendessen gab es eine Ruhephase, selbst freitags. Im Lokal war dann nicht viel los. Er konnte an der Bar sitzen und mit Anna plaudern, bevor es richtig voll wurde. Sie hatten sich ein paar Tage nicht gesehen und sich einiges zu erzählen.

Die Kesters vom Tabakladen um die Ecke waren da. (Wann eigentlich nicht?, dachte Posthumus.) Er nickte ihnen zu. Noch ein paar andere Stammgäste. Das englische Paar, das die Snack Bar in der Nähe vom Dam betrieb. Die Besitzerin der neuen Boutique saß mit einer Freundin am Kamin. Paul de Vos lungerte an der Bar herum und sagte gerade etwas, das Anna zum Lachen brachte. Posthumus lächelte ihm säuerlich zu. Das Fox Trio würde nicht vor zehn spielen. Er hoffte, dass das kurze Techtelmechtel, das die beiden vor ein paar Wochen gehabt hatten, nicht wieder aufflackerte. Was fand Anna nur an diesem Typen, der am liebsten alte X-Men-Comics las? Das sollte mal einer verstehen.

"Howdy, Partner", sagte Paul.

Sein Image als Großstadtcowboy reichte von seinem großen Mundwerk bis zu seinen Cowboystiefeln aus geprägtem Leder. Posthumus setzte sich auf seinen üblichen Barhocker in der Ecke, wo der Tresen auf die Wand traf.

Paul redete weiter auf Anna ein, bis der Rest des Trios eintraf, und schlängelte sich dann durch die Gäste zur kleinen Bühne am anderen Ende des Lokals, um seinen Bandkollegen beim Aufbau zu helfen. Ein Touristenpärchen kam herein, überrascht, am Rande des Rotlichtbezirks ein Lokal wie den Dolle Hond zu finden. Die beiden saßen schon bald mit strahlenden Augen über ihren Getränken, das Mädchen machte Fotos mit dem Handy - von den Delfter Vasen, den geschnitzten Köpfen entlang der Holzvertäfelung, dem Krimskrams, den Annas Familie in drei Generationen angesammelt hatte. Posthumus lehnte sich an die Wand und genoss die vertraute Atmosphäre. Anna schenkte ihm nach und kümmerte sich dann um eine Gruppe neuer Gäste. Irene Kester nickte müde mit dem Kopf und schien jeden Moment einzuschlafen. Paul begann mit einem kleinen Riff am Klavier, drehte sich zum Publikum und kündigte das erste Set an.

"Hey Dudes und Dudesses, guten Abend. Für alle, die uns noch nicht kennen, wir sind das Fox Trio ..."

Und dann hörten sie es. Es war weniger ein Schrei, eher ein Klagelaut.

"Anna! Anna! Anna! "

Sekunden später stand Marloes aus dem Gästehaus nebenan draußen vor dem Fenster und schlug so heftig gegen die Scheibe, dass das Glas zerbrach.

Posthumus lief als Erster nach draußen. Marloes starrte ihn an, als ob sie ihn noch nie gesehen hätte.

"Zig, Zig", sagte sie nur.

An ihrer Wange war Blut, und auch ihr Kleid war blutverschmiert.

Posthumus rannte. Vorbei an Marloes, vorbei an den zugestrichenen Fenstern des Gästehauses. Durch die Tür und hinauf in den ersten Stock zu den Gästezimmern. Eine Tür stand offen. Auf der rechten Seite, das Zimmer nach hinten raus. Er mach

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