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Das KALA-Experiment Thriller von Olsberg, Karl (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.08.2018
  • Verlag: Piper Verlag
eBook (ePUB)

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Das KALA-Experiment

Der Physiker Hans Ichting wird nur wenige Tage, nachdem die Videobloggerin Nina Bornholm ihn interviewt hat, tot aufgefunden. Nina zweifelt an der offiziellen Darstellung eines Selbstmords und beginnt zu recherchieren. Bald wird klar, dass Ichting in den USA an einem streng geheimen Projekt mitgearbeitet hat. Doch jemand will um jeden Preis verhindern, dass die Wahrheit über das KALA-Experiment ans Licht kommt. Während sich überall auf der Welt unerklärliche Ereignisse häufen, wird immer deutlicher, dass die Zukunft der Menschheit auf dem Spiel steht. Doch wie kann man ein zukünftiges Ereignis verhindern, dessen verheerende Auswirkungen bereits jetzt spürbar sind?

Karl Olsberg, geboren 1960, promovierte über Anwendungen Künstlicher Intelligenz, war Marketingdirektor eines TV-Senders, Geschäftsführer und erfolgreicher Gründer zweier Unternehmen in der 'New Economy'. Er wurde unter anderem mit dem 'eConomy Award' der Wirtschaftswoche für das beste Start Up 2000 ausgezeichnet. Heute arbeitet er als Unternehmensberater und lebt mit seiner Familie in Hamburg. Er veröffentlichte bereits zahlreiche Bücher, darunter seine Thriller 'Enter' und 'Delete'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 432
    Erscheinungsdatum: 01.08.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783492990349
    Verlag: Piper Verlag
    Serie: Piper Taschenbuch 31270
    Größe: 3891 kBytes
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Das KALA-Experiment

3

T-28:08:14_Das kleine Büro war so nüchtern eingerichtet wie das eines Abteilungsleiters bei einer Versicherung: der schmucklose Schreibtisch vor einem Fenster mit Blick auf den Campus des DESY, gerahmte Urkunden über einem grauen Sideboard. Auf einem Whiteboard waren kryptische, halb verwischte Symbole und Formeln zu sehen. Ob es sich um geniale Einfälle oder sinnlose Schmierereien handelte, hätte Nina Bornholm nicht sagen können.

Der Mann hinter dem Schreibtisch wirkte zu jung für einen Professor. Er sah eher aus wie ein studentischer Mitarbeiter, der sich ins Büro seines Chefs eingeschlichen hatte. Eine große Brille und dunkelblondes Haar, das ihm ins Gesicht fiel, erinnerten Nina an ein Foto des jungen Bill Gates. Er sah nicht gerade aus wie ein Mann, der die Welt verändern konnte.

Professor Dr._Hans Ichting stand auf und gab ihr die Hand. Er deutete auf den Plastikstuhl vor seinem Schreibtisch.

»Ist nicht sehr bequem, sorry. Ich bekomme nicht oft Besuch.«

Sie setzte sich.

»Professor Ichting, sind Sie einverstanden, wenn ich das Interview aufzeichne und im Internet veröffentliche?«

Ichting lächelte. »Wäre ich nicht einverstanden, hätte ich Sie wohl kaum in mein Büro gelassen.«

Nina sah kurz in einen Handspiegel: Ihre halblangen blonden Haare hatten mal wieder einen Friseur nötig, die Wimpern ihrer hellblauen Augen waren verklebt, der Lippenstift nicht ganz perfekt aufgetragen und das Make-up konnte trotz aller Bemühungen nicht kaschieren, dass ihre gebogene Nase etwas zu groß war. Egal, es würde gehen. Sie tippte an ihre Kamerabrille. Am oberen Rand ihres Sichtfeldes erschien das Aufnahmesymbol. Sie hätte das Interview auch live streamen können, aber es war sicher besser, die Aussagen des Physikers später so zusammenzuschneiden, dass auch Leute ohne Physikdiplom verstanden, worum es ging.

»Willkommen bei Ninas Welt, dem Blog, das hinter die Kulissen schaut«, sagte sie, wobei sie sich den Spiegel vorhielt - die Kamerabrillenversion eines Selfies. »Heute sind wir bei Professor Dr._Hans Ichting, Leiter des Instituts für theoretische Physik am Hamburger Forschungsinstitut DESY. Er ist gerade mal zweiunddreißig Jahre alt und schon ein Forscher von Weltrang. Nach der Umfrage eines bekannten Wissenschaftsmagazins steht er auf Platz fünf der Liste der deutschen Forscher, die die größte Chance haben, irgendwann einen Anruf des Nobelpreiskomitees zu bekommen.« Sie legte den Spiegel beiseite. »Herr Professor, die Besucher meines Blogs interessieren sich für Menschen, die Außergewöhnliches leisten, ohne ständig im Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit zu stehen. Erzählen Sie uns, womit Sie sich hier am DESY beschäftigen und warum das Ihre Physikerkollegen in aller Welt in Aufregung versetzt.«

»Nun, ich habe einige Beiträge zur Schleifenquantengravitation verfasst, die von den Kollegen teilweise positiv kommentiert wurden.«

»Können Sie das bitte für Laien verständlich erklären?«

»Das, äh, ist nicht ganz leicht. Wir haben es hier mit recht komplexer Mathematik zu tun. Vereinfacht gesagt geht es darum, die Quantenmechanik und die allgemeine Relativitätstheorie zu einer übergeordneten Theorie zu vereinen.«

»Wenn ich es richtig verstehe, dann funktioniert Einsteins Relativitätstheorie im Großen«, versuchte Nina das zusammenzufassen, was sie im Internet über Ichtings Arbeit gelesen hatte. »Sie erklärt, wie sich Himmelskörper bewegen und dass die Zeit an Bord eines Raumschiffs, das mit annähernd Lichtgeschwindigkeit fliegt, langsamer vergeht. Die Quantenmechanik dagegen erklärt die Dinge im Kleinen. Beide Theorien sind experimentell bestätigt worden, passen aber nicht zusammen - Einsteins Relativitätstheorie versagt, wenn sie die Bewegungen von kleinsten Teilchen beschreiben soll, es kommt dann zu Widersprüchen mit der Quantenmechanik.«

»Das ist korrekt.« Ichting nickte anerkennend.

»Wie genau funk

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