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Das Jericho-Programm Ein Kurt-Austin-Roman von Cussler, Clive (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 18.01.2021
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Das Jericho-Programm

"Großartig, in einem Actionroman endlich einen weiblichen Bösewicht anzutreffen!" Booklist
Die Ölförderplattform Alpha Star 1 im Golf von Mexiko steht in Flammen. Kurt Austin, der sich mit seinem NUMA-Forschungsschiff zufällig in der Nähe befindet, eilt zum Unglücksort. Im letzten Moment kann er noch Überlebende retten. Anschließend taucht er mit einem kleinen U-Boot ab, um eine Möglichkeit zu finden, den Ölstrom zu stoppen und eine Umweltkatastrophe zu verhindern. Doch am Meeresgrund entdeckt er Unglaubliches: Es war kein Unfall, sondern ein Anschlag. Bevor Austin herausfinden kann, wer dahintersteckt, wird er vom Präsidenten der Vereinigten Staaten nach Washington gerufen. Eine weit größere Katastrophe steht bevor! Und die Frau, die dafür verantwortlich ist, wird von der ganzen Welt als Heldin gefeiert ...

Seit er 1973 seinen ersten Helden Dirk Pitt erfand, ist jeder Roman von Clive Cussler ein "New York Times"-Bestseller. Auch auf der deutschen SPIEGEL-Bestsellerliste ist jeder seiner Romane vertreten. 1979 gründete er die reale NUMA, um das maritime Erbe durch die Entdeckung, Erforschung und Konservierung von Schiffswracks zu bewahren. Er lebte bis zu seinem Tod im Jahr 2020 in der Wüste von Arizona und in den Bergen Colorados.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 496
    Erscheinungsdatum: 18.01.2021
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641250645
    Verlag: Blanvalet
    Originaltitel: Sea of Greed (Kurt Austin 16)
    Größe: 2319 kBytes
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Das Jericho-Programm

2

FRANZÖSISCHES UNTERSEEBOOT MINERVE,

UNGEFÄHR FÜNFUNDZWANZIG MEILEN VOR TOULON

Acht Tage, nachdem sie die Insel Gyaros verlassen hatten, näherte sich das französische Unterseeboot Minerve seinem Heimathafen Toulon. Es operierte in dreizehn Metern Tiefe - von der Unterkante des Kiels aus gemessen - unter der Wasseroberfläche, machte acht Knoten Fahrt und wurde von seinen Dieselmaschinen angetrieben, die die für ihren reibungslosen Betrieb notwendige Luft durch ein langes Stahlrohr, den Schnorchel, ansaugten. Sie hatten die ganze Strecke von Gyaros bis hierher nahezu vollständig in diesem Fahrtmodus zurückgelegt, und André Cheval konnte kaum erwarten, dass sie endlich auftauchten.

Das klaustrophobische Gefühl, unter Wasser eingesperrt zu sein, war schlimm genug. Dass die Minerve zusätzliche Fracht sowie die restlichen Vorräte, die technische Ausrüstung und die Materialproben aus dem Labor an Bord hatte, machte es noch schlimmer. Und dass das U-Boot völlig überfüllt war und dank der Anwesenheit Chevals, der anderen französischen Wissenschaftler und der zehn französischen Kommandosoldaten, die den Überfall ausgeführt hatten, die doppelte Anzahl von Personen beförderte, die normalerweise in ihm untergebracht werden konnten, machte die Situation für alle Beteiligten nahezu unerträglich.

Das bohrende Schuldgefühl, alle Israelis bis auf Ben-Avi getötet zu haben, war da auch keine Hilfe, und Cheval hatte sich angewöhnt, sich jeden Abend regelrecht in den Schlaf zu trinken.

Immerhin befanden sie sich inzwischen in französischen Gewässern und waren schon fast zu Hause. Am nächsten Tag um diese Uhrzeit säße er längst in einem Café in Paris, atmete wohltuend frische Luft und vergäße seine Sorgen bei einer Flasche Wein.

Bis dahin aber stünde er weiter auf der beengten Kommandobrücke des Unterseeboots und verfolgte aufmerksam alles, was um ihn herum vorging. Ihm genau gegenüber stützte sich der Kapitän der Minerve auf die Griffe des Periskops und presste das Gesicht gegen den Okularschacht. Alle paar Sekunden drehte er das Periskoprohr mithilfe der Griffe, um einen anderen Bereich der U-Boot-Umgebung zu kontrollieren - gelegentlich nannten die Matrosen diese Aktion Tanz mit der grauen Lady.

Schließlich klappte er die Handgriffe hoch, richtete sich auf und trat zurück. »Keine Schiffe in Sicht«, sagte er. »Periskop einfahren.«

Während das Periskop in seinem Schacht versank, wandte sich der Kapitän an den Funkoffizier. »Meldung ans Oberkommando. Wetter verschlechtert sich. Drei Meter hohe Brecher und Querseen. Wir bleiben auf Schnorcheltiefe, bis wir den Ärmelkanal erreichen.«

Diese Nachricht traf Cheval wie ein Tritt in die Magengrube.

Und er war nicht der Einzige, der so empfand.

Ein Mann namens Lukas stand über die Seekarten gebeugt in Hörweite. Lukas war der Chef des Kommandotrupps und Mitglied des französischen Auslandsgeheimdienstes SDECE. Er war ein harter Mann, kampferprobt, Mitte fünfzig.

»Müssen wir uns wirklich auf diese Weise in den Hafen schleichen?«, fragte er. »Wir haben doch einen bedeutenden Erfolg errungen. Wir sollten mit Würde zurückkehren, wenn nicht sogar mit lautem Trara.«

Der Kapitän der Minerve fuhr seit einem halben Leben zur See. Wie zahlreiche Angehörige des regulären Militärs misstraute er Geheimagenten mit ihren seltsamen Operationsmethoden und ihrem Mangel an Umsicht. »Wollen Sie wirklich auftauchen und riskieren, dass das Boot ein weithin sichtbares Angriffsziel bietet?«

Lukas deutete auf die Karte. Darauf war eine rote Linie zu sehen, etwa vierhundert Meilen hinter ihnen, die die nächstmögliche Position israelischer Schiffe markierte. »In einem Umkreis von zwölf Stunden ist kein einziges israelisches Schiff zu sehen. Niemand kann uns erreichen.«

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