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Das Monstrum - Tommyknockers von King, Stephen (eBook)

  • Verlag: Random House E-Books
eBook (ePUB)
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Online verfügbar

Das Monstrum - Tommyknockers

Wo die bösen Träume lauern ...

Haven ist eine verschlafene Kleinstadt. Eines Tages entdeckt Bobbi Anderson im Wald ein seltsames Ding, das die Bürger auf unheimliche Art verwandelt. Und plötzlich hält das Grauen Einzug in Haven ...

"Horror vom Feinsten." Stern

Stephen King, 1947 in Portland, Maine, geboren, ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller. Bislang haben sich seine Bücher weltweit über 400 Millionen Mal in mehr als 50 Sprachen verkauft. Für sein Werk erhielt er zahlreiche Preise, darunter 2003 den Sonderpreis der National Book Foundation für sein Lebenswerk und 2015 mit dem "Edgar Allan Poe Award" den bedeutendsten kriminalliterarischen Preis für Mr. Mercedes. 2015 ehrte Präsident Barack Obama ihn zudem mit der National Medal of Arts. Seine Werke erscheinen im Heyne-Verlag, zuletzt der Spiegel-Bestseller Mind Control.

Produktinformationen

    Größe: 2176kBytes
    Herausgeber: Random House E-Books
    Untertitel: Roman
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 1072
    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    ISBN: 9783641053543
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Das Monstrum - Tommyknockers

Kapitel eins Schwesterchen (S. 516-517)
1
"Ich hoffe, Sie hatten einen angenehmen Flug", sagte die Stewardess am Ausgang zu der etwa vierzigjährigen Frau, die zusammen mit einem Rinnsal anderer Passagiere, die bis nach Bangor, der Endstation, durchgehalten hatten, den Delta-Flug 230 verließ. Bobbi Andersons Schwester Anne, die vierzig war, aber wie fünfzig aussah und auch so dachte (Bobbi pflegte zu sagen, dass Anne schon wie eine Frau von fünfzig gedacht hatte, seit sie dreizehn gewesen war), blieb stehen und maß die Stewardess mit einem Blick, der eine Uhr zum Stehenbleiben gebracht hätte. "Ich will Ihnen was sagen, Schätzchen", sagte sie.
"Ich schwitze. Meine Achselhöhlen stinken, weil das Flugzeug von La Garbage mit Verspätung startete und von Logan mit noch größerer Verspätung. Die Luft war böig, und ich hasse das Fliegen. Die Praktikantin, die sie nach hinten in die Viehklasse geschickt haben, hat mir den Screwdriver von irgendwem über das Kleid geschüttet, und jetzt trocknet überall auf meinem Arm Orangensaft zu einer feinen Craquelé-Glasur. Mein Schlüpfer klebt mir in der Arschfurche, und diese kleine Stadt sieht aus wie ein Pickel auf dem Schwanz von Neuengland. Noch Fragen?"
"Nein", brachte die Stewardess hervor. Ihre Augen waren glasig geworden, und ihr war zumute, als hätte sie soeben drei schnelle Runden mit Bumm-Bumm Mancini hinter sich, und zwar an einem Tag, an dem Mancini die ganze Welt hasste. Diese Wirkung hatte Anne Anderson häufig auf andere Menschen. "Schön für Sie, meine Gute."
Anne marschierte an der Stewardess vorbei die Gangway hinab, und dabei schwenkte sie eine große, schreiend purpurne Henkeltasche. Die Angestellte hatte keine Gelegenheit, ihr einen angenehmen Aufenthalt in der Gegend von Bangor zu wünschen. Aber sie beschloss, dass es ohnehin vergebene Liebesmüh gewesen wäre. Die Dame sah aus, als hätte sie noch nie irgendwo einen angenehmen Aufenthalt gehabt. Sie ging zielstrebig, aber sie sah aus wie eine Frau, die trotz irgendwelcher Schmerzen weiterging – wie die kleine Meerjungfrau, die gegangen war, obwohl sie bei jedem Schritt das Gefühl hatte, als schnitten Messer in ihre Füße.
Und die Stewardess dachte: Wenn die Alte irgendwo einen Geliebten im Ärmel hat, dann hoffe ich nur, dass er über die Paarungsgewohnheiten der Falltürspinne Bescheid weiß.
2
Die Angestellte von Avis sagte Anne, dass keine Wagen mehr verfügbar wären; wenn Anne keine Reservierung vorgenommen hätte, sei leider nichts zu machen. Es war Sommer in Maine, und Mietwagen waren nur mit Aufschlag erhältlich. Das war ein Fehler seitens der Angestellten.
Ein schwerer. Anne lächelte grimmig, spuckte sich im Geiste in die Hände und ging ans Werk.
Situationen wie diese waren wie das tägliche Brot für Schwester Anne, die ihren Vater gepflegt hatte, bis er am 1. August, vor acht Tagen, eines elenden Todes gestorben war. Sie hatte sich geweigert, ihn in ein Pflegeheim bringen zu lassen; stattdessen hatte sie selbst ihn gewaschen, seine wund gelegenen Stellen behandelt, seine Inkontinenz-Windeln gewechselt und ihm mitten in der Nacht seine Tabletten gegeben.
Natürlich hatte sie ihn in seinen letzten Schlaganfall getrieben, indem sie ihn ständig bedrängte, das Haus in der Leighton Street zu verkaufen (er wollte es nicht; sie war fest entschlossen, dass er es tun würde; der letzte, große Schlaganfall, der auf drei kleinere im Abstand von zwei Jahren folgte, kam drei Tage, nachdem das Ha

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