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Das Königskomplott Thriller von Berry, Steve (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 18.05.2015
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Das Königskomplott

Das größte Geheimnis der britischen Krone wird Europa ins Chaos stürzen ... Cotton Malone will mit seinem Sohn Gary in den Urlaub, als er in letzter Minute einen Auftrag erhält: Er soll den Teenager Ian, der zuvor versucht hatte, ohne Papiere in die USA einzureisen, der Polizei übergeben. Doch statt der vereinbarten Übergabe wird Malone niedergeschlagen und Gary von Unbekannten entführt, Ian kann in letzter Sekunde flüchten. Die Entführer scheinen hinter einem Dokument her zu sein, das nur Ian beschaffen kann und in dem das bestgehütete Geheimnis der englischen Monarchie enthüllt wird. Ein Geheimnis, das eine große Gefahr für den Frieden in Europa bedeutet ... Steve Berry war viele Jahre als erfolgreicher Anwalt tätig, bevor er seine Leidenschaft für das Schreiben entdeckte. Mit jedem seiner hoch spannenden Thriller stürmt er in den USA die Spitzenplätze der Bestsellerlisten und begeistert Leser weltweit. Steve Berry lebt mit seiner Frau in St. Augustine, Florida.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 512
    Erscheinungsdatum: 18.05.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641157753
    Verlag: Blanvalet
    Serie: Cotton Malone Bd.8
    Originaltitel: The King's Deception
    Größe: 3459 kBytes
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Das Königskomplott

Prolog

Whitehall Palace

28. Januar 1547

Katherine Parr erkannte, dass das Ende nahe war. Es würden nur noch wenige Tage verbleiben, vielleicht sogar nur noch ein paar Stunden. Sie hatte die letzte halbe Stunde schweigend dabeigestanden und zugeschaut, wie die Ärzte ihre Untersuchung beendeten. Nun würden sie gleich ihr Urteil sprechen.

"Sire", sagte einer von ihnen, "alle menschliche Hilfe ist nun vergebens. Es ist die Zeit gekommen, Euer Leben zu überdenken und Gottes Gnade durch Jesus zu suchen."

Sie beobachtete, wie Heinrich VIII . über diesen Ratschlag nachdachte. Der König hatte bäuchlings im Bett gelegen und laute Schmerzensschreie ausgestoßen. Nun verstummte er, hob den Kopf und fasste den Überbringer der Nachricht ins Auge. "Welcher Richter hat dich geschickt, mir dieses Urteil zu verkünden?"

"Wir sind Eure Ärzte. Gegen dieses Urteil gibt es keine Berufung."

"Verschwindet", schrie Heinrich. "Alle miteinander."

Auch todkrank war der König noch immer der Herrscher. Die Ärzte eilten rasch aus der Schlafkammer hinaus, gefolgt von den erschreckten Höflingen.

Auch Katherine wandte sich zum Gehen.

"Gute Königin, ich bitte Euch, bleibt", sagte Heinrich.

Sie nickte.

Sie waren allein.

Er schien sich aufzuraffen.

"Wenn ein Mensch sich den Bauch mit Wildbret und S chweinebraten, mit Rindfleisch und Kalbspasteten vollschl ägt und all dies mit Fluten von Bier und Wein hinunterspült, die niemals eine Nippflut sind." Heinrich stockte. "Dann wird er in einer schwarzen Stunde Unkraut statt Weizen ernten. Sein dicker Wanst wird ihn nicht glücklicher machen. So, meine Königin, steht es mit mir."

Ihr Mann sagte die Wahrheit. Eine selbstgewählte Krankheit hatte ihn verzehrt, eine Krankheit, an der er von innen heraus verfault war und die sein Lebensfeuer erstickt hatte. Er war so prall und rund, dass er kurz vor dem Platzen zu stehen schien; er konnte sich keinerlei Bewegung mehr verschaffen und war so träge wie ein Berg von Talg. Dieser Mann, der in seiner Jugend äußerst gut ausgesehen hatte, der Burggräben überspringen konnte und der bester Bogenschütze Englands gewesen war, der bei Turnieren geglänzt, Armeen geführt und Päpste besiegt hatte - jetzt könnte er noch nicht einmal mehr ein Fürstenkind umschubsen oder auch nur ohne Mühe die Hand heben. Er war ein dicker Kloß geworden, seine Augen lagen zwischen Fettwülsten und sein schwabbeliges Gesicht hatte ein Doppelkinn. Er sah aus wie ein Schwein.

Abstoßend hässlich.

"Sire, Ihr sprecht grundlos schlecht von Euch", erwiderte sie. "Ihr seid mein Lehnsherr, dem ich und ganz England Gefolgschaft schulden."

"Aber nur, solange ich noch atme."

"Was Ihr ja weiter tut."

Sie kannte ihren Platz. Wenn der eine Partner alle Macht besaß und der andere keine, war es ein gefährliches Vergnügen, einen Ehestreit anzuzetteln. Doch auch wenn sie schwach war, so war sie doch nicht ohne Waffen. Treue, Freundlichkeit, Schlagfertigkeit, beständige Sorge für ihn und eine hervorragende Auffassungsgabe - damit ließ sich arbeiten.

"Ein Mann kann seinen eigenen Samen tausendmal säen", sagte sie. "Wenn er sich vor der Pest hütet und auch sonst gut und gesund lebt, mag er am Ende noch stark wie eine Eiche dastehen und wie ein Hirsch springen, der über sein Rudel herrscht. Das seid Ihr, mein König."

Er öffnete die fette Hand, und sie legte ihre hinein. Seine Haut war kalt und klamm, und sie fragte sich, ob der Tod ihn schon in den Fängen hielt. Er war sechsundfünfzig Jahre alt und herrschte seit beinahe achtunddreißig Jahren. Er hatte sechsmal geheiratet und fünf von ihm anerkannte Kinder gezeugt. Er hatte die Welt herausgefordert, der katholischen Kirche getrotzt und seine eigene Konfession gegründet. Sie war die dritte Frau namens Katherine, die er geheiratet hatte, und sie würde wohl Gott sei Dank auch die let

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