text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Das Hotel bei den Klippen Roman von White, Gillian (eBook)

  • Verlag: dotbooks
eBook (ePUB)
2,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Das Hotel bei den Klippen

Die Meisterin der menschlichen Abgründe schlägt wieder zu: 'Das Hotel bei den Klippen' von Bestsellerautorin Gillian White als eBook beo dotbooks. Drei junge Frauen wollen ihre düstere Vergangenheit hinter sich lassen und einen Neubeginn in Cornwall wagen: Kirsty, Avril und Bernadette teilen sich im Personaltrakt des Hotels Burleston ein Zimmer. In der Bibliothek fällt Kirsty ein verstaubtes, aber faszinierendes Buch in die Hände und die Freundinnen entwickeln eine verwegene Idee: Sie werden diesen alten Roman unter ihrem Namen neu veröffentlichen und als Bestsellerautorinnen reich und berühmt werden. Zunächst scheint ihr Plan äußerst erfolgreich zu sein - doch dann scheint das Buch einen gefährlichen Einfluss auf sie auszuüben, dem sich keine der Frauen entziehen kann ... Von der Autorin des Bestsellers 'Das Ginsterhaus': 'Gillian White lenkt die Handlung intelligent und hat ihre gruseligen Zutaten bestens im Griff.' Independent on Sunday Jetzt als eBook kaufen und genießen: 'Das Hotel bei den Klippen' von Gillian White. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag. Gillian White stammt aus Liverpool und arbeitete mehrere Jahre als Journalistin, bevor sie sich ganz dem Schreiben von Romanen widmete. Mit ihrem Mann und zwei Hunden lebt sie in Totnes, Devon. Vier ihrer Romane wurden vom britischen Fernsehen erfolgreich verfilmt. Bei dotbooks erscheinen ihre Romane 'Das Ginsterhaus', 'Denn du bist mein', 'Hexenwiege', 'Ein unheimlicher Gast', 'Der Peststein', 'Das Familiengrab' und 'Das Hotel bei den Klippen'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 327
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958247963
    Verlag: dotbooks
    Größe: 765 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Das Hotel bei den Klippen

Kapitel 1

"Jesus", klagte der Mann, der auf sein Leben zurückblickte. "Warum suchte ich immer dann vergebens nach deinen Fußspuren neben mir, wenn es mir schlecht ging? Warum ließest du mich im Stich, wenn ich dich am nötigsten brauchte?"

Und Jesus antwortete ihm so gelassen, als ob er seit Jahren auf diese Frage gewartet hätte. "Mein Sohn, wenn es dir schlecht ging, gab es deshalb nur eine Spur im Sand, weil ich dich auf meinen Schultern trug."

Kirsty wirft einen wütenden Blick auf diese frommen Zeilen über dem Kaminsims. Sie hingen an diesem Ehrenplatz im Wohnzimmer, seit ihre Schwiegermutter den Spruch bei einem schrecklichen Weihnachtsfest feierlich dort angebracht hatte. Ein Riss lief quer durch den Rahmen, der den Spruch einfasste. Notdürftig hatte sie den Riss mit einem Klebstreifen geflickt. Ihr Haus, ihr ganzes Leben schienen voller Risse und schwarzer Löcher zu sein. Zehn kurze Minuten hat sie, um dem Haus zu entkommen, in dem sie acht Ehejahre ertragen hatte. Als wäre sie krank und ans Bett gefesselt gewesen. Abgeschottet hinter einer dunklen Glasscheibe.

Sie denkt an ihre Kinder - es gab keine Alternative, als sich vorübergehend von ihnen zu trennen, aber mit sechs und sieben waren sie einfach zu klein, um das zu begreifen. Kirsty hatte sich nicht getraut, sie in ihre Pläne einzuweihen, aus Angst, sie könnten alles verraten. Es war keine Zeit gewesen, ihnen zu erklären, dass sie wiederkommen und sie holen würde, sobald alles geregelt war. Erst heute Morgen, nachdem er in die Arbeit gegangen war, hatte Kirsty sie aufgeweckt und angezogen und ihnen behutsam mitgeteilt, dass sie heute nicht in die Schule müssten. Dass stattdessen Tante Tessa sie mit ihrem Auto abholen würde und sie zu Maddy brächte.

Die Kinder hätten bei ihr bleiben können, wenn sie ins Frauenhaus gegangen wäre, aber das hatte sie nicht gewollt.

Die größte Angst hatte sie vor dem Frühstück an diesem Morgen gehabt. Sie hatte befürchtet, der Stress könnte zu viel für sie werden, sie könnte anfangen zu weinen oder durch einen Blick sein Misstrauen erregen, aber merkwürdigerweise war sie so ruhig gewesen wie selten. Ihre Nervosität wirkte wie ein Betäubungsmittel, das ihr bei der schwierigen Aufgabe half, ihn ohne das Geknurre und Gefluche aus dem Haus zu bekommen, das normalerweise zu seinem morgendlichen Ritual gehörte. Wie sehr träumte sie davon, irgendwann einmal von Vogelgezwitscher geweckt zu werden und nicht mehr zwischen Mitternacht und Sonnenaufgang von seinem schnaufenden Körper auf ihr.

Er hatte sie zum Abschied geküsst, nicht gemerkt, wie sie zusammengezuckt war und war zur Arbeit gefahren, so wie immer.

Er besteht darauf, dass seine Socken gebügelt und zusammengelegt werden. Ein halber Teelöffel Senf auf jeder Schinkenscheibe. Exakt ein halber Teelöffel.

Kirsty wirft einen hastigen Blick auf die Uhr an der Wand - Marks & Spencer, sie hatte sie selbst gekauft. Als sie jung verheiratet waren, hatte sie sie für geschmackvoll gehalten. Wie lächerlich, dass sie sich wegen so einer Banalität Gedanken gemacht hatte. Sie stopft ihre Sachen in seine Adidas-Sporttasche: ihren Kulturbeutel, ihre Unterwäsche, Schuhe und die einzigen zwei Taschenbücher, die er nicht zerrissen hatte. Ihre Bücher, ihre geliebten Bücher. Sie hatten Kirsty am Leben erhalten und davor bewahrt, verrückt zu werden. Das hatte er gespürt, und die rebellische Kraft, die von ihnen ausging. Und weil er Rivalen in ihnen sah, veranlassten diese Bücher Trevor zu seinen heftigsten Wutausbrüchen. Nach ihren Kindern waren es ihre Bücher, die Kirsty erfinderisch und mutig werden ließen. Lesen machte sie glücklich, also versteckte sie ihre Bücher überall im Haus und riskierte dabei jedes Mal Prügel, jedes Mal, wenn er das Haus durchwühlte und dabei eines fand. Manchmal ließ er sie dann, als Strafe, auf den Knien laut aus einem der Bücher vorlesen, machte sich lustig über die Dialoge oder versetzte ihr eine

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen