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Das Mädchen im Dunkeln Psychothriller von Blackhurst, Jenny (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.02.2017
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Das Mädchen im Dunkeln

SEINE FREUNDE SOLLTE MAN SICH GUT AUSSUCHEN - SEINE FEINDE NOCH BESSER ...

Als Karen Brown ihre neue Patientin zum ersten Mal sieht, hält sie Jessica für einen psychologischen Routinefall: eine gelangweilte Frau, die ihren tristen Alltag mit einer heimlichen Affäre aufpeppt. Doch schon nach ihrem ersten Gespräch hat Karen das Gefühl, dass Jessica geradezu besessen ist von der Ehefrau ihres Liebhabers. Als wenig später die Leiche jener Frau gefunden wird, steht die Polizei vor Karens Tür. Sie gilt als dringend mordverdächtig. Karen ahnt, dass Jessica sie nicht zufällig ausgewählt hat - und dass es ein großer Fehler war, Jessica zu unterschätzen ...

DER NEUE ROMAN DER SPIEGEL-BESTSELLERAUTORIN - FESSELND, ABGRÜNDIG UND ABSOLUT UNVORHERSEHBAR.

'In ihrem Debütroman Die stille Kammer entfesselt die 29 Jahre alte Britin Jenny Blackhurst ein Gefühlschaos, beklemmend und mitreißend.' Kölner Stadt-Anzeiger

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 431
    Erscheinungsdatum: 16.02.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732529971
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Originaltitel: Before I let you in
    Größe: 1769 kBytes
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Das Mädchen im Dunkeln

Kapitel 3

B EA

"Hallo zusammen! Ich heiße Eleanor, und mein Scheißdrauf an diesem Freitag ist ..." Eleanor machte eine Pause, um maximale dramatische Wirkung zu erzielen - etwas, was sie seit ihrer gemeinsamen Kindheit sehr gut beherrschte. "... dass ich mindestens sechzehn Windeln wechseln musste, wovon eine mir auf die Füße gefallen ist. Was buchstäblich Scheiße war."

Bea und Karen konnten ihren Lachanfall, der durch das kleine Café hallte, nicht stoppen. Bea sah, dass einige Gäste sie über ihre Zeitungen hinweg ansahen, als wären sie drei lärmende Teenager in einer Bibliothek, und widerstand dem Drang, ihnen die Zunge herauszustrecken. Karen erinnerte Bea jede Woche aufs Neue daran, dass sie mittlerweile erwachsen wären - aber wenn sie beisammen saßen, schienen die vergangenen fünfzehn Jahre wie weggeblasen, und sie lagen wieder zu dritt auf Eleanors Schubladenbett und ließen eine Flasche Mad Dog 20/20 kreisen, einen hochprozentigen Billigwein.

Eleanor verzog ihr Gesicht und nahm einen Schluck von ihrem Getränk.

"Ja, lacht nur, ihr blöden Ziegen. Ihr müsst ja auch nicht die Kacke von euren neuen flachen, ach so vernünftigen Schuhen kratzen. So! Karen ist dran."

Karen griff nach ihrer Tasse und hielt sie hoch, aber Bea sah, dass sie zögerte. Nur für den Bruchteil einer Sekunde, was den meisten Leuten gar nicht aufgefallen wäre, aber die kannten ihre Freundinnen ja nicht auch schon seit Urzeiten. "Freut mich, mit euch an diesem wunderschönen Freitagnachmittag zusammenzusitzen. Mein Scheißdrauf ist, dass ich vergangene Woche bei der Arbeit so viel zu tun hatte, dass ich einen Zahnarzttermin vergessen und eine Podiumsdiskussion mit einem renommierten Psychiater verpasst habe, auf die ich mich seit Monaten gefreut hatte. Ich hatte schlicht vergessen, den Termin in meinen Kalender einzutragen."

Bea und Eleanor stöhnten theatralisch. Eleanor legte den Kopf auf den Arm, der auf dem Tisch lag. "Um Gottes Willen, Karen Browning, du könntest dir wenigstens irgendwas ausdenken, wenn dein Leben so verdammt an Unsere kleine Farm erinnert", sagte sie leise in ihren Ärmel. Sie schaute hoch. "Ich hab in letzter Zeit so viele Treffen mit der Mitarbeiterin vom Gesundheitsamt verpasst, dass sie die Aufsichtsbehörde garantiert auf Schnellwahl gestellt hat. Bea - du bist dran. Und komm uns bitte nicht mit Aa auf den Schuhen. Ich bezweifle, dass ich damit klarkäme, dieses Spiel in drei aufeinanderfolgenden Wochen zu gewinnen."

Bea schenkte sich Saft aus dem Krug nach, der auf dem geschmacklosen rot-weißen Tischtuch stand, und setzte sich gerade hin.

"Hallo zusammen! Ich heiße Bea."

"Hallo Bea", sagten die beiden anderen Frauen im Chor. Bea hob ihr Glas und nickte in Richtung Eleanor, die schon ganz neugierig wartete.

"Ich möchte Eleanor für meine Nominierung danken. Mein Scheißdrauf an diesem Freitag ist, dass ich vergessen habe ...", sie hielt inne, als ihr einfiel, dass das, was sie vergessen hatte, vor Karen nicht erwähnt werden durfte. Rasch rief sie sich ihren Nachmittag im Büro in Erinnerung. "Ich hab vergessen, einen unserer größten Kunden für unser Seminar für Führungskräfte anzumelden, weshalb mein Arsch von einem Chef mich vor versammelter Mannschaft als unfähig abgekanzelt hat."

"Dieser Wichser", sagte Eleanor leise und rieb Bea die Schulter, während sie mit der anderen Hand die SMS öffnete, die sie gerade eben bekommen hatte. "Um Himmels willen, Noah schläft noch. Der kriegt heute Nacht kein Auge zu, wenn Mum ihm erlaubt, tagsüber ein langes Schläfchen zu halten."

Ganz kurz war Bea verärgert, aber im letzten Moment rehabilitierte sich Eleanor und steckte ihr Handy in ihre viel zu voll gestopfte Handtasche zurück.

"Es lohnt nicht, auch einen Gedanken an den Kerl zu verschwenden."

Eleanor griff nach Beas obstsaftfreier Hand - und sah auf ihrem Handrücken feine Kugelschreiberabdrücke, vermutlich

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